Forschung, News
Schreibe einen Kommentar

Tempo statt Panzer

So etwa sollen die neuen Tempo-Vehikel aussehen, die sich die DARPA als Panzer-Alternative vorstellt. Visualisierung: DARPA

So etwa sollen die neuen Tempo-Vehikel aussehen, die sich die DARPA als Panzer-Alternative vorstellt. Visualisierung: DARPA

DARPA will extrem schnelle Kampfvehikel übers Schlachtfeld flitzen lassen

Arlington, 22. August 2014: Das US-Militär erwägt, künftig insektenartige Tempovehikel auf den Gefechtsfeldern einzusetzen, die Soldaten extrem schnell zu Einsatzorten bringen. Statt immer schwerere Panzer mit immer aufwendigeren Schutzvorrichtungen zu bauen, will die auf Rüstungsforschung spezialisierte US-Agentur „DARPA“ dafür kleinere, extrem bewegliche Kampffahrzeuge konstruieren lassen. Die sollen so wendig und schnell sein, dass sie nur schwer zu orten und zu treffen sind. Das „GXV-T“-Programm repräsentiere einen völligen Neuansatz und Bruch mit 100 Jahren Panzer-Entwicklung, schätzte die DARPA ein.

Seit I. Weltkrieg Wettlauf zwischen Panzerung und panzerbrechender Munni

Tempo, Beweglichkeit und schwere Ortbarkeit sollen Soldaten in den GXVT-Fahrzeugen besser schützen als in Panzern. Abb.: DARPA

Tempo, Beweglichkeit und schwere Ortbarkeit sollen Soldaten in den GXVT-Fahrzeugen besser schützen als in Panzern. Abb.: DARPA

Die Forschungsagentur mit Sitz in Arlington/Virginia verwies darauf, dass seit dem Ersteinsatz im I. Weltkrieg zwar immer besser geschützte Panzer entwickelt worden seien, aber die Entwicklung panzerbrechender Waffen diesen Schutzvorrichtungen ständig vorausgeeilt sei, während die Kampffahrzeuge durch ihre wachsende aktive und passive Panzerung aber eben auch sehr schwer und behäbig geworden seien – und dadurch ein gutes Ziel für den Gegner abgeben.

Höhepunkt war deutsche Porsche-„Maus“: Tempo 20 & 188 Tonnen:

Überschwerer deutscher Panzer "Maus" im Kubika-Museum. Foto: Superewer, Wikipedia, gemeinfrei

Überschwerer deutscher Panzer „Maus“ im Kubika-Museum. Foto: Superewer, Wikipedia, gemeinfrei

Zu den zweifelhaften Höhepunkten dieser Entwicklung gehörte der von Porsche entwickelte überschwere Panzerkampfwagen VIII „Maus“ der deutschen Wehrmacht, der 188 Tonnen wog, schwer bewaffnet war – aber nur in einem Schneckentempo von 20 Stundenkilometern voran kam. Zum Vergleich: Heutige Kampfpanzer wiegen etwa ein Drittel davon und erreichen etwa 70 km/h. Autor: Heiko Weckbrodt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.