IHK Dresden fordert Ausbau der Bahnstrecke Dresden-Görlitz

Wirtschaftsvertreter verweisen auf hohe Bedeutung der Ost-West-Achse für die Zukunft der Lausitz
Dresden, 25. Juli 2024. Wirtschaftsvertreter haben vom Bund und der Deutschen Bahn einen Ausbau der Zugstrecke zwischen Dresden und Görlitz gefordert: „Als die wesentliche Ost-West-Achse in der Oberlausitz soll sie endlich ihrer Bedeutung im Fernverkehr und im Nahverkehr gerecht werden können“, appellierte Vize-Hauptgeschäftsführer Thomas Ott von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden.
Kurz zuvor hatten Bund, Bahn und Sachsen den Ausbau und die Elektrifizierung von mehreren Bahnstrecken vereinbart, darunter der zwischen Cottbus und Görlitz. Dies sei ein großer Erfolg – doch für die Elektrifizierung der Strecke zwischen Dresden und Görlitz gebe es eben immer noch keine Finanzierungsvereinbarung, kritisierte die Kammer.

Hintergrund: Sachsen bemüht sich seit einiger Zeit verstärkt darum, die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Verbindungen zwischen dem Freistaat, dem polnischen Teil von Schlesien und Böhmen zu verstärken. Zudem sind im Zuge von Kohleausstieg und Strukturwandel in Görlitz das Deutsche Zentrum für Astrophysik (DZA), ein Wasserstoff-Entwicklungscampus und weitere Forschungsaktivitäten geplant, für die voraussichtlich auch viele Wissenschaftler zwischen Dresden und Görlitz hin- und herpendeln dürften.
Autor: hw
Quellen: IHK DD, SSK, Oiger-Archiv

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