Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sonne

Die Aufnahme zeigt aktive Zonen unserer Sonne. Solar Dynamics Observatory, NASA

Planeten mitschuld an Sonnenzyklen

Modell von Helmholtz Dresden erklärt Takt der solaren Magnetfelder mit Gezeiten und Rossby-Wellen Dresden-Rossendorf, 27. Mai 2024. Die Erde, Venus und Jupiter sind mitschuld daran, dass unsere Sonne etwas unstet strahlt. Denn eben diese Planeten ziehen von Zeit zu Zeit mit ihrer Schwerkraft so sehr an unserem Zentralgestirne, dass wirbelförmige Strömungen auf der Sonne entstehen – sogenannte „Rossby-Wellen“. Und die wiederum lösen kurz- und langfristige Schwankungen im solaren Magnetfeld aus – mit all ihren Folgen für Kommunikation, Wetter und Navigation auf Erden. Davon ist ein Forscher-Team um Dr. Frank Stefani vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) überzeugt und hat dafür nun ein – laut eigener Einschätzung – schlüssiges Modell der Sonnenzyklen vorgestellt.

Sachsenenergie-Chef Frank Brinkmann (links) und Sunstrom-Chef Reiner Matthees halten zusammen ein Solarmodul. Foto: Oliver Killig für Sachsenenergie

Sachsenenergie kauft Sunstrom Dresden

Dresdner Solarfirma gehört nun größtenteils dem regionalen Energieversorger Dresden, 22. März 2024. Der Umbruch in der kriselnden mitteldeutschen Solarbranche geht weiter: „Sachsenenergie kauft den Dresdner Solaranlagen-Ausrüster „Sunstrom“. Das hat der regionale Energieversorger heute in Dresden mitgeteilt. Sachsenenergie sieht die Übernahme als Chance für seine Energiewende-Strategie. Über den Kaufpreis machten die beiden Unternehmen keine Angaben.

Die nachkolorierte Aufnahme zeigt das erste heiße Wasserstoff-Plasma in Wendelstein 7-X. Kamerafoto: IPP

Fusionsreaktor-Firma „Proxima Fusion“ sammelt 7 Millionen Euro ein

Planck-Ausgründung will ersten Stellarator nach Greifswalder Muster in den 2030ern realisieren München/Greifswald, 30. Mai 2023. Basierend auf dem experimentellen Stellarator-Reaktor „Wendelstein 7-X“ in Greifswald will „Proxima Fusion“ aus München nun eigene kommerzielle Fusionsreaktoren entwickeln und vermarkten, die die Energie der Sonne auf Erden nutzbar machen. Dafür hat die Ausgründung aus dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) nun sieben Millionen Euro von Risikokapitalgebern eingesammelt. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens sowie des „Hightech-Gründerfonds“ (HTGF) hervor, der das Geld zusammen mit den Investoren „Plural“, „UVC Partners“ und der „Wilbe-Gruppe“ besorgt hat.

Omega-3-Fettsäuren. aus Fischen - hier ein Exemplar im Zoo-Aquarium Berlin - beugen gegen Infektionen vor. Foto: Heiko Weckbrodt

Fisch und Sonne senken Infektionsrisiko im Alter

Internationale Studie: Omega 3 und Vitamin 3 helfen gegen Keime, aber nicht gegen Vergesslichkeit und Knochenbruch Dresden, 17. November 2020. Wenn Senioren jenseits der 70 Jahre regelmäßig Omega-3-Fettsäuren und Vitamin-D-Präparate einnehmen, sinken ihr Infektionsrisiko und ihr Blutdruck. Das hat eine internationale medizinische Studie der Universität Zürich ergeben, an der auch das Uniklinikum Dresden beteiligt war. Omega-3-Fettsäuren kommen in natürlicher Form in Fisch vor, Vitamin D produziert der Körper bei Sonnenschein. Wenn Fisch wie Sonne fehlen, können beide Stoffe auch als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Die künstlerische Visualisierung zeigt, wie sich die Sonde "Parker Solar Probe" der Sonne nähern soll. Visualisierung: NASA/Johns Hopkins APL

Ultraheißes Bad für „Parker Solar Probe“

Nasa stattet Sonnensonde mit neuartigem Hitzeschild aus Washington, 7. Juli 2018. „Parker Solar Probe“ wird unserer Sonne so nahe kommen wie kein anderes von Menschhand geschaffenes Raumschiff es bisher vermochte: Bis auf 6,5 Millionen Kilometer soll sich die Sonde der Sonnenoberfläche nähern und damit direkt in die Atmosphäre unseres Zentralgestirns eintauchen. Im August 2018 will die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Sonde starten.

Die Aufnahme der NASA-Sonde SDO zeigt im "Süden" die Verdunklung der Sonne durch das Korona-Loch. Foto: SDO/NASA

Magnetkäfige würgen Sonneneruptionen ab

Forscher aus Frankreich und den USA untersuchen mit dem NASA-Teleskop SDO, wann Sonne Plasma verliert Sonnensystem, 25. Februar 2018. Sonneneruptionen sind ein steter Kampf zwischen der eigenen thermischen und kinetischen Energie auf der einen Seite und starken Magnetkäfigen, die das heiße Plasma auf der Sonne gefangen halten. Das haben Untersuchungen von Wissenschaftlern aus Frankreich und den USA ergeben. Sie nutzten dabei Beobachtungsdaten vom „Solar Dynamics Observatory“ (SDDO) der US-Raumfahrtbehörde NASA.

