Alle Artikel mit dem Schlagwort: Flugzeug

Teil des Resist-Frühwarnsystems: Sensor zur Funktionsüberwachung einer Schaltung. Foto: Fraunhofer IIS/EAS

Bordelektronik erkennt eigene Altersschwäche

Resist-Programm soll Bauelemente in Autos und Flugzeugen ausfallsicherer machen Dresden, 15. Mai 2018. Moderne Autos und Flugzeuge enthalten immer mehr Elektronik, an deren Zuverlässigkeit Menschenleben hängen – man denke nur an den Trend zum autonomen Fahren. Diese Bordelektronik soll in Zukunft nicht nur zehn bis 15 Jahre lang garantiert halten, sondern mehr als doppelt so lange: 25 bis 35 Jahre. Um dies zu erreichen, hat ein internationales Konsortium „Resist“ aus Instituten und Technologiefirmen nun besonders ausfallsichere Elektronik entwickelt. Die Computerchips und Bauelemente überwachen nun zum die eigene Alterung, erkennen ein drohendes Versagen und sollen selbst bei Teilausfällen noch weiter ihre Grundfunktionen aufrecht erhalten. Das geht aus einer Mitteilung des Fraunhofer-Institutsteils „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (IIS-EAS) aus Dresden hervor, das die Entwicklungsarbeiten in Deutschland koordiniert hatte.

Neben Satelliten-vermitteltem Handy-Verbindungen will die Telekom künftig auch durch LTE-Masten auf der Erde, die nach oben senden, Flugzeug-Passagiere mit LTE-Datenfunk erreichen. Abb.: Deutsche Telekom

Telekom plant schnellen LTE-Datenfunk für Flugzeuge

Marktstart 2018: Antennen sollen bis in 10 km Höhe senden Bonn/Barcelona, 22. Februar 2016. Die Deutsche Telekom will künftig schnelle LTE-Datenfunkverbindungen auch in Flugzeugen möglich machen. Das Bonner Unternehmen plant, dafür bis zum Marktstart Anfang 2018 europaweit rund 300 Funkstandorte für LTE- („Long Term Evolution“) aufzubauen, deren Antennensignale nach oben gerichtet sind und bis in zehn Kilometer Höhe reichen.

Hat eigentlich Soziologie studiert, leitet jetzt aber ein Unternehmen voller Ingenieure: Geschäftsführerin Mandy Schipke erzählt auf der Messe "Karrierestart", wie das Dresdner Technologie-Startup "NOVUM" innerhalb eines Jahres nach der Gründung rentabel wurde. Foto: NOVUM

Lebensverlängernder Autopilot für Brennstoffzellen

Junges Unternehmen NOVUM aus Dresden entwickelt Diagnose-Wechselrichter, der drohende Ausfälle in Mini-Kraftwerken verhindern soll Dresden, 19. Januar 2016. Damit Brennstoffzellen länger funktionieren und auch im laufenden Betrieb preiswerter werden, hat das junge Ingenieurunternehmen „NOVUM engineerING“ aus Dresden einen neuartigen Diagnose-Wechselrichter entwickelt. Dieses Gerät könne die Lebensdauer solcher Mini-Kraftwerke erheblich verlängern, sagte NOVUM-Geschäftsführerin Mandy Schipke heute in Dresden. In 80 Prozent der Problemfälle sei der eingebaute „Autopilot“ imstande, sich anbahnenden Fehlfunktionen und Systemausfällen gegenzusteuern, bevor die ganze Brennstoffzelle kaputt gehe, betonte sie. Dadurch könne oftmals der teure Besuch von Servicetechnikern eingespart werden.

Abb.: Airbus

Netznutzer wollen auch im Flugzeug surfen

Berlin, 12. August 2015. 44 % der deutschen Netznutzer würden gern auch im Flugzeug ins Internet gehen, hat eine Bitkom-Umfrage ergeben. Bisher erlauben dies nur bei wenige Fluggesellschaften und dies auch zu meist recht hohen Preisen. Gründe: Technische Geräte gelten immer noch als Störungsquelle für die Bordinstrumente, zum anderen ist der Aufwand so hoch über dem Boden groß, Internetverbindungen auch im Flieger bereitzustellen.

