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VW-Arbeiter bekommen Datenbrillen

Ein Arbeiter im VW-Werk Wolfsburg identifiziert mit der Datenbrille rasch eine Scheibe. Foto: VW

Ein Arbeiter im VW-Werk Wolfsburg identifiziert mit der Datenbrille rasch eine Scheibe. Foto: VW

Digitale Hilfe bei der Teile-Suche

Wolfsburg, 25. November 2015. Volkswagen setzt seinen Arbeitern in der Autofabrik Datenbrillen auf: Nach einem dreimonatigen Piloteinsatz haben zunächst 30 Mitarbeiter im Lager Wolfsburg solche Computer-Brillen bekommen, mit denen die Träger einerseits ihr reales Umfeld sehen können, über die Brille aber auch digitale Zusatzinformationen eingeblendet bekommen. Das geht aus einer VW-Meldung hervor.

Brille ist gleichzeitig Barcode-Scanner

Die Brillen können mit Berührungsgesten oder per Sprachbefehl gesteuert werden – dadurch behalten die Träger beide Hände frei. Sie zeigen den VW-Arbeitern an, an welchem Platz im Lager zum Beispiel die gerade benötigte Frontscheibe oder Gelenkwelle zu finden ist. „Die Kamera der Brille dient zudem als Barcode-Scanner“, teilte der Konzern mit. „Hierbei werden richtige Barcodes und Entnahmen in grün dargestellt und falsch entnommene Teile rot eingefärbt.“

„Der Nutzen von neuer Technik wie den Datenbrillen lässt sich nur dann vernünftig bewerten, wenn wir sie auch im Serieneinsatz checken“, kommentierte VW-Betriebsrat Mario Kurznack-Bodner. „Dabei gehen die Kolleginnen und Kollegen unvoreingenommen an die Sache.“

Auch KBA testet Datenbrillen

Auch andere Industrieunternehmen und Dienstleister wie der Druckmaschinen-Hersteller KBA testen derzeit den Einsatz von Datenbrillen, um durch eingeblendete Zusatzinfos (zum Beispiel Handbücher) Monteuren und Reparateuren die Arbeit zu erleichtern. Dahinter steht meist ein Konzept „Erweiterter Realität“ (Augmented Reality).

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