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Fliegendes Experimentallabor für die Uni Dresden

Das Forschungsflugzeug Diamond Aircraft DA62 MPP der TU Dresden. Foto: Diamond Aircraft via TUD
Das Forschungsflugzeug Diamond Aircraft DA62 MPP der TU Dresden. Foto: Diamond Aircraft via TUD

Ingenieure wollen das abgasfreie Fliegen der Zukunft mit einer umgebauten „Diamond Aircraft“ erproben

Dresden, 31. März 2025. Mit einem neuen Uni-Flugzeug wollen Dresdner Leichtbau- und Luftfahrtingenieure umweltfreundlichere Fliegen der Zukunft erforschen. Dazu gehören auch abgasfreie Antriebe. Dafür haben sich die Institute für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) sowie für Luft- und Raumfahrttechnik (ILR) der TU Dresden eine „Diamond Aircraft DA62 MPP“ gekauft. Das geht aus einer Mitteilung der Dresdner Exzellenz-Universität hervor.

„Fliegendes Testlabor für fossilfreie Antriebstechnologien“

„Das hochmoderne Flugzeug wird künftig als fliegendes Testlabor für die Entwicklung und Erprobung von fossilfreien Antriebstechnologien genutzt“, kündigen die Forscher an. Damit werde es möglich, „mehrere Technologien simultan unter realen Flugbedingungen“ zu testen, darunter auch neue Sensoren und Leichtbau-Konzepte.

Stationiert in der Lausitz

Die Wissenschaftler wollen ihr neues Flugzeug in der Lausitz stationieren. Dort möchten sie es unter anderem für die Projekte ihres „Smart Mobility Labs“ in Hoyerswerda einsetzen. Dazu gehören beispielsweise Versuche im Zuge des „Flofu“-Programms mit Wasserstoffspeichern, Brennstoffzellen und Turbogeneratoren. Das fliegende Experimentallabor soll aber auch für regionale Unternehmen nutzbar sein sowie für gemeinsame Luftfahrt-Vorhaben mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, der TU Berlin und weiteren Partnern einspannen.

Es handelt sich nicht um das erste Forschungsflugzeug der Dresdner Uni: Die TUD hatte 2023 der Uni Braunschweig bereits eine Cessna 172 mit der Kennung „D-EMWF“ abgekauft.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: ILK, Oiger-Archiv, Wikipedia

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger