Alle Artikel mit dem Schlagwort: Verschränkung

Schon einmal ist Grünhalm durch eine unversehens geöffnete Tür gegangen - mit tödlichen Folgen. Abb.: EDITIA

Grünhalm tippt auf die Weltwaage

Episodenroman von Henning Wenzel verschränkt Lebenslinien über Eck Viola verspeist ein Glas voller Fliegen und verliebt sich in den schüchternen Musiker Björn. Der hat eine Schildkröte, die ihn küssen will, doch Björn küsst lieber Ronyas WG-Genossin. Ronya wiederum raunzt den Musikus an, weil er sich nicht die Hände wäscht. Und über all ihnen im alten Mietshaus, ganz oben, wohnt Grünhalm, der sich an ein altes Verbrechen erinnert – und dessen Vergangenheit und Gegenwart mit dem Fatum all der anderen über viele Ecken verwoben ist… In seinem episodischen Roman „Grünhalm oder Vom Glück der Ahnungslosigkeit“ lässt der Dresdner Autor Henning H. Wenzel den Schicksalswürfel rollen, man kann auch sagen: die Dominokette fallen. Und zwar so, dass keiner seiner Protagonisten davon ahnt, dass die Steine nebenan schon fallen und die Ursache-Folge-Welle nach ein paar Kurven auch ihn oder sie erreichen wird.

Physiker beraten in Dresden über seltsame atomare Kollektive

Dresden, 24. September 2013: Rund 100 Wissenschaftler aus Deutschland und dem Ausland sind in dieser Woche im Dresdner „Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme“ bei der Fachkonferenz „Korrelationstage“ zu Gast. Sie wollen darüber diskutieren, wie sich winzig kleine Teilchen auf atomarer und subatomarer Ebene manchmal zu Kollektiven zusammenfinden, die den Materialien ganz neue Eigenschafen verleihen: Isolatoren leiten plötzlich Strom verlustfrei (Supraleitung), andere Stoffe werden auf einen Schlag magnetisch, andere Atome wiederum verschränken sich, so dass es auf den ersten Blick so aussieht, als ob sie über große Entfernungen mit Überlichtgeschwindigkeit Botschaften austauschen.

„Gott würfelt nicht“: Quantenkoppler für abhörsichere Verschränkungsleitungen soll Einstein-Kontroverse beenden

Garching, 6.7.2012: Max-Planck-Physiker haben einen „Quantenrepeater“ konstruiert, der per Atom-Verschränkung augenblicklich abhörsichere Kommunikationsverbindungen auch über große Entfernungen ermöglichen könnte. Perspektivisch soll diese Anlage auch beantworten, ob Albert Einsteins Skepsis über die „spukhafte Fernwirkung“ irrte, wie die Max-Planck-Gesellschaft mitteilte.

Quantenbits verschränkt: Planck-Forscher basteln an Quanten-Internet

 Garching, 20.4.2012: Physikern des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Garching ist es gelungen, zwei Atome zu einem Quanten-Datennetzwerk zu verschränken. Beide Atome agieren dabei wie ein Transistor in einem Mikroprozessor, also als Datenträger und Rechenwerk. Nur eben besser: Durch ihre Verschränkung agieren beide Nanoschalter selbst über größere Distanzen wie einer und sie können – zumindest theoretisch – mehrere Rechenschritte gleichzeitig statt hintereinander abarbeiten. Perspektivisch könnten diese Forschungen zu superschnellen Quantencomputern führen, die für besonders komplexe Simulationen und als unschlagbare Code-Knacker einsetzbar wären.