Alle Artikel mit dem Schlagwort: Arbeitslosigkeit

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IfW fordert niedrige Beiträge zur Arbeitslosen-Versicherung

Kiel, 21. August 2018. Statt milliardenschwere Rücklagen in der Arbeitsagentur aufzubauen, sollte die Regierung die Beiträge zur Arbeitslosen-Versicherung senken – und zwar stärker als bisher geplant. Das hat der Kieler Finanzwissenschaftler Alfred Boss vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) gefordert. Konkret solle der Beitragssatz rasch von 3,0 auf 2,4 Prozent gesenkt werden statt nur um 0,3 Prozent, wie von der bundesregierung geplant.

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IAB-Analytiker: 2018 wird Rekordjahr am Arbeitsmarkt

Arbeitsmarktbarometer nähert sich Höchststand Nürnberg, 27. März 2018. Die Konjunktur in Deutschland wird in den nächsten Monaten weiter für gutes Klima am Arbeitsmarkt sorgen. Das geht aus dem „IAB-Arbeitsmarktbarometer“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Arbeitsagentur in Nürnberg hervor. Der Beschäftigungsindex stieg demnach auf einen Rekordwert und nähert sich seinem maximal erreichbaren Höchstwert von 110 Punkten. „2018 wird aller Voraussicht nach ein Rekordjahr am Arbeitsmarkt“, schätzt Enzo Weber ein, der im IAB den Forschungsbereich „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ leitet.

Im ostdeutschen Maschinenbau brummen die Geschäfte derzeit. Hier im Foto sind gerade zwei Mitarbeiter von Niles-Simmons Chemnitz mit der Qualitätskontrolle einer großen Kurbelwelle beschäftigt. Foto: Wolfgang Schmidt, VDMA Ost

Weniger Arbeitslose, mehr Jobs in Deutschland

Bundesstatistiker verzeichnen 1,5 % mehr Erwerbstätige Wiesbaden, 2. Januar 2017. Der Jobmotor summt in Deutschland fleißig vor sich hin, wenn auch nicht in allen Wirtschaftsbereichen gleichermaßen. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Bundesrepublik sei im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent auf 44,3 Millionen Menschen gestiegen, teilte das statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mit.

Die meisten ostdeutschen Maschinenbau-Unternehmer können sich vorstellen, Flüchtlinge einzustellen. Viele sind sich jedoch unsicher, wie es um die fachlichen und Sprachkenntnisse der Einwanderer bestellt ist. Foto: Rittal GmbH

Ifo rechnen für 2017 mit mehr Arbeitslosigkeit

Grund: Die meisten Flüchtlinge haben vorerst kaum Chancen auf vernünftige Jobs Dresden, 15. Juli 2016. Der größte Teil der Flüchtlinge, die im vergangenen und in diesem Jahr nach Deutschland gekommen sind, wird nicht auf die Schnelle Jobs bekommen und in den Arbeitsmarkt integrierbar sein. Das hat Prof. Joachim Ragnitz vom Wirtschaftsforschungs-Institut „ifo“ in Dresden eingeschätzt. Eine ähnliche Prognose hatte erst kürzlich auch der Dresdner Arbeitsagentur-Chef Thomas Wünsche abgegeben.

Fällt erstmal seit Mitte 2014 unter die neutrale 100-Punkte-Marke: Das Arbeitsmarkt-Barometer des IAB deutet eine Trendwende an. Grafik: IAB

Trendwende am Arbeitsmarkt absehbar

Arbeitsagentur-Institut rechnet mit steigender Arbeitslosigkeit Nürnberg, 29. März 2016. Am deutschen Arbeitsmarkt deutet sich möglicherweise eine Trendwende hin zu steigender Arbeitslosigkeit ab: Das Arbeitsmarkt-Barometer des “Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit” (IAB) in Nürnberg ist erstmals seit Mitte 2014 in den negativen Bereich (unter 100 Punkte) gefallen. Der Indikator beruht auf Umfragen in den lokalen Arbeitsagenturen.

Der Energiesektor von Siemens konnte erst kürzlich wieder Großaufträge in Ägypten und in Belgien an Land ziehen - hier ein Blick in die Turbinenmontage im Berliner Siemens-Werk. Das IfW rechnet damit, dass sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland noch beschleunigen wird. Foto: Siemens

IfW: Deutschland auf dem Weg in die Hochkonjunktur

Kiel/Berlin, 10. September 2015. Trotz bremsender Effekte durch China wird Deutschland bis mindestens zum Jahr 2017 ein noch stärkeres Wirtschaftswachstum als bisher erreichen. Das prognostiziert das „Institut für Weltwirtschaft“ (IfW) in Kiel. Die Bundesrepublik befinde sich „auf dem Weg in die Hochkonjunktur“, sind die Ökonomen überzeugt. Neben einer anziehenden Binnennachfrage werde auch eine wirtschaftliche Erholung des Euro-Raums die deutsche Konjunktur stützen.

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Jugend-Arbeitslosigkeit in Deutschland am niedrigsten

In Griechenland und Spanien ist hingegen jeder zweite Jugendliche arbeitslos Wiesbaden, 11. August 2015. Deutschland hat mit 7,7 % die niedrigste Jugend-Arbeitslosenquote im EU-Raum. Das hat heute das Statistische Bundesamt in Wiebaden mitgeteilt. Im EU-Schnitt liegt die Arbeitslosenquote in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen bei 22,2 Prozent. Besonders hoch ist die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien (53,2 %) und Griechenland (52,4 %) – was in beiden Ländern als schon langandauerndes gesellschaftliches Problem gesehen wird und regelmäßig zu Protest-Demonstrationen führt.

Seit der Wende verfallen ganze Betriebe in Ostdeutschland - hier ein Beispiel aus der Lausitz. Foto: Heiko Weckbrodt

25 Jahre nach dem Reset hinkt Ostdeutschland weiter hinterher

IAB-Forscher: Arbeitslosigkeit 1,5-mal so hoch wie im Westen, Lohnniveau bei 80 % Nürnberg/Dresden/Jena, 26. Juli 2015. 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung, der wirtschaftlich wie gesellschaftlich einen Neustart (“Reset”) zur Folge hatte, wirken die „schwierigen Startbedingungen Ostdeutschlands noch immer nach“. Das schätzt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Arbeitsagentur in Nürnberg in einer neuen Analyse ein. Die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland sei heute etwa 1,5-mal so hoch wie im Westen, im Schnitt bekomme ein ostdeutscher Beschäftigter 20 % weniger Lohn als ein Westdeutscher. Und die wirtschaftliche Produktivität – zu DDR-Zeiten erreichte die etwa ein Drittel des bundesdeutschen Standes – habe sich bei etwa ¾ des Westniveaus eingepegelt.

Studenten im Hörsaalzentrum der TU Dresden. Foto: TUD

Generation Praktikum ist ein Studenten-Mythos

Absolventen-Studie in Sachsen: Große Mehrheit findet nach spätestens einem Jahr einen angemessenen Job Dresden, 2. April 2015: In der öffentlichen bildungs- und wirtschaftspolitischen Diskussion in Deutschland wird oft kolportiert, dass sich viele Jungakademiker ewig von einem Praktikumsplatz zum nächsten durchhangeln müssen, weil sie keine Festanstellung bekämen. Doch diese Vorstellung von einer „Generation Praktikum“ ist zumindest für junge Akademiker in Sachsen eher ein Mythos als Tatsache: Laut einer heute vorgestellten Absolventen-Studie der TU Dresden im Auftrag des sächsischen Wissenschaftsministeriums kann die übergroße Mehrheit der sächsischen Uni- und Hochschul-Absolventen nach spätestens einem Jahr vernünftige Jobs ergattern. In Praktika hängen im ersten Monat nach dem Examen nur vier Prozent fest, nach zwölf Monaten liegt diese Quote nur noch bei einem Prozent.

Logo: Agentur für Arbeit

Etwas weniger Langzeitarbeitslose in Dresden

Dresden, 31. März 2015: Die Arbeitslosigkeit ist im März in Dresden leicht gesunken: Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 6,1 %, wie das Jobcenter Dresden mitteilte. Im Februar war sie genauso hoch, vor einem Jahr aber lag sie noch bei 6,4 %. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen – sie machen in Dresden fast drei Viertel aller Arbeitslosen aus – ist leicht zurückgegangen.

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Immer mehr arme Rentner und Behinderte hängen am Stütze-Tropf

Sozialhilfeausgaben in Kommunen steigen stark Dresden, 12. Februar 2015: Weil immer mehr arme Rentner und Behinderte auf finanzielle Stütze angewiesen sind, kämpfen die Kommunen in Deutschland mit überdurchschnittlich wachsenden Sozialhilfe-Ausgaben. Während die Einnahmen der Städte und Landkreise zwischen 2006 und 2013 im Schnitt nur um 3,2 Prozent pro Jahr stiegen, wuchsen die Sozialhilfe-Kosten jährlich um 4,3 Prozent. Dabei gibt es allerdings erhebliche regionale Unterschiede, wie die Studie „Immer mehr Bedürftige“ des ifo-Instituts in Dresden ergeben hat.

2014 ist die ARbeitslosigkeit in Dresden insgesamt gesunken, betont der Dresdner Arbeitsagentur-Direktor Thomas Wünsche. Foto: Heiko Weckbrodt

Arbeitslosigkeit in Dresden steigt durch Winter leicht

Im Jahresvergleich hat sich Lage aber spürbar verbessert Die Arbeitslosigkeit ist in Dresden leicht gestiegen: Im Dezember 2014 waren 22.255 Menschen in Dresden arbeitslos, 370 mehr als im Vormonat. Der Anstieg habe jedoch nichts mit dem neuen Mindestlohn zu tun, sondern sei saisonalbedingt, schätzte der Dresdner Agenturdirektor Thomas Wünsche ein. „Wir gehen davon aus, dass der Mindestlohn in Dresden zwar Einfluss auf die Taxizunft und wohl auch das Hotel- und Gaststättengewerbe haben wird, die Auswirkungen in Dresden aber insgesamt eher gering sein werden“, sagte er.