Alle Artikel mit dem Schlagwort: Pflege

In Japan experimentieren Forschungseinrichtungen wie das Riken-Zentrum bereits seit Jahren mit dem Robotereinsatz in Haushalten und in der Pflege. Hier ist zum Beispiel ein "Robobear" zu sehen, der einen Menschen tragen kann. Foto: Riken

Roboter gegen den Pflegenotstand

Nachwuchs-Forschergruppe untersucht an HTW Dresden, wie Roboter Pflegern helfen können Dresden, 7. September 2018. Kümmern sich künftig Roboter um pflegebedürftige Senioren und Kranke? Unterhalten Sie sich womöglich in Zukunft mit vereinsamten Rentnern? In Japan gibt es bereits seit Jahren Experimente mit Pflege-Robotik – in Europa hat diese Idee bisher kaum Anhänger gefunden. Doch mit Blick auf den Fachkräfte-Mangel in der Alten- und Krankenpflege ist der Gedanke inzwischen gar nicht mehr so abwegig. „Roboter werden in Dienstleistungsberufen wie der Altenpflege nie den Menschen ersetzen“, betont Prof. Anne-Katrin Haubold von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden. „Aber sie können Beschäftigte entlasten und unterstützen.“

Neue 10-Euro-Banknote in verschiedenen Wellenlängenbereichen. Foto: Fraunhofer-IPMS

Millionen-Ersparnis für Dresden durch neues Pflegegesetz

Bund rechnet deutschlandweit mit halber Milliarde Euro Entlastung für die örtlichen Sozialhilfeträger Dresden, 8. Januar 2015. Die Stadt Dresden wird durch das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II), das 2017 in Kraft tritt, voraussichtlich viel Geld sparen: Wieviel Geld das genau sein wird, könne zwar noch nicht beziffert werden, teilte der Geschäftsbereich Soziales auf Oiger-Anfrage mit. Aber eine finanzielle Entlastung sei zu erwarten.

Pfleger Rico Wendel betreut die 89-jährige Erika Vize, die im ASB-Seniorenheim "Am Gorbitzer Hang" lebt. Foto: Heiko Weckbrodt

Seniorenheime brauchen 10 % mehr Pfleger

Neues Pflegegesetz PSG II ab 2017: Allein in Dresden werden schätzungsweise fast 600 zusätzliche Pfleger benötigt Dresden, 6. Januar 2016. Die Seniorenheime und anderen Pflegeeinrichtungen werden im kommenden Jahr zehn Prozent mehr Pfleger als bisher benötigen. Das geht aus Schätzungen von Ulrich Grundmann hervor, dem Geschäftsführer der „ASB Dresden & Kamenz gGmbH. Für ganz Sachsen würde dies einem Personal-Mehrbedarf von 3500 bis 5700 Pflegern entsprechen, allein in der Landeshauptstadt Dresden benötigen die Heimbetreiber laut diesen vorläufigen Prognosen ab 2017 ziurka 380 bis 600 zusätzliche Pfleger.

Dank moderner Wissenschaft: In fünf Minuten 30 Jahre gealtert

Selbstversuch: Evangelische Hochschule Dresden verwandelt angehende Pflegeexperten in Hochbetagte Dresden, 28. Juni 2013: Plumps: Die massige schwarze Weste hat sich über den Pullover gelegt und verleiht mir mit ihren Rippen das Aussehen eines UN-Soldaten in einem Krisenherd. „Die Gewichte simulieren den Muskelschwund bei Senioren“, erklärt mir Viola Schmidt, während sie an mir herumzupft. Ratsch-ratsch – jetzt hat mir die Forscherin die Ellenbogen mit Klettverschlüssen schwergängig gemacht. Soll mir zeigen, wie die Beweglichkeit mit dem Alter abnimmt, sagt die junge Dame und behängt mich und behängt mich.