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50 Terabyte: Nationalbibliothek sichert halbe Million CDs

Frankfurt am Main/Leipzig, 2.2.2012: Die Deutsche Nationalbibliothek archiviert derzeit rund eine halbe Million CDs aus ihren Beständen, vorwiegend sind dies Musik-Tonträger. Bereits bis Ende 2011 war der Speicherbedarf allein für dieses Digitalisierungsprojekt auf rund 50 Terabyte (Billionen Zahlen) angestiegen, wie der Elektronikkonzern IBM mitteilte, der nun ein neues Speicher- und Abrufsystem für die Daten installiert hat.

Eingesetzt wurde die Speicherlösung IBM Scale Out Network Attached Storage (SONAS), die die CDs auf Bänder umkopiert und – für den katastrophenfall – Sicherheitskopien an den beiden Standorten Frankfurt/M. und Leipzig anlegt. „Besonders unsere Nutzer profitieren von der neuen Lösung“, erklärte Reinhard Altenhoener von der Deutschen Nationalbibliothek. „Sie können nun einfach eine CD auswählen und diese direkt über ein Audiosystem anhören.“

Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt als einzige Institution in Deutschland lückenlos alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen ab 1913, archiviert diese dauerhaft, verzeichnet sie bibliografisch und stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung. hw

2 Kommentare

  1. zweifler sagt

    Hm, 50 TB passen auf 25 externe Festplatten à 150 Euro aus dem Regal im Mediamarkt. Sind die paar Daten wirklich eine solche Meldung wert?

    • Hallo Zweifler,
      die Datenmenge erscheint inzwischen gar nicht mehr so groß. Aber bei der Langzeitarchivierung ist eben ein viel größerer Aufwand nötig als im Heimgebrauch – da sind Vorkehrungen notwendig, dass diese Daten auch in 100 Jahren und mehr noch abrufbar und auslesbar sind, nicht zu vergessen die parallele Verfügbarkeit für viele Nutzer. Da steckt schon etwas mehr Arbeit dahinter, als ein paar ext. Platten im Mediamarkt zu holen und umzukopieren.
      Grüße
      Heiko Weckbrodt

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