Die Suragus-Prüfanlagen verwenden Wirbelströme, um die Qualität von Karbon-Bauteile in Sekundenbruchteilen zu testen. Foto: Heiko Weckbrodt

Leichtbau-Boom beflügelt Dresdner Karbon-Prüfexperten

Fraunhofer-Ausgründung „Suragus“ sorgt für Qualität in Kohlenstoff-Autos und -Flugzeugen Dresden, 7. Mai 2015. Die wachsende Nachfrage für Karbon und andere Leichtbau-Materialen im Automobil- und Flugzeugbau sorgt bei der Werkstoff-Prüffirma „Suragus“ in Dresden wachsende Nachfrage. Die Fraunhofer-Ausgründung hat ein spezielles Hochfrequenz-Wirbelstrom-Verfahren entwickelt, das die Qualität von Bauteilen aus Kohlenstoff-Verbundwerkstoffen, Nanoröhrchen und anderen Hightech-Werkstoffen mit hoher Geschwindigkeit testen kann. Die Resonanz – insbesondere auch internationaler – Kunden darauf sei sehr groß, sagte Suragus-Chef Marcus Kleine.

Siemens-Ingenieure mit dem Rekord-Elektromotor. Foto: Siemens

Super-Elektromotor von Siemens für Flugzeug-Antriebe

München/Dresden, 25. März 2015: Siemens hat den nach eigenen Angaben leistungsfähigsten Elektromotor für Flugzeuge und andere Luftfahrzeuge entwickelt. Der E-Motor wiegt nur 50 Kilogramm und kommt auf 250 Kilowatt elektrische Leistung. Dies sei ein Weltrekord. „Dank seines Rekord-Leistungsgewichtes können nun erstmals auch größere Flugzeuge mit Startgewichten von bis zu zwei Tonnen elektrisch angetrieben werden“, schätzte Siemens ein.

Gibts nun auch in einer goldenen Ausführung - hier mit Glarsicht-Hülle: Das iPhone 5s von Apple. Foto: Heiko Weckbrodt

Mehrheit gegen Smartphone-Verbot im Flugzeug

Berlin, 27. Februar 2014: Begrüßte eine Mehrheit der Deutschen noch vor ein paar Jahren das Handy-Verbot über den Wolken, ist das Meinungsbild inzwischen gekippt: Zwei Drittel aller Bundesbürger sind dafür, dass Telefonate und Internetnutzung in Flugzeugen wieder erlaubt werden. Das haben repräsentative „Aris“-Umfragen für den deutschen Hightech-Verband „Bitkom“ in Berlin ergeben. Noch vor drei Jahren hatten 55 Prozent der Befragten die Handynutzung an Bord abgelehnt.

Außen Bronze, innen Kunststoff: Büste von Feliks Dzierżyński. Foto: Heiko Weckbrodt

Terror-Feliks, Stasi-LPs und ein verschollenes Flugzeug

Ein Vierteljahrhundert nach der Wende sind originale Stasi-Devotionalien in Dresden rar geworden Dresden, 22. Januar 2014: Nach einem Generalumbau und mehreren Verzögerungen wird die erneuerte Gedenkstätte „Bautzner Straße“ in der ehemaligen Dresdner Stasi-Bezirksverwaltung voraussichtlich im Mai wiedereröffnet, wie Herbert Wagner – Dresdner Ex-Oberbürgermeister und nun Vorsitzender des Trägervereins der Gedenkstätte, auf Anfrage bestärigte. Doch sein Plan, dort neben der „Opferperspektive“ im Hafthaus nun auch die „Täterperspektive“ zu zeigen, hakt noch. Denn 25 Jahre nach der Erstürmung der Dresdner MfS-Bezirksverwaltung sind Stasi-Devotionalien und -Equipment beliebte Ausstellungs-Exponate – allerdings auch rar geworden: Die Stücke aus dem stasi-eigenem Traditionskabinett an der Fischhausstraße sind auf mysteriöse Weise verschollen. Auch ein Aufruf der Gedenkstätte „Bautzner Straße“ an ehemalige Demonstranten, mitgenommene MfS-„Souvenirs“ im Museum abzuliefern, verhallte weitgehend ohne Erfolg. Die verbliebenen Stücke aus dem Stasi-Fundus hütet Konrad Felber, der Dresdner Außenstellenleiter der Stasi-Unterlagenbehörde BStU, nun wie seinen Aufapfel.