Alle Artikel mit dem Schlagwort: Berlin

Durch Sensoren erkennt diese Installation, von wo nach wo der Besucher den Sand schaufelt und kehrt. Je nach Berghöhe oder Grabentiefe verändert sich die Farbe der terrageformten Landschaft ins Blaue, Rote oder andere Farben durch eine abgestufte Lichtprojektion. Foto: GSC

Mensch und Maschine auf Augenhöhe

Im „Games Science Center“ in Berlin zeigen Spiele-Designer originelle und neue Verständigungsformen zwischen Spielern und Spiel Berlin, 28. Februar 2016. Ungewöhnliche und faszinierende Interaktionswege zwischen Mensch und Maschine, zwischen Spieler und Computer zeigt das „Games Science Center“ (GSC) in Berlin-Mitte. Die Spiele-Entwickler Cay Kellinghusen und Cyrill Etter haben dieses kleine, aber feine Privatmuseum Ende 2014 gegründet. Über 20 Installationen zeigen dort auf 300 schummrig ausgeleuchteten Quadratmetern, dass Tastatur, Joypad und Kinect erst der Anfang in der Videospielwelt sind.

Michael G. Fritz (geb. 1953 in Berlin) liest in der Bibliothek Dresden-Prohlis aus seinem Überwachungs-Roman "Ein bisschen wie Gott". Foto: Heiko Weckbrodt

Johanna sieht alles

Michael G. Fritz hat in Dresden-Prohlis seinen Überwachungs-Roman „Ein bisschen wie Gott“ vorgestellt Dresden, 24. Februar 2016. Johanna sieht alles: die kleinen und großen Fehltritte der Menschen, wenn sie sich unbeobachtet glauben, ihr Bangen, ihr Warten, ihr Eilen. Denn sie hat Dutzende, ja Hunderte Augen: All die Kameras, die auf einem großen Berliner Bahnhof installiert sind, senden ihre Aufnahmen auf die Bildschirme in einer Zentrale. Und dort sitzt Johanna und ist „Ein bisschen wie Gott“.

Gerät durch zwielichtige Schachzüge seines Widersachers selbst in Verdacht: Kiminalkommissar Lang (Friedrich Mücke). Abb.: Koch Media

„Mordkommission Berlin Eins“: Bist Du zu schwach, fressen dich die Krokodile

Auf DVD erschienen: Starker deutscher Retro-Thriller entführt uns ins aufgedrehte Berlin zwischen den Kriegen In seinem Retro-Thriller „Mordkommission Berlin Eins“ zeigt Regisseur Marvin Kren eine schillernde Reichshauptstadt zwischen den großen Kriegen, eine Stadt in trunkener Dauerfeierlaune. Ein burleskes Babel, so bunt und schillernd wie brutal und grausam. Diese Stadt ist Gewalt gewöhnt: Von hartherzigen Polizisten, die um die Wette koksen und prügeln und auf Bürgerrechte pfeifen zum Beispiel. Und von privaten Banden, zu denen auch Ringervereine wie die „Krokodile“ gehören, in denen sich alte und neue Ganoven zusammengetan haben, um Schutzgelder zu erpressen und mit Prostituierten Kasse zu machen. Doch als eines Nachts Zoo-Krokodile den jungen Staatsanwalt Barnekow zerfleischten, schreckt dies selbst diese „verdorbene“ Stadt auf.

Osmanische Soldaten treiben armenische Zivilisten im April 2015 aus Kharpert in ein Gefangenenlager im nahen Mezireh. Die Aufnahme fertigte mutmaßlich ein unbekannter deutscher Reisender an. Fotoautor unbekannt, publiziert vom am. Roten Kreuz, Wikipedia, Public Domain

Aghet: 100 Jahre nach Völkermord an Armeniern

Dresdner Sinfoniker wollen mit Konzertprojekt Zeichen der Versöhnung setzen Dresden/Berlin, 7. November. In einem multinationalen Konzertwerk „Aghet“ (Die Katastrophe) wollen die Dresdner Sinfoniker im November 2015 gemeinsam mit armenischen, türkischen, serbischen, kroatischen, bosnischen und deutschen Musikern an den Völkermord und die Vertreibung des armenischen Volkes vor 100 Jahren in der Türkei erinnern. „Als wichtigster Verbündeter des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg war auch das deutsche Kaiserreich in die Verbrechen verstrickt“, betonen die Musiker um Intendant Markus Rindt. „Die Dresdner Sinfoniker wollen mit ihrem Konzert ein Zeichen der Versöhnung setzen.“ Mit dabei ist der Gitarrist Marc Sinan – seiner armenischen Großmutter Vahide, die die Katastrophe überlebte, wird das Konzert gewidmet sein.

"Dresden Elektronik"- Geschäftsführer Lutz Pietschmann neben LED-Leuchten, die per Computertelefon gesteuert werden. Foto. Heiko Weckbrodt

Lichtkomposition per Tablet

„Dresden Elektronik“ setzt auf Zigbee-Funk für Leuchten-Vernetzung Dresden, 28. August 2015. Um Leuchtinseln und Wohlfühllicht in Gebäuden zu erzeugen, setzten große Leuchtenhersteller wie Osram, Philips und General Electric Lighting auf den Funkstandard „Zigbee“. Dabei werden meist Dutzende LED-Lampen drahtlos miteinander vernetzt, um sie gruppenweise oder einzeln zu steuern und mit Dämmerungssensoren zu koppeln.

Logo: Bitkom

Firmengründer lieben Berlin

Drei Viertel präferieren Hauptstadt für Unternehmens-Start Berlin, 19. August 2015. Berlin ist die beliebteste Stadt für Firmengründungen, hat eine Bitkom-Umfrage ergeben: 73 Prozent der 277 befragten Jungunternehmer stuften die Bundeshauptstadt als besten Ort ein, um eine neue Firma zu gründen. Mit großem Abstand folgten Hamburg (14 %) und München (9 %).

Bisher nur als statisches Abbild sichtbar: In den Chloroplasten von Pflanzenzellen wird Sonnenlicht umgewandelt, um daraus energiereiche organische Verbindungen zu konstruieren. Mit neuen Nanoskopen soll die Photosynthese nun "live und in Action" beobachtbar werden. Foto: Kristian Peters, Wikipedia. GNU-1.2-Lizenz

Nano-Solarkraftwerken der Natur bei Photosynthese zugucken

Dresdner bauen dynamisches Nanoskop für Blick in atomare Welten Dresden/Berlin, 10. August 2015. Um den winzigen Solar-Kraftwerken in einer Pflanze live zuzusehen, wie sie während der Photosynthese aus Sonnenlicht komplexe organische Moleküle zusammenbauen, fehlte den Naturforschern bisher das geeignete Werkzeug: Bisher konnten sie allenfalls Standbilder von diesen Chloroplasten machen, für „Videos“ fehlte ihnen einfach die nötige Auflösung. Wissenschaftler aus Dresden und Berlin haben diese Hürde nun überwunden: Sie haben heute ein „Nanoskop“ vorgestellt, das anders als gewöhnliche „Mikroskope“ auch Vorgänge in Bewegung sichtbar macht, die sich in einer Größenskala von wenigen Nanometern (Millionstel Millimeter) abspielen.

Mit 3D-Druckern lassen sich heute nahezu beliebige Einzelteile aus Kunststoff kreieren. Günstige 3D-Drucker kosten nur noch zwischen 500 und 3000 Euro. Foto: Makerbot

Technikrechtler warnen vor Plagiatsgefahren durch 3D-Drucker-Trend

Konferenz in Berlin über juristische Fallen der neuen Kopiertechnik Berlin, 12. Juni 2015. 3D-Drucker erfreuen sich steigender Beliebtheit: Einerseits bei Hobby-Bastlern oder Künstlern, weil Einsteigermodelle inzwischen so billig geworden sind, dass es für jeden erschwinglich geworden ist, nahezu unmögliche Formen und Prototypen damit zu erzeugen. Andererseits entstehen weltweit auch hier und da regelrechte Kleinfabriken, in denen Dutzende oder gar Hunderte 3D-Drucker binnen kurzer Zeit kleine und mittlere Serien neuer Produkte herstellen – um dann binnen einer Stunde auf die nächste Produktserie umgestellt zu werden. Eine Kehrseite dieses Trends ist allerdings bisher kaum beleuchtet worden: 3D-Druck wirft auch ganz neue juristische Probleme auf. Darauf weisen Wirtschafts- und Technikrechtler der Technischen Universität Berlin hin, die deshalb zu diesem Thema eine Konferenz „2D war gestern – die Zukunft ist 3D“ am 22. Juni in der Bundeshauptstadt ausrichten.

Das verfallene Gefängnis in Berlin-Köpenick führt dem Besucher vor Augen, wie spartanisch der Knast-Alltag zu Kaisers Zeiten war. Foto: Heiko Weckbrodt

Knast in Reinstform

Das verfallene Gefängnis Berlin-Köpenick zeigt spartanische Haftbedingungen zu Kaisers Zeiten – und erinnert an das blutige Wüten der SA Wie die Schlüsselbunde der Wärter laut rasseln, wie sich die erbarmungslose Kälte in den Knastmauern festgesetzt hat, die polternden Handaufzüge, mit denen die Klo-Eimer abgeseilt werden, die Einsamkeit auf ein mal zweieinhalb Schritt im Quadrat – all dies kann man sich nur allzu gut vorstellen, zwängt man sich durch die düster-zerblätterten Gänge und Türen im aufgegebenen Gefängnis Berlin-Köpenick.

Die NIVIL-Forscher wollen mit Studenten in Hörsälen experimenten, die sich mit verschiedenen Farbleuchten bestrahlen - um dann zu ermitteln, ob beispielsweise die Konzentration der Nachwuchsakademiker wächst oder sinkt. Fotos: TU Berlin

Licht soll uns alle glücklicher machen

Berliner und Dresdner Forscher an Studie über unbewusste Lichtwirkungen beteiligt Berlin/Dresden, 14. April 2015. Neue elektronische und organische Leuchten könnten die Welt von morgen vielleicht viel lebenswerter machen – und uns alle auf einer unterbewussten Ebene glücklicher, konzentrierter und gesünder. Diese Hoffnung steckt zumindest hinter einem Forschungsprojekt „Nicht-visuelle Lichtwirkungen“ (NIVIL), das Wissenschaftler und Mediziner der TU Berlin, des Uniklinikums Dresden und weiterer Einrichtungen gestartet haben. Die Projektleitung hat Lichttechnik-Professor Stephan Völker von der TU Berlin übernommen.

Mit 4,4 Mio. Übernachtungen hat sich Dresden als beliebtestes Städtereiseziel 2014 außerhalb Berlins behauptet. Foto: Sylvio Dittrich, DMG

Berlin beliebtestes deutsches Städtereise-Ziel, Dresden auf Rang 7

Travel24 wertete Übernachtungs-Zahlen für 2014 aus Berlin/Dresden/Leipzig, 9. April 2015: Berlin ist mit 28,7 Millionen Übernachtungen (2014) das beliebteste Ziel für Städtereisen in Deutschland, gefolgt von München und Hamburg. Spitzenreiter in Ostdeutschland ist Dresden mit über 4,4 Millionen Übernachtungen (+7,6 % zum Vorjahr, deutschlandweit: Rang 7). Das geht aus einer Auswertung des Internet-Reiseportals „Travel24“ hervor. Rechnet man die Übernachtungen auf die Einwohnerzahl um, setzt also Touristenströme ins Verhältnis der Stadtgrößen, verschiebt sich das Bild spürbar: Dann nämlich rangieren auch kleinere Städte vorne: Baden-Baden kommt mit durchschnittlich 17 Übernachtungen je Einwohner auf Rang 1, Rostock zum Beispiel auf den fünften und Dresden mit 8 Übernachtungen pro Einwohner auf den achten Platz – direkt hinter Berlin.

Prof. Christian Oliver Paschereit an einem Versuchsstand zur „Nassen Verbrennung“ im Energielabor der TU Berlin. Foto: TU Berlin/PR/Ulrich Dahl

Berliner Forscher setzen auf „nasse Verbrennung“ für Ökostrom-Dilemma

TU-Strömungsmechaniker wollen Knallgas-Explosionen mit Wasserdampf verdünnen Berlin/Dresden. Berliner Strömungsmechaniker wollen eine Kombination aus Elektrolyse und „nasser Verbrennung“ einsetzen, um die Ökoenergie-Spitzen in den deutschen Stromnetzen anzufangen. Die Forscher der TU Berlin versprechen mit ihrer „BlueStep“-Methode vor allem zwei große Vorteile: Auf diese Art kann Energie auch in großen Mengen zwischengespeichert werden und die Technologie kann auch in existierenden Kraftwerken mit ein paar Umrüstungen eingesetzt werden. „So kann kurzfristig die Leistung einzelner Kraftwerke erhöht werden“, schätzten die Uni-Wissenschaftler ein.

Schaubild: Fraunhofer IWS Dresden

Chip-Wesen gegen Tierversuche entwickelt

Künstlicher Organismus simuliert Menschen im Maßstab 1 zu 100.000 Dresden/Berlin, 7. Februar 2015: Berliner Biotechnologen und Dresdner Fraunhofer-Entwickler haben auf einem Mikrochip einen künstlichen Organismus geschaffen, der viele moralisch zweifelhafte Tierversuche künftig überflüssig machen soll. Dieses System sei „ein Miniorganismus im Maßstab 1:100 000 zum Menschen“, betonte Projektleiter Dr. Frank Sonntag vom „Fraunhofer-Institut für Werkstoff und Strahltechnik“ (IWS) Dresden.

Die organischen Solarfoliien auf der Traglufthalle in Berlin sollen im Pilotversuich zunächst 5 % des Strombedarfs aus Sonnenenergie decken. 2016 sollen die ersten vollständnig selbstversorgenden Hallen marktreif sein. Foto: Heliatek

Organische Energiesammler für Tragluft-Asyle

Notunterkünfte für Flüchtlinge und Obdachlose sollen sich durch Solarfolien autark mit Strom versorgen Dresden/Berlin, 18. Januar 2015: Notunterkünfte für Obdachlose in deutschen Großstädten oder für Flüchtlinge in Bürgerkriegsländern sollen sich künftig durch leichte organische Solarfolien autark mit Sonnenstrom versorgen. Dies wird nun bei einem gemeinsamen Pilotversuch der Dresdner Technologie-Firma „Heliatek“ und des Berliner Traglufthallen-Herstellers „Paranet“ in der deutschen Hauptstadt ausgetestet.