Alle Artikel mit dem Schlagwort: OP

Im "Operationssaal der Zukunft" sammeln Wissenschaftler Erfahrungen mit roboter- und computergestützten Systemen für die Krebschirurgie. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

TU Dresden will Top-Chirurgen als digitale Zwillinge klonen

Künstliche Intelligenz soll helfen, tödliche Komplikationen bei und nach Operationen zu mindern Dresden, 18. Juni 2021. Digitale Zwillinge von Spitzenchirurgen sollen künftig weniger erfahrenen Operateuren bei komplizierten Eingriffen beistehen. Ein Team um Prof. Stefanie Speidel von der TU Dresden bereitet auf diese Aufgabe nun „Künstliche Intelligenzen“ (KI) vor und lernt sie dafür an.

Professor Dr. Volker Pütz (r.), Schlaganfallexperte und Oberarzt am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden. Er hatte gemeinsam mit Dr. Johannes Gerber, Leitender Oberarzt am Institut für Neuroradiologie, und dem Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS) der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus. Foto: Hochschulmedizin Dresden

OP ist bei Schlaganfall nicht immer erste Wahl

Uniklinik hat mit internationalen Kollegen Behandlungserfolge nach Hirninfarkt verglichen Dresden, 24. Mai 2021. Um Schlaganfallpatienten zu behandeln, setzen viele Ärzte auf eine manuelle Operation statt auf Blutverdünner: Dabei führen sie zunächst ein Katheter in die verstopfte Arterie ein und entfernen dann das Blutgerinnsel, das die Sauerstoffversorgung des Gehirns behindert. Das verbessert aber anscheinend nur dann die Heilungschancen, wenn die sogenannte „Arteria cerebri media“ im vorderen Hirngebiet verstopft war. Wenn das Gerinnsel jedoch im hinteren Stromgebiet des Gehirns auftritt und die „Arteria basilaris“ blockiert, hat diese Methode kaum nennenswerte Vorteile. Das hat eine internationale Studie ergeben, an der auch die Uniklinik Dresden beteiligt war.

Der 84-jährige Roland Kraut freut sich mit Prof. Jürgen Weitz (rechts) über die gelungene Premiere des „da Vinci Xi“-OP-Systems. Bereits einen Tag nach der Magenoperation stieg gemeinsam mit einer Physiotherapeutin wieder eine Treppe hoch. Im Hintergrund ist der entfernte Tumor zu sehen. Foto: Uniklinikum Dresden / Holger Ostermeyer

Neuer OP-Roboter für Uniklinik Dresden

Bauchchirurgen können nun mit einem „da Vinci Si“ operieren Dresden, 25. September 2017. Das Universitätsklinikum Dresden hat sich einen weiteren Operations-Roboter zugelegt. Der „da Vinci Xi“ sei moderner als der bisher genutzte „da Vinci Si“, hieß es vom Uniklinikum. Vor allem die Bauchchirurgen wollen ihn einsetzen, um jährlich 200 roboterassistierte Operationen vornehmen. Das sind dann vier mal so viel wie beim Vorgängermodell, das sich die Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie (VTG) mit anderen Fachärzten teilen mussten.

Ein Ko-Chirurg sitzt während der OP die ganze Zeit am Patienten und beim Roboter, um dort einzugreifen, wo der Roboter an seine Grenzen stößt. Foto: Heiko Weckbrodt

„Der Roboter macht hier gar nichts selbstständig“

Die Fortschritte der Mikroelektronik machen hochpräzise Eingriffe möglich, bei denen der Arzt bis zu sechs Roboterarme fernsteuert – seit 2006 setzt auch das Uniklinikum Dresden solche OP-Roboter ein Dresden. Der OP-Saal ist angenehm temperiert, vom heißen, hellen Sommertag draußen dringt kaum etwas durch die Fenster hinein. Kleine Scheinwerfer leuchten Tische mit blitzenden Instrumenten und Geräte mit bunten Anzeigen aus. Das Innere eines pochenden rosa Brustkorbs füllt einen großen Flachbildschirm in Augenhöhe aus. Doch die sieben Männer und Frauen in ihren blauen Kitteln haben kaum einen Blick dafür, schauen konzentriert auf Sinuskurven – und den übermannshohen Roboter in der Mitte des Saals, der mit seinen sechs Armen über dem OP-Tisch thront. „Saugen!“, befiehlt eine Stimme aus dem Hintergrund. Sie kommt von Professor Jürgen Weitz und der sitzt ganz hinten in der Ecke. Er hat sich über die Sichtfenster eines Terminals gebeugt. „Die Falte bitte etwas zur Seite drehen!“ Ein zweiter Chirurg direkt neben dem OP-Tisch greift zu seinen Instrumenten, hilft dort aus, wo der Roboter nicht so richtig herankommt. Auf dem Monitor erscheint ein Greifer, der …

Da freuen sich Operateur und Patient: Vor 20 Jahren hat Urologie-Professor Manfred Wirth (rechts) im Uniklinikum Dresden dem Drucker Karsten Dürr eine Spenderniere eingepflanzt - und die funktioniert heute immer noch. Foto: Heiko Weckbrodt

Das lange Warten auf die rettende Niere

Inzwischen acht Jahre Wartezeit auf Spenderorgan – viele sterben vorher Dresden, 26. August 2015. Nierenpatienten in Ostsachsen müssen immer länger auf ein Spenderorgan warten. Im Universitätsklinikum Dresden stehen mittlerweile 318 Patienten auf der Warteliste für eine Nieren-Transplantation. Und in den vergangenen 20 Jahren hat sich hier die Wartezeit auf ein Spenderorgan von viereinhalb auf sieben bis acht Jahre fast verdoppelt. Gerade aber viele ältere Patienten haben oft nur noch eine Lebenserwartung von fünf Jahren, wenn sie einmal an eine künstliche Niere angeschlossen sind.

Neues OP-Zentrum für Uniklinik Dresden

Dresden, 25. März 2015: Die Uniklinik Dresden bekommt ein neues Operationszentrum. Morgen legen Politiker und Mediziner den Grundstein für den über 100 Millionen Euro teuren Komplex 32. Es handelt sich um das derzeit größte Krankenhaus-Bauvorhaben in Sachsen.