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Sachsen lobt 15 Millionen Euro für Innovationsnetze aus

Die Vislualisierung zeigt den inneren Aufbau eines "Rotationskinetischen Speichers" (RKS) auf Schwungrad-Basis mit einem Menschen zum Größenvergleich. Foto: Stiftungsprofessur für Baumaschinen, TUD

Auch neue Energiespeichersysteme sind gefragt – hier beispielhaft ein „Rotationskinetischer Speicher“ (RKS) auf Schwungrad-Basis. Foto: Stiftungsprofessur für Baumaschinen, TUD

Verbünde sollen Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Industrie stärken

Dresden, 13. Mai 2024. Sachsen lobt noch einmal insgesamt 15 Millionen Euro für maximal drei Innovations-Verbünde (neudeutsch: „Cluster“) aus. Das Fördergeld soll helfen, binnen zehn Jahren wegweisende Technologien in den Segmenten „Industrien der Zukunft“, Energie, Mobilität und Gesundheit zu entwickeln. Das hat das Wirtschaftsministerium in Dresden angekündigt.

Minister hofft auf Transformation und große Marktpotenziale

„Nur mit Innovation gelingt die Transformation“, ist Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) überzeugt. „Der Freistaat unterstützt deshalb weiterhin innovative Netzwerkprojekte, die zur digitalen und/oder ökologischen Transformation der sächsischen Wirtschaft beitragen und große Marktpotenziale erschließen.“

Geld floss bisher bereits in Kreislauf- und Wasserstoffwirtschaft

Bisher hat der Freistaat bereits mehrere Innovationsverbünde, freilich mit anderen Schwerpunkten, millionenschwer gefördert. Dazu gehören die Netzwerke „Circular Saxony“ mit dem Schwerpunkt „Kreislaufwirtschaft“, „C³ Saxony“ (Leichtbau mit Carbonbeton), „Wasserstoffland Sachsen“ (zuvor „HZwo – Antrieb für Sachsen“), „Set4Future“ (Bahntechnik) und „Smart Medical Devices and Therapies“ (Biotechnologie).

Die Schwerpunkte

Auch die neuen Projekte müssen sich auf ein für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Sachsens relevantes Themenfeld beziehen, heißt es aus dem Ministerium. Als Antragssteller kommen Verbünde aus mindestens 15 festen Akteuren in Frage, wobei die meisten davon Unternehmen sein müssen. Die aktuelle Förderrunde zielt vor allem auf folgende Themen:

  • Industrien der Zukunft: energie- und ressourceneffiziente Produktion sowie neue Werkstoffe und Materialien, smarte Technologien
  • Energie: effiziente Energienutzung, emissionsarme Energiebereitstellung in Erzeugung und Transport, sichere und flexible Energieversorgung, Sektorenkopplung
  • Mobilität: effiziente und umweltfreundliche Fahrzeugkonzepte, Antriebstechnologien und Kraftstoffe sowie Verkehrssysteme
  • Gesundheit: qualitativ hochwertige, nachhaltige sowie personalisierte Produkte und Dienstleistungen für die medizinische und pflegerische Versorgung

Die „Sächsische-Aufbaubank“ (SAB) nimmt die Anträge bis zum 15. August 2024 entgegen. Nähere Infos dazu gibt es hier im Netz.

Autor: Oiger

Quellen: SMWA, Oiger-Archiv, Wikipedia

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt