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Mikroskop Biotech Medizin Breslau

Strahlende Mini-Helden im Kampf gegen Hirn- und Pankreas-Krebs

Trimt Radeberg arbeitet an radioaktiven Biomolekülen, die sich an zielgerichtet an Metastasen anheften Radeberg, 27. Mai 2024. Um die Diagnose und die Behandlung von besonders tückischen Krebsarten wie Bauchspeicheldrüsen-Tumore oder Hirn-Metastasen zu verbessern, arbeitet das Radeberger Unternehmen „Trimt“ an einer neuen Strahlenmedizin: Das mit einem leicht radioaktivem Gallium-Isotop beladene Biomolekül „Ga-68-Trivehexin“ habe inzwischen unter anderem Tests am Uniklinikum Dresden an einem Patienten mit mehreren Krebsarten und Hirnmetastasen absolviert, berichten die Radeberger.

Radiopharmaka-Produktion in der Firma "Rotop" in Rossendorf. Foto: Rotop

Dresdner Strahlenmedizin-Akteure schließen sich zusammen

Akademiker und Praktiker wollen Technologietrend hin zu „Radionuklid-Liganden“ mitformen Dresden, 23. Oktober 2023. Die seit Jahren wachsende strahlenmedizinische Branche im Raum Dresden-Radeberg hat ein „Rubin“-Bündnis geknüpft: Die acht Gründungspartner wollen durch das „Sächsische Netzwerk für Radionuklid-Theranostika“ (SNRT) gemeinsam Innovationen in der Nuklearmedizin vorantreiben und die Leistungskraft der sächsischen Unternehmen sowie Institut in diesem Sektor deutschlandweit und international sichtbarer machen. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) hat dem neuen Bündnis zwölf Millionen Euro Anschubfinanzierung versprochen. Dies geht aus einer Mitteilung des „Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf“ (HZDR) hervor, das als Nukleus dieser Branche im Großraum Dresden gilt.

Radiopharmaka helfen, wenn gegen einen Tumor Chemotherapie, Operation oder Bestrahlung wirkungslos geblieben sind. In mikrophysiologischen Systemen alias Multiorgan-Chips lassen sich 3D-Tumormodelle in einer realistischen Mikroumgebung kultivieren. Das kann viele Tierversuche überflüssig machen. Foto: Amac Garbe für das Fraunhofer IWS

Multiorgan-Chips sollen Tiere im Kampf gegen Krebs retten

Fraunhofer und Helmholtz Dresden bauen Mikrolabore, in denen sich strahlende Tumor-Killer besser testen lassen Dresden, 9. Januar 2023. Moderne Multiorgan-Chips aus Sachsen sollen künftig im Kampf gegen den Krebs viele Tierleben retten, die sonst bei Experimenten geopfert werden. Dabei handelt es sich um Mikrolabore so klein wie eine Tablettenschachtel. Darinnen simulieren Mini-Organe und ein Blutkreislauf einen lebendigen menschlichen Organismus, um mikroskopisch kleine und strahlende Krebs-Suchzerstörer vor dem Einsatz am Menschen zu testen. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden hervor.