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Neuer Laborkomplex für HTW Dresden

Der neue Lehr- und Laborkomplex der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Foto: Till Schuster für die HTWDD

Der neue Lehr- und Laborkomplex der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Foto: Till Schuster für die HTWDD

Neubau kostet 69 Millionen Euro – und wird nun noch fertig ausgestattet

Dresden, 13. Mai 2024. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) bekommt für rund 69 Millionen Euro ein neues Lehr- und Laborgebäude – und das soll „Standards im nachhaltigen Bauen“ setzen. „Unser Ziel ist ein geringer ökologischer Fußabdruck“, betonte der sächsische Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) heute zur Einweihung. „Das Pilotprojekt hat wichtige Erkenntnisse gebracht, die in zukünftige Bauten des Freistaates einfließen.“

Ab dem Wintersemester betriebsbereit

Ganz abgeschlossen ist das Ausbau-Projekt allerdings noch nicht: Derzeit lässt die Hochschule die neuen Speziallabore und Büros noch ausstatten. Ab dem Wintersemester 2024/2025 steht das Gebäude dann für Lehre und Forschung zur Verfügung. „Der Neubau ist sowohl für unsere Hochschule als auch für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Dresden ein großer Gewinn“, schätzte HTW-Rektorin Prof. Katrin Salchert ein. „Mit der räumlichen Erweiterung und der Einrichtung moderner Labore verbessern sich die Bedingungen für unsere Studierenden, Lehrenden und Forschenden deutlich. Ganz im Sinne unseres anwendungsorientierten Anspruchs können Praktika nun noch umfangreicher und anschaulicher durchgeführt werden.“

Professorin Katrin Salchert ist ab 2020 Rektorin der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden. Foto: HTW Dresden

Prof. Katrin Salchert. Foto: HTW Dresden

Neue Lehr- und Forschungsmöglichkeiten für Bauingenieure, Wasserbauer und Designer

Der Neubau umfasst insgesamt 8000 Quadratmeter Büros, Labore und Werkstätten. Herzstück ist ein neues Baustoff-Technikum mit Laboren für Betontechnologie, Geotechnik, Verkehrsbau und Wasserwesen. Das Gebäude hat laut Regierungsangaben eine besondere wärmedämmende Hülle und eine Solaranlage. Außerdem sammelt es in einer Zisterne Regenwasser, um damit WC- und Außenbewässerungs-Anlagen zu speisen und dabei Trinkwasser zu sparen. „Beim Bau wurden schadstoffarme und in ihrer Herstellung weniger energieintensive Baumaterialien verwendet“, versichert das Finanzministerium. 300 neue Fahrradstellplätze sollen zudem das Radfahren fördern. Am Haupteingang des neuen Gebäudes ist ein Wandrelief mit dem Titel „work in progress“ des Dresdner Künstlers Roland Fuhrmann angebracht.

Eigener Brunnen für studentische Übungen

Auch die Wasserbauer und Designer ziehen hier ein. So können Studenten beispielsweise im Labor für Wasserbau den Einbau einer Unterwasser-Motorpumpe mit einem Kran und die Brunneninspektion mit einer Brunnenkamera trainieren. Zudem bekommt die Fakultät Design neue Lehrräume und Werkstätten. Auch mehrere Forschungsgruppen ziehen ein. Geplant ist noch ein Kreativzentrum, in dem Studenten, Dozenten und Forscher fachübergreifende Projekte entwickeln können. Und als Schnittstelle zur regionalen Wirtschaft gibt es zwei große „Co-Working“-Großraumbüros, in der auch die Teams der „Gründungsschmiede“ arbeiten.

Hochschule hat derzeit rund 4800 Studenten

Gegenwärtig hat die HTW Dresden rund 4800 Studenten. Sie bietet 40 Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor, Master und Diplom an. Dazu gehören Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Geoinformation, Maschinenbau, Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Landbau, Umwelt, Chemie und Design. Die Hochschule war 1992 im Gebäude der ehemaligen Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List“ entstanden. Neben dem Campus am Hauptbahnhof Dresden hat sie einen weiteren Campus in Dresden-Pillnitz für die Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie.

Autor: Oiger

Quellen: SMF, HTWDD, Oiger-Archiv, Wikipedia

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt