Alle Artikel mit dem Schlagwort: Dürre

Kein Waldweg, sondern eigentlich der hessische Urselbach - aber eben ausgetrocknet. Foto: Babitsch für Senckenberg

60 % der Flüsse trocknen zeitweise aus

Wachsende Wasser-Probleme bringen Lebensräume für jeden zweiten Menschen auf der Erde durcheinander, Tendenz: steigend Frankfurt am Main, 17. Juni 2021. Immer mehr Flüsse trocknen aus – und zwar nicht nur in heißen Erdgegenden, sondern auch in unseren Breiten. Mittlerweile führen weltweit über 60 Prozent der Flüsse an mindestens einem Tag im Jahr kein Wasser. Das geht aus einer Analyse eines internationalen Forschungsteams unter Führung von Mathis Messager von der McGill Universität im kanadischen Montreal ergeben. Demnach lebt über die Hälfte der Weltbevölkerung in der Nähe solcher zeitweise trockener Flüsse. Zukünftig werde dies noch weit mehr Menschen betreffen, prophezeien die Studienautoren.

Über die Klimastation und Bodenfeuchtigkeitssonden erhalten die Wissenschaftler Informationen zu Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur, Windstärke und Niederschlag. foto: Marx für die HTW

Helfen Solarenergiewerke gegen Dürren?

HTW Dresden untersucht Bodenschutz durch Photovoltaik-Module Dresden/Werneuchen, 8. März 2021. Angesichts der jüngsten Dürren in Deutschland wollen Dresdner Ingenieure und Ingenieurinnen in einem großen Solarenergiewerk in Brandenburg nun austesten, ob großflächig verteilte Photovoltaik-Module womöglich den Boden darunter davor bewahren, völlig auszutrocknen. Das hat die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden angekündigt.

Die Aufnahme der NASA-Sonde SDO zeigt im "Süden" die Verdunklung der Sonne durch das Korona-Loch. Foto: SDO/NASA

Dürresommer lassen Sachsens Seen kippen

Hydrologen aus Freiberg warnen vor Sauerstoff-Armut in Gewässern Freiberg, 27. August 2020. Die besonders trockenen Sommer der Jahre 2018 und 2019 zeigen in Sachsen Langzeitfolgen: Die Grundwasserspiegel sind gesunken, die Böden sehr tief ausgetrocknet – und auch die Wasserqualität sinkt. Vor den Folgewirkungen hat nun Prof. Traugott Scheytt von der Bergakademie Freiberg gewarnt.

Fadenwurm hat immer Plan B für Dürre parat

Planck-Forscher: Feuchtesensor im Wurmhirn leiert Hitzeschock-Proteinproduktion an Dresden, 16. Dezember 2013: Wüstenreisende, die vor lauter Wassermangel bereits zu halluzinieren beginnen, können nur voller Neid auf den Fadenwurm „Caenorhabditis elegans“ gucken. Der nämlich hat voll den Dreh raus, selbst einen Wasserverlust von bis zu 98 Prozent zu überstehen und nach fast totaler Austrocknung wiederaufzuerstehen. Forscher des „Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik“ (MPI-CBG) in Dresden haben nun herausbekommen, wie der Wurm das hinkriegt.