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Bluray „Transformers 3“: Infantile Story aufwändig in Szene gesetzt

Oh Schreck: Der kann sich jederzeit in ein Auto verwandeln. Abb. (3): Paramount

Oh Schreck: Der kann sich jederzeit in ein Auto verwandeln. Abb. (3): Paramount

Knall-Quietsch-Bumm: Wieder einmal müssen Sam (lieb und schön), seine Spielzeugroboter (lieb und bunt) plus seine neue Ische Carly (lieb und rattenscharf) die Welt retten. Denn diesmal wollen die Decepticon-Spielzeugroboter (schwarz und böse) gleich die ganze Menschheit versklaven – um ihren Heimatplaneten Cybertron zur Erde teleportieren und wieder aufbauen zu können. Das Ganze nennt sich „Transformers 3“ und ist Michael Bays neuer Beitrag zum Weltkulturerbe.

Natürlich hat Bay im dritten Teil alle Zutaten für die Kassenerfolg-Synthese noch einmal verstärkt: Sie Kämpfe sind noch spektakulärer, zumindest im Kino gab’s eine technische Dimension obendrauf (in 3D wirkt das Actionspektakel besonders spektakulär) und auch das englische Model Rosie Huntington-Whiteley gibt sich alle Mühe, als Nachfolgerin von Megan Fox das männliche Publikum noch mehr aufzugeilen, wenn sie langbeinig durchs Kampfchaos stelzt. Dafür bleibt Shia LaBeouf alias Sam bei bewährten Tugenden: Einfach schmalzig dreinschauen und möglichst wenig Schauspielhandwerk zeigen. Wobei man der Fairness halber auch sagen muss, dass in den Nebenrollen da wirklich ein paar echte Mimen teils bizarren Humor blitzen lassen: John Malkovich etwa als manischer Bürochef oder Frances McDormand („Fargo“) als überkandidelte Geheimdienst-Oberin.

Guckt mal, wie schön ich aussehe.

Guckt mal, wie schön ich aussehe.

Klar: Wenn man sich eine Actionfilm wie Transformers reinzieht, sucht man nicht nach hoher Schauspielkunst, sondern erwartet auch, dass es ordentlich kracht. Bloß: Bei „Transformers“ sind die Zielgruppenansprache so offensichtlich, die Story derart infantil und die Spielzeugroboter so hirnrissig, dass man einfach nicht darüber hinwegsehen kann. Hatte ich übrigens schon die penetrante Schleichwerbung für LG, die US Army und andere Sponsoren erwähnt…? Erschienen ist das Spektakulum nun auf DVD und Bluray – und wer keinen 3D-Projektor sein eigen nennt, dem würde ich zumindest die Bluray-Variante empfehlen (der übrigens auch der Code für eine digitale Kopie beiliegt), da die Roboterschlachten in hoher Auflösung einfach – nun ja – schärfer rüberkommen.

Fazit: Spektakuläre 3D-Actionkost, die allerdings spürbar unter dem infantilen Plot und dem eindimensionalen Haupthelden leidet. Heiko Weckbrodt

„Transformers 3 – Dark of the moon“ (Paramount), USA 2011, R.:  M. Bay, P 12, DVD 13 Euro, Bluray/Digicopy 25 Euro, 3D-Bluray 25 Euro
 
 

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