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„Xperia Z1“: Wasserdichtes Sony-Smartphone im Test

Das Xperia Z1 im Tauchtest. Foto: Heiko Weckbrodt

Das Xperia Z1 im Tauchtest. Foto: Heiko Weckbrodt

Handy steckt auch Kaffee, Saft und Strand weg

Neben Lemming-Sprüngen aus der Jacket-Brusttasche (vorzugsweise auf betonierte Flächen) gehört das Ersaufen zu den häufigsten Todesursachen von Computertelefonen: Die iPhones und anderen sauteuren Smartphones, die bisher das nasse Grab im Spül- oder Klobecken gesucht haben, füllen Legionen. Gegen diesen Super-GAU verspricht Sony mit seinem „Xperia Z1“ Vorsorge: Das 5-Zoll-Smartphone hält bis zu 30 Minuten unter Wasser aus, versprechen die Japaner – und in unseren Praxistests wurde dies auch eingelöst.

Völlig versehentlich bekam unser angeschaltetes Test-Handy erst ein Kaffee-Bad, dann einen Schuss Fruchtsaft und noch mal etwas Kaffee, um sich dann eine reichlich Viertelstunde lang im gefüllten Waschbecken zu aalen. Zwar spielte das Z1 etwas verrückt und rief unter Wasser unwillkürlich Apps auf – wahrscheinlich interpretierte es die Feuchtigkeit als Fingerschweiß -, war aber danach sofort wieder betriebsbereit. Auch haben wir es für Testzwecke zwei Wochen lang bewusst mit an Sandstrände genommen, auch dort aber versagte das Gerät nicht.

Testvideo (hw):

Schneller Prozessor

Auch erwies sich das Smartphone als recht schnell: Beim Futuremark-Leistungstest „3DMark – Ice Storm Unlimited“ ließ es mit 17.273 Punkten sogar das iPhone 5s (15.076 Punkte) hinter sich. Angetrieben wird es durch den 4-Kern-Prozessor „Snapdragon 800“ bei 2,2 Gigahertz, als Betriebssystem ist Android 4.4.2 im Einsatz. Dazu hat Sony eine 20,7-Megapixel-Kamera eingebaut, die zwar nicht überragende, aber für ein Smartphone doch überdurchschnittliche Bilder liefert.

Akku, WLAN und Ortung eher schwach

Allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte. So saugt das Z1 einerseits seinen Akku recht schnell leer, nach nur anderthalb Urlaubstagen mit dabei üblicher WLAN-, LTE- und Kamera-Nutzung war es so gut wie ausgepumpt. Auch lassen der WLAN-Empfang sowie der elektronische Kompass und das GPS-Modul etwas zu wünschen übrig, die Ortungsfunktionen sind etwas unpräzise. Zudem wirkte das Display-Glas nach zwei Wochen am Strand leicht zerkratzt aus – hier sollte Sony über ein besseres Schutzglas nachdenken, das man bei einem Listenpreis von 450 Euro auch durchaus erwarten kann.

Fazit:

Unser Resümee fällt gemischt aus: Ein wasserdichtes Handy ist im Urlaub viel wert, auch kann das Z1 mit Reaktionsfreudigkeit und Tempo punkten. Die Foto- und die Display-Qualität sind gut, aber nicht Spitze. Beim WLAN-Modul, Akku und Bildschirmglas sollte der Hersteller nachbessern. Autor: Heiko Weckbrodt

„Xperia Z1“ (Sony), Smartphone

 

Foto: Sony

Foto: Sony

Technische Daten:

Masse: 169 Gramm

Bildschirm: 5”

Kamera: 20,7 MP

Betriebssystem: Android 4.4.2

Prozessor: Snapdragon 800 (Qualcomm) @ 2,2 GHz, 4 Kerne

Besonderheit: wasserdicht

Preis: ca. 400-450 Euro, je nach Anbieter

Mehr Infos von Sony hier

3 Kommentare

  1. phenom sagt

    Zum zerkratzten Displayglas: das angebliche Glas ist eine von werkaus aufgebrachte Schutzfolie,die das Splittern des Displays verhindern soll. Unter der Folie befindet sich dann echtes kratzfestes Glas (das ist im Übrigen sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite der Fall).
    Zum Akku: 1,5-2 Tage Nutzungsdauer bei normaler alltäglicher Verwendung sind bei den heutigen Geräten mit dieser Displaygröße nicht wirklich als schlecht zu bezeichnen.
    Zur Kamera: Die Qualität der Bilder reicht tatsächlich von extrem schlecht bis ziemlich gut. Der vollautomatische Modus ist dabei eigentlich fast immer die schlechtere Wahl. Im manuellen Modus gibt es mit den richtigen Einstellungen, einer ruhigen Hand und Glück beim Licht durchaus akzeptable Bilder – vor Allem Nahaufnahmen. Was durchaus auch erwähnenswert ist ist der 3-fache (eventuell optische) Zoom, der sich stark vom üblichen digital zoom unterscheidet. Unterwasserfotos können im Übrigen sehr wohl gemacht werden, nämlich mit dem Kamerabutton an der Seite des Geräts. Damit lässt sich die Kamera aus dem Stand by starten und auslösen – man muss dann jedoch mit dem Automatik Modus vorlieb nehmen
    zur Qualität von GPS und Co kann ich leider nicht allzu viel sagen, aber wenn ich es benötige findet sich eigentlich immer recht schnell ein Signal.

    Tut mir leid für den Text, aber als Besitzer eines Z1 musste ich die paar Dinge einfach richtigstellen 😉
    Für jeden der an diesem Gerät gefallen findet sei eventuell auch der Nachfolger Z2 ans Herz gelegt: besseres Display, noch stärkerer Akku und Stereolautsprecher 😉

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