Alle Artikel mit dem Schlagwort: Freiberg

Geophysikalische Messungen untertage. Foto: GeoSax / Olaf Hellwig

Geosax: Mit Schall und EM-Feldern auf Schatzsuche

Unis Freiberg und Chemnitz beauftragen Jungforscher damit, Erz in der Tiefe aufzuspüren Freiberg, 5. April 2018. Sächsische Geologen wollen Lithium, Kupfer, Zinn und andere Metalle künftig mit Tönen und elektromagnetischen Feldern im Boden ausfindig machen. Dazu haben die Bergakademie Freiberg und die TU Chemnitz eine gemeinsame „Geosax“-Nachwuchsforschergruppe eingerichtet. Die fünf jungen Wissenschaftler sollen neueste Technologien aus der Erdölsuche sowie Computermodelle für die Erzfahndung nutzbar machen. Das hat heute die Bergakademie Freiberg mitgeteilt.

Freiberg ist heute auch ein Zentrum der Solarindustrie - hier eine Solarworld-Mitarbeiterin bei der Klassifizierung von Zellen. Abb.: Solarworld

Insolvenzverwalter will neue Solarworld vorerst fortführen

Zukunft der Fabriken in Freiberg und Arnstadt ist aber ungewiss Bonn/Freiberg/Arnstadt, 30. März 2018. Nach der erneuten Pleite von Solarworld will der vorläufige Insolvenzverwalter Christoph Niering das operative Geschäft vorerst aufrechterhalten und „eine Fortführungslösung für beide Produktionsstandorte“ in Freiberg und Arnstadt finden. Das hat der Anwalt in Mitarbeiterversammlungen in Sachsen und Thüringen angekündigt. Die Mitarbeiter bekommen nun zunächst für drei Monate Insolvenzgeld ausgezahlt. “Von der Insolvenz sind 570 Mitarbeiter an den Standorten Bonn, Freiberg und Arnstadt betroffen”, informierte Christoph Niering.

Auch die Dänen haben längst elektrische Lastenräder für sich entdeckt - hier das "Mk1E" von Butchers & Bicycles. Foto. Butchers & Bicycles

Bergakademie Freiberg plant Leihdienst für Elektro-Lasträder

E-Lastesel könnten Auto vielerorts überflüssig machen, meinen die Forscher Freiberg, 29. März 2018. Viele Einkäufe und auch Zulieferungen für Läden könnten mit elektrischen Lastenfahrrädern statt mit Autos erledigt werden. Das Konzept für einen entsprechenden „Leih-Service mit kompakten und alltagstauglichen Kleintransporträdern“ wollen Freiberger Elektrotechniker nun entwickeln. Danach soll dieser Leihdienst in Freiberg getestet werden. Das geht aus einer Mitteilung der Bergakademie Freiberg hervor. Solche elektrischen Lastenräder könnten das Auto im Alltag für viele Erledigungen in der Stadt ersetzen, hoffen die Forscher vom Institut für Elektrotechnik der Bergakademie Freiberg.

Mit einer Terra-Invader-Bohranlage haben die Dresdner Ingenieure erprobt, Blitzbohrer mit eingeführter Serientechnik zu verheiraten. Foto: Herrenknecht Vertical

Sachsen entwickeln Blitzbohrer für die Energiewende

Blitze zerstören selbst härtestes Gestein für Geothermie-Anlagen Dresden/Freiberg, 11. September 2017. Wer in Zukunft Erdwärme als Energiequelle anzapfen will, muss sich womöglich nicht mehr mühsam durchs Gestein bohren, sondern blitzt sich ins Erdinnere. Möglich machen soll dies eine neue und preiswerte Blitzbohrer-Technologie, die Ingenieure der TU Dresden und der Bergakademie Freiberg nach zehnjähriger Forschung in dieser Woche erstmals öffentlich vorführen wollen.

Thuy Thi Luong mit ihrer Tochter Emma. Die Diät-Assistentin igehört zur 2. Generation vietnamesischer Einwander in Dresden, hat mehr deutsche Freunde als vietnamesische, engagiert sich in einem Diabeteshilfe-Verein.Foto: Heiko Weckbrodt

