Sondersubventionen für KI-Beschleuniger, Chiplets und die Mikroelektronik von morgen

Bund lobt Ipcei-Zuschüsse für neuartige Halbleitertechnologien aus
Berlin/Dresden/München, 19. November 2025. KI-Chips der übernächsten Generation, photonische Schaltkreise, disruptive Sensoren und Leistungselektronik, Chiplet-Techniken, neue Ansätze für die heterogene Integration verschiedener Mikroelektronik-Elemente in einem Gehäuse, Militärelektronik und abhörsichere Kommunikationselektronik haben derzeit besonders gute Chancen auf Sondersubventionen vom Bundeswirtschaftsministerium. Das nämlich hat heute ein „Interessensbekundungsverfahren“ für „Wichtige Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse für neuartige Halbleitertechnologien“ (IPCEI-AST) gestartet.
Erst mal nur Projektskizzen gefragt
Das heißt: Wer Geld vom Staat für neuartige Chiptechnologien braucht, kann sich bis zum 15. Januar 2026 beim Projektträger „VDI/VDE Innovation + Technik GmbH“ mit Projektskizzen schon mal vorab dafür anmelden. Anfang 2026 gelangen die besten Vorschläge dann ins Rennen um konkrete Geldzusagen – wobei dann jeweils noch die EU zustimmen muss.
Förderrunde soll sich in die neue Bundes-Mikroelektronikstrategie einfügen
Besonders gute Aussichten dürften diesmal Bewerber haben, die in die neue Bundes-Mikroelektronikstrategie von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) passen. Diese Strategie rückt vor allem Lücken in der deutschen Halbleiter-Wertschöpfungskette in den Fokus: Chipdesign, fortgeschrittene Chip-Endmontage, mehr Resilienz und Vertrauenswürdigkeit bestehender Lieferketten, aber auch der schnelle Forschungstransfer in die Praxis beispielsweise. Da dabei auch das Prinzip „Stärken stärken“ gelten soll, dürften vor allem die Mikroelektronik-Standorte in Sachsen und Bayern zum Zuge kommen. Bei früheren Mikroelektronik-Ipcei-Verteilrunden hatten unter anderem die Bosch-Fabrik in Dresden, Infineon, Globalfoundries, die Waferspalter von Siltectra, Freiberger Compound Materials (FCM) sowie die Ferroelectric Memory Company (FMC) von solchen Zuschüssen in Sachsen profitiert.
Autor: hw
Quellen: BMWE, VDI, Oiger-Archiv, SMWA

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