Neue Bundesregierung will Mikroelektronik weiter fördern
Koalitionsvertrag sieht weitere Sonderzuschüsse für Chip-Investitionen vor
Berlin/Dresden, 9. April 2025. Die kommende schwarzrote Bundesregierung will die Sonderförderung für die deutsche Halbleiter-Branche fortsetzen: „Wir werden Deutschland als führenden Standort für Mikroelektronik ausbauen. Dazu werden wir Investitionen unter dem European Chips Act und dem IPCEI-Rahmen weiterhin fördern“, heißt es im heute vorgestellten Koalitionsvertrag von CDU und SPD.
Damit kann sich vor allem auch Sachsen Hoffnungen auf weitere Hochtechnologie-Ansiedlungen und Chipfabrik-Erweiterungen machen. Denn der Freistaat gilt als die führende Mikroelektronik-Region in Deutschland und Europa und hatte zuletzt mit TSMC auch einen „großen Fisch“ an Land gezogen, der womöglich weitere Ansiedlungen taiwanesischer Zulieferer nach sich ziehen könnte.
Chipgesetz-Beihilfen werden von Bund und Land immer gemeinsam finanziert
Ähnlich hatte sich zuvor die CDU-SPD-Koalition in Sachsen auf weitere Sonderzuschüsse für Mikroelektronik-Ansiedlungen festgelegt. Beide Richtungsentscheidungen sind untrennbar verbunden, weil zum Beispiel Sonder-Subventionen nach dem EU-Chipgesetz von Bund und Land zusammen finanziert werden müssen. Ähnliches gilt auch für Zuschüsse, die „Wichtigen Projekten von gemeinsamem europäischen Interesse“ (Ipcei) gewährt werden.
Die Halbleiterindustrie gilt – neben der derzeit schwächelnden Autobranche – als das zweite große Technologie-Standbein für Sachsen. Bis zum Ende der Dekade rechnet der Branchenverband „Silicon Saxony“ mit etwa 100.000 Jobs in den Chipfabriken, Softwareschmieden und nahe verwandten Branchenbetrieben im Freistaat.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: CDU-SPD-Koalitionsvertrag, Oiger-Archiv,Wikipedia

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