Die Visualisierung zeigt, wie sich die BepiColombo-Mission am Merkur in zwei Orbiter aufspaltet: Vorn der "Mercury Planetary Orbiter" der ESA, im Hintergrund ist der "Mercury Magnetospheric Orbiter" der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA zu sehen. Visualisierung: Spacecraft: ESA/ATG medialab; Mercury: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington

Europa und Japan schicken 2018 Sonde zum Merkur

„BepiColombo“ kostet 1,3 Milliarden Euro Sonnensystem, 7. Januar 2018. Den innersten Planeten unseres Sonnensystems sollen ab 2025 eine europäische und eine japanische Sonde näher untersuchen. Wenn alles läuft wie geplant, werden beide Orbiter an Bord des Trägermoduls MTM im Herbst 2018 von der Erde gen Merkur abheben. Dieses „BepiColombo“ genannte Projekt hat die europäische Raumfahrtagentur ESA angekündigt. Ursprünglich sollte das Kombi-Raumschiff bereist 2013 starten. Die 1,3 Milliarden Euro teure Mission hatte sich jedoch immer wieder verzögert.

Diese Aufnahmen von der Sonne hat Satellit GOES-16 in verschiedenen Bereichen des Ultraviolett-Spektrums aufgenommen und in verschiedene Farben übersetzt. So können "Weltraum-Meteorologen" auch in tiefere Schichten der Sonne hineinschauen und absehen, wenn sich ein Sonnensturm zusammenbraut. Abb.: NOAA, NASA

Sechs Sterne und doch nur einer

Satelliten überwachen auf verschiedenen Wellenlängen das „Wetter“ auf der Sonne Sonnensystem, 5. März 2017. Sechs verschiedenfarbige Feuerbälle und doch der gleiche Stern: All diese sechs Bilder zeigen die Sonne im gleichen Moment, aber aufgenommen in verschiedenen Wellenlängen von Ultraviolett-Strahlung – und informieren uns letztlich über das „Weltraum-Wetter“.

Die künstlerische Visualisierung zeigt, wie der geladene Sonnenwind immer mehr Gas aus der Mars-Atmosphäre ins All schleudert. Visualisierung: NASA/GSFC

Solarwind machte Mars lebensfeindlich

NASA-These: Sonnenpartikel dünnen die Luft unseres Nachbarplaneten immer mehr aus Sonnensystem, 8. November 2015. Der hochenergetische Sonnenwind ist wahrscheinlich schuld daran, dass sich unser Nachbarplanet Mars von einer einst wahrscheinlich feuchtwarmen Welt in einen lebensfeindlichen, trockenen und kalten Felsen verwandelt hat. Diese Hypothese haben US-Forscher aufgestellt und stützten sich dabei auf neuere Messungen der NASA-Raumsonde „Mars Atmosphere and Volatile Evolution“ (MAVEN).

Spukhimmel über Norwegen. Doch nicht Hexen oder Außerirdische, sondern Sonnenteilchen waren dafür verantwortlich. Foto: Bjørn Jørgensen

Halloween: Gruselhimmel über Norwegen

Grotfjord, 31. Oktober 2015. Als Beitrag zur heutigen Halloween-Gruselei hat die europäische Raumfahrtbehörde ESA diese – bereits vor über drei Jahren entstandene – Aufnahme vom Himmel über Grotfjord in Norwegen veröffentlicht. Der Betrachter mag dabei an Chemieunfälle, Alien-Aktivitäten oder Hexen-Spuk denken, tatsächlich aber haben Sonneneruptionen diese Polarlichter im hohen Norden ausgelöst.

Während wir hier unten auf de Erde, geschützt durch Atmosphäre und Erdmagnetfeld, den schönen Sonnenschein zu Pfingsten genießen, toben in der Sonnen-Korona extrem heiße Teilchenströme und Magnetfelder. Abb.: NASA SDO

Wilde Sonnenkrone

Aufnahmen vom SDO-Raumschiff zeigen tobende Magnetfelder in der Sonnen-Korona Sonnensystem, 25. Mai 2015. Keine abstrakte Malerei, sondern eine Visualisierung der Teilchenströme und des launigen Magnetfeldes der Sonne zeigt diese Aufnahme, die die US-Raumfahrtbehörde NASA nun veröffentlicht hat. Dafür hat das „Solar Dynamics Observatory“ (SDO = Solardynamik-Observatorium) die Sonnenatmosphäre in zehn verschiedenen Wellenlängen im Abstand von jeweils zehn Sekunden fotografiert. Das Weltraumteleskop hat die Aufnahmen dann zur Erde gesandt, wo Wissenschaftler diese Daten dann zu einem Bild zusammengesetzt haben.

Die Montage überlagert die Sonne mit dem Borexino-Detektor. Montage: Borexino Collaboration

Sonne brennt mindestens 10.000 Jahre nach

Forscher durchleuchten Stern mit Neutrinos Sonnensystem, 31. August 2014: Würde man heute plötzlich die Energieproduktion unserer Sonne ausschalten, wie gelegentlich in Science-Fiction-Filmen vorexerziert, so „würde es etwa weitere 10.000 Jahre dauern, bis wir davon auf der Erde etwas merken“. Das hat der Dresdner Kernphysiker Prof. Kai Zuber nach einem aufwändigen Neutrino-Experiment eingeschätzt.