News, Umweltschutz und Ökologie, zAufi

Dürresommer lassen Sachsens Seen kippen

Die Aufnahme der NASA-Sonde SDO zeigt im "Süden" die Verdunklung der Sonne durch das Korona-Loch. Foto: SDO/NASA

Zuviel Sonne tut den Ökosystemen nicht gut. Foto: SDO/NASA

Hydrologen aus Freiberg warnen vor Sauerstoff-Armut in Gewässern

Freiberg, 27. August 2020. Die besonders trockenen Sommer der Jahre 2018 und 2019 zeigen in Sachsen Langzeitfolgen: Die Grundwasserspiegel sind gesunken, die Böden sehr tief ausgetrocknet – und auch die Wasserqualität sinkt. Vor den Folgewirkungen hat nun Prof. Traugott Scheytt von der Bergakademie Freiberg gewarnt.

Fischsterben droht

„Immer mehr Wasser fließt aus den Seen und Flüssen ab und viel zu wenig strömt zu“, erklärte der Hydrologe. „So können Nährstoffe wie Nitrat, Eisen oder Sulfat schneller einsickern und entziehen dem Grundwasser Sauerstoff. Dieser sauerstoffarme Zustrom kann die Wasserqualität in Seen und Flüsse nachhaltig beeinflussen und auch zum Absterben von Fischen und anderen Lebewesen führen. Ein Teufelskreis, wo doch gleichzeitig der Wasserverbrauch in Zeiten der Trockenheit besonders hoch ist.“

Sachsen erwägen Belüftung der Teiche und Flüsse

Gemeinsam mit Forschungspartnern suchen die Freiberger nun nach Lösungen, um zumindest die Sauerstoff-Armut in den Gewässern zu lindern. Beispielsweise prüfen die Wissenschaftler „mögliche Belüftungsmaßnahmen in ausgewählten Seen, wie dem Speicherbecken in Lohsa“, informierte Prof. Scheytt.

Autor: hw

Quelle: TU Freiberg