In Vietnam ist die Zeit wie Gummi

Thuy Thi Luong ist 32 Jahre jung und versteht sich selbst als Deutsche mit vietnamesischen Wurzeln. Geboren wurde sie in Hải Dương, einer mittleren Stadt rund 60 Kilometer westlich von Hanoi, und gehört zur sogenannten „zweiten Generation“ vietnamesischer Einwanderer in Dresden: Ihr Vater war DDR-Vertragsarbeiter und holte sie und die ganze Familie 1997 nach Sachsen nach. Damals hieß das Mädchen nach vietnamesischer Namenstradition noch Luong Thi Thuy: Nachname zuerst, dann Zwischenname und zuletzt Vorname. Da war sie gerade 13 Jahre alt und sprach so gut wie kein Wort Deutsch. Inzwischen sächselt die charmante junge Dame fließend, hat eine achtmonatige Tochter namens Emma unter dem Arm und wohnt in einer hübschen Altbauwohnung in Gruna. Oiger-Redakteur Heiko Weckbrodt hat sie über den Weg dorthin ausgefragt. Das muss hart gewesen sein: Als Teenager herausgerissen zu werden aus allen Freundschafts- und Familienbanden und ins kalte Deutschland umgepflanzt zu werden… Thuy Thi Luong: Unsere Eltern haben uns eines Tages gesagt: Wir bauen uns ein neues Leben in Deutschland auf – meine Schwester und ich hatten da nichts zu entscheiden. Am …

Freiberg ist heute auch ein Zentrum der Solarindustrie - hier eine Solarworld-Mitarbeiterin bei der Klassifizierung von Zellen. Abb.: Solarworld

Aus insolventer Solarworld wird SolarWorld

Gläubiger stimmen Verkauf an den alten Chef zu Freiberg/Bonn, 11. August 2017. Der ehemalige Chef des insolventen Photovoltaik-Hersteller “Solarworld”, Frank Asbeck, kann sein Unternehmen von den Gläubigern zurückkaufen und unter leicht veränderter Flagge neustarten: Insolvenzverwalter Horst Piepenburg hat einen entsprechenden Kauf- und Übertragungsvertrag mit der „SolarWorld Industries GmbH“ geschlossen. Inzwischen haben auch die Gläubiger dem Deal zugestimmt.

Freiberg ist heute auch ein Zentrum der Solarindustrie - hier eine Solarworld-Mitarbeiterin bei der Klassifizierung von Zellen. Abb.: Solarworld

Investor für insolvente Solarworld in Sicht

Verhandlungen in letzter Minute in Gang gekommen Bonn/Freiberg, 26. Juli 2017. Möglicherweise verlieren nun doch nicht alle Mitarbeiter der insolventen Solarworld in der kommenden Woche ihre Jobs: Eine – bisher ungenannte – Investorengruppe hat ein ernsthaftes Interesse daran angemeldet, zumindest die Standorte Freiberg in Sachsen und Arnstadt in Thüringen zu übernehmen, teilte Insolvenzverwalter Horst Piepenburg heute mit.

Selbst die Suppe kochen und auslöffeln können die Besucher in der Schwarzküche. Foto: Peter Weckbrodt

Mildenstein: Die Kinderstube der Fürsten

Oigers Wochenendtipp: Sachsen hat Burg Mildenstein mit Millionenaufwand saniert Mildenstein, 9. Juni 2017. Wenn sich eine sächsische Burg bestens saniert und ausgesprochen familienfreundlich gerüstet den Besuchern präsentiert, dann sollten wir uns ihrem Willkommensruf nicht verweigern. Also auf zur Burg Mildenstein, bei Leisnig hoch über der Freiberger Mulde gelegen. Rund 5 Millionen Euro hat sich der Freistaat Sachsen in den vergangenen 3 Jahren allein die Sanierung des Herrenhauses kosten lassen. Das ist nun wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Das Herrenhaus präsentiert jetzt die neue Dauerausstellung „Der Hof der jungen Herrschaft“ sowie die ehemalige Fürstenstube in ihrer ursprünglichen Größe.

Der Laviu Ones soll lautlos entzücken. Foto: Laviu

Hightech-Dildo aus Dresden kommt später

Laviu überarbeitet Liebesspielzeug noch einmal Dresden, 24. Mai 2017. Die Dresdner Sextechnologie-Firma Laviu hat die Auslieferung pulsierender Superdildos auf August verschoben. Ursprünglich wollten die Dresdner ihre ersten Liebesspielzeuge, die sachsenweit viel Vorschuss-Lorbeeren eingeheimst hatten, im Frühjahr liefern. „Die Umsetzung vom funktionierenden Muster zur Großserie stellt uns vor größere Herausforderungen als gedacht“, räumte Geschäftsführerin Julia Ryssel in einem Rundschreiben an all jene ein, die das junge Unternehmen per Internet-Schwarmfinanzierung („Crowdfunding“) unterstützt hatten.

Die Visualisierung zeigt, wie sich die Forscher den Kupfererz-Aufbereitungsprozess der Zukunft vorstellen: Aus Bakterien gewonnene bioaktive Stoffe sollen zielgerichtet an den Oberflächen von Erzmineralen binden, metallhaltige Wertpartikel einsammeln und wertlose Bestandteile zurückhalten. Visualisierung: HZDR Sander Münster

Bakterien helfen im Bergbau

Biotechnologen aus Freiberg und Santiago Freiberg/Santiago de Chile, 6. März 2017. Ressourcen-Forscher aus dem sächsischen Freiberg wollen spezielle Bakterien für den Kupfer-Bergbau in Chile einspannen. Das hat das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf angekündigt. Die bakteriellen Wirkstoffe sollen – möglichst umweltfreundlich – aus dem chilenischen Roherz nicht nur Kupfer, sondern auch Molybdän gewinnen, das wiederum für die Elektronikindustrie benötigt wird. Wenn sich das Verfahren bewährt, könnten die Kupferschürf-Bakterien später vielleicht auch in Elektronik-Recycling zum Einsatz kommen.

Die Lithiumverbindung Lithiumcarbonat. Foto: Bergakademie Freiberg

Freiberger saugen Lithium aus Alt-Akkus

Neues Verfahren gewinnt strategisch wichtigen Industrierohstoff für die Energiewende Freiberg, 18. Mai 216016. Forscher der Bergakademie Freiberg haben ein Verfahren entwickelt, um das begehrte Energiespeicher-Metall Lithium sowohl aus zerkleinerten Alt-Akkus wie auch aus dem Glimmerstein Zinnwaldit zu gewinnen, das im sächsischen Erzgebirge recht häufig zu finden ist. Laut Uni Freiberg kann durch diese Technologie das Vorprodukt Lithium-Karbonat zu konkurrenzfähigen Preisen wiedergewonnen werden.

Aline Bergert und Uwe Schellbach vom Medienzentrum der Bergakademie Freiberg arbeiten am Projekt "Videocampus Sachsen". Foto: TU Freiberg

Halbe Milliarde für kleine Hochschulen

Geplantes Programm soll Innovationstransfer in die Region belohnen Berlin/Dresden, 5. April 2016. Der Bund plant ein besonderes Förderprogramm „Innovative Hochschulen“, das mit einer halben Milliarde Euro dotiert sein soll, verteilt über zehn Jahre. Damit sollen Fachhochschulen sowie kleinere Unis und Hochschulen – jenseits der Exzellenz-Initiative für die Groß-Unis – eine Chance auf einer Sonderförderung erhalten. Das hat die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria-Stange (SPD) eingeschätzt.

Kaleidoskop der Nationen: Spiegelspiele im Erlebnisland Mathematik. Foto. Heiko Weckbrodt

Sachsens Unis prüfen, ob sie Flüchtlingshilfe als Studienleistung anerkennen

Bisher aber eher verhaltene Resonanz auf Vorstoß von Wissenschaftsministerin Stange Dresden/Freiberg/Chemnitz/Leipzig, 12. Januar 2016. Die sächsischen Universitäten beziehungsweise deren Fakultäten prüfen derzeit, ob sie den Einsatz ihrer Studenten für die Flüchtlingshilfe als Studienleistungen oder Praktika anerkennen. Allerdings äußerten sie sich auf Oiger-Anfrage eher zurückhaltend über einen entsprechenden Vorschlag der sächsischen Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Tenor: Wenn zum Beispiel sozial- oder sprachwissenschaftliche Studenten Sprachkurse oder Kulturangebote für Asylbewerber ehrenamtlich organisiert haben, sei eine Anerkennung als Praktikum prinzipiell vorstellbar – aber kaum für alle Studenten bis hin zu den technischen Fachrichtungen.

Ápollon stellt Daphne nach - hier verarbeitet vom Maler Giovanni Battista Tiepolo (1743/44). Wo früher Liebespfeile verschossen werden, kommen heute Mikrowellen zum Einsatz. Repro: The Yorck Project, Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Daphne macht Keramik mit Mikrowellen heiß

Bergakademie Freiberg: Neue Produktionstechnik halbiert Energieverbrauch Freiberg/Castellón, 11. Dezember 2015. Die meisten Menschen kennen Mikrowellen vor allem von den gleichnamigen Küchengeräten. Künftig werden diese Hitzewellen aber auch eingesetzt, um die industrielle Keramik- und Glasproduktion effektiver und umweltfreundlicher zu machen und deren Energieverbrauch zu halbieren. Zumindest sieht es nach ersten Experimenten Freiberger Wärmetechnik-Experten mit solchen Testanlagen ganz danach aus, als ob dies funktionieren könnte.

Die Sonderbriefmarke für die 250 Jahre alte Bergakademie. Foto: TU Bergakademie Freiberg

Briefmarke würdigt 250 Jahre Bergakademie Freiberg

Fluorit-Kristalle zieren Jubiläumsmarke Freiberg, 25. November 2015. Das Bundesfinanzministerium würdigt mit einer neuen Sonder-Briefmarke die Bergakademie Freiberg und deren 250. Jubiläum. Ab dem 3. Dezember werde die 70-Cent-Briefmarke offiziell von der Deutschen Post verkauft, informierte die sächsische Universität. Zu sehen sind darauf blaue Fluorit-Kristalle aus der Grube „Beihilfe“ in Halsbrücke bei Freiberg sowie der Schriftzug „250 Jahre Technische Universität Bergakademie Freiberg“.