NewsWirtschaftzAufi

Sachsens Industrie investiert Milliarden

Baustelle der ESMC-Fabrik in Dresden. Die Entscheidung der Muttergesellschaft TSMC, in Sachsen zehn Milliarden zu investieren, gilt als Adelsschlag für den Mikroelektronik-Standort. Foto: Heiko Weckbrodt
Baustelle der ESMC-Fabrik in Dresden. Die Entscheidung der Muttergesellschaft TSMC, in Sachsen zehn Milliarden zu investieren, gilt als Adelsschlag für den Mikroelektronik-Standort. Foto: Heiko Weckbrodt

Leichter Zuwachs zum Vorjahr – doch starker Rückgang auf längere Sicht

Kamenz, 3. Dezember 2026. Halbleiterunternehmen, Automobil- und Maschinenbauer sowie andere sächsische Industriezweige haben im Jahr 2026 etwas mehr investiert, nämlich vier Milliarden Euro. Das geht aus einer Aufstellung des Statistischen Landesamtes in Kamenz hervor. Der leichte Zuwachs um 1,6 Prozent relativiert sich allerdings auf längere Sicht: Im Vergleich zum Jahr 2023 investierte die Industrie nämlich 7,7 Prozent weniger.

Wenige Großinvestitionen beeinflussen Statistik stark

Ohnehin beeinflussen vor allem wenige Großinvestitionen die Statistik stark: So hat TSMC gemeinsam mit den Partnern Bosch, Infineon und NXP im Herbst 2024 mit dem Bau seiner ersten Europa-Chipfabrik in Dresden begonnen. Ein anderes Beispiel sind die früheren – und später mangels Stromer-Nachfrage entwerteten – Großinvestitionen von Volkswagen: Der Konzern hatte Milliarden in den Umbau seines Zwickauer Werkes hin zur Elektroauto-Produktion investiert. Inzwischen sind diese Fabriken jedoch nur noch schwach ausgelastet, die VW-Manufaktur Dresden musste die Autoproduktion sogar ganz einstellen.

Autor: hw

Quelle: Stat. LA Sachsen

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger