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Unis Dresden und Freiberg gründen mit Cisco Exzellenz-Zentrum

Das Rechenzentrum der TU Dresden. Abb.: ZIH

Das Rechenzentrum der TU Dresden. Abb.: ZIH

Dresden/Freiberg/München, 17.12.2011: Der „Arbeitsplatz der Zukunft“ und neuartige Cloud-Computing-Dienste  stehen im Mittelpunkt eines „Centers of Excellence“, das TU Dresden, die Bergakademie Freiberg, Netzwerkspezialist Cisco, VMWare und weitere Unternehmen nun vereinbart haben. Dazu gehören auch großangelegte Alarmübungen, bei denen der Ausfall der gesamten Computerinfrastruktur an einer Uni und die nahtlose Übernahme der Ressourcen einer anderen Hochschule simuliert werden.

„Damit betreten wir im deutschen Bildungssektor Neuland“, erklärt Professor Dr. Wolfgang Nagel, Direktor des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der TU Dresden. „Durch diese Einrichtung können Anwendungen erstmals standortübergreifend genutzt werden. Damit möchten wir einen neuartigen Weg zur Vernetzung von Hochschulen einschlagen, der nicht nur innovative Services, höhere Flexibilität und verbesserte Datenredundanz ermöglicht, sondern mittelfristig auch Kosten und Ressourcen spart.“

Ein Ziel sei es, so die Porjektpartner, Studenten und Fachbereichen unabhängig von Standort, verwendeter Plattform oder Gerät, den Zugriff auf zentral angebotene Ressourcen zu ermöglichen. Die Universitäten testen dazu die bereitgestellte Infrastruktur, um erstmals in Deutschland Shared Services zwischen zwei Hochschulen im größeren Maßstab zu erproben.
In einem ersten Anwendungsszenario sollen virtuelle Arbeitsplätze für ein studentisches Praktikum an der Fakultät Informatik der TU Dresden bereitgestellt werden. Anschließend ist eine Weiterentwicklung dieser virtuellen studentischen Arbeitsplätze als „Arbeitsplatz für Prüfungen“ geplant. In einem zweiten Anwendungsszenario wird ein virtueller Arbeitsplatz für Mitarbeiter entwickelt, der als Standard-Desktop und als Individual-Desktop verfügbar sein wird. Dieser Arbeitsplatz soll ein IP-Telefon und weitere zentrale Anwendungen einschließen. Die zunächst an der TU Dresden entstandenen Arbeitsplätze werden so flexibel angelegt, dass eine Übernahme an der TU Bergakademie Freiberg leicht möglich ist.

Bereits ab Januar 2012 sind Tests zur Hochverfügbarkeit geplant. Dabei werden insbesondre Server-Ausfälle simuliert und Datenspiegelungen vorgenommen. Abschließend wird sogar der Ausfall eines gesamten Standorts mit Dienstübergabe an den anderen Standort simuliert. hw

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