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Neue Bundesregierung will Mikroelektronik weiter fördern

Die Europäer wollen mit einem digitalen, programmierbaren Euro auf Blockchain-Basis zum Beispiel dem Facebook-Geld Diem alias Libra, aber auch dem digitalen Yuan und Bitcoin Paroli bieten. Foto: Heiko Weckbrodt
Foto: Heiko Weckbrodt

Koalitionsvertrag sieht weitere Sonderzuschüsse für Chip-Investitionen vor

Berlin/Dresden, 9. April 2025. Die kommende schwarzrote Bundesregierung will die Sonderförderung für die deutsche Halbleiter-Branche fortsetzen: „Wir werden Deutschland als führenden Standort für Mikroelektronik ausbauen. Dazu werden wir Investitionen unter dem European Chips Act und dem IPCEI-Rahmen weiterhin fördern“, heißt es im heute vorgestellten Koalitionsvertrag von CDU und SPD.

Damit kann sich vor allem auch Sachsen Hoffnungen auf weitere Hochtechnologie-Ansiedlungen und Chipfabrik-Erweiterungen machen. Denn der Freistaat gilt als die führende Mikroelektronik-Region in Deutschland und Europa und hatte zuletzt mit TSMC auch einen „großen Fisch“ an Land gezogen, der womöglich weitere Ansiedlungen taiwanesischer Zulieferer nach sich ziehen könnte.

Chipgesetz-Beihilfen werden von Bund und Land immer gemeinsam finanziert

Ähnlich hatte sich zuvor die CDU-SPD-Koalition in Sachsen auf weitere Sonderzuschüsse für Mikroelektronik-Ansiedlungen festgelegt. Beide Richtungsentscheidungen sind untrennbar verbunden, weil zum Beispiel Sonder-Subventionen nach dem EU-Chipgesetz von Bund und Land zusammen finanziert werden müssen. Ähnliches gilt auch für Zuschüsse, die „Wichtigen Projekten von gemeinsamem europäischen Interesse“ (Ipcei) gewährt werden.

Die Halbleiterindustrie gilt – neben der derzeit schwächelnden Autobranche – als das zweite große Technologie-Standbein für Sachsen. Bis zum Ende der Dekade