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Wachsen Roboter und 3D-Drucker zusammen?

Der Solarmodul-Hersteller setzt in seiner Dresdner Fabrik auch auf Automatisierung. Abb.: Solarwatt

Industrieroboter. Abb.: Solarwatt

Mit 3D-Druckern lassen sich heute nahezu beliebige Einzelteile aus Kunststoff kreieren. Günstige 3D-Drucker kosten nur noch zwischen 500 und 3000 Euro. Foto: Makerbot

3D-Drucker. Foto: Makerbot

Cambridge, 18. Juli 2015. Die Märkte für Roboter und 3D-Drucker könnten in naher Zukunft so eng zusammenwachsen, dass beide Maschinenklassen kaum noch zu unterscheiden sind. Diese These stellt jedenfalls Dr Jon Harrop vom Marktforschungs-Unternehmen „IDTechEx“ auf. Er verweist in seinem Exposé zur Analyse „3D Printing 2015-2025“ auf einen Branchentrend, 3D-Drucker mit Manipulatoren zu versehen, die an einem gedruckten Werkstück Materialien hinzufügen oder entfernen können – damit gebe es dann keinen Unterschied mehr zu den offiziellen Definitionen eines Industrieroboters (automatischer, programmierbarer Universal-Manipulator mit mindestens drei Freiheitsgraden).

2013 wurden weltweit 178.000 Industrieroboter verkauft

Laut der internationalen Roboter-Förderation IFR hat sich der Industrieroboter-Absatz seit Mitte der 1990er Jahre mehr verdoppelt: von rund 70.000 verkauften Robotern im Jahr 1995 auf 178.000 Stück im Jahr 2013. Hauptabnehmer-Länder waren China , die USA und Taiwan, größter Markt für die Roboterhersteller in Europa war Deutschland. IDTechEx rechnet damit, dass der Markt für 3D-Drucker bis zum Jahr 2025 ein ähnliches Volumen haben wird wie der für Industrieroboter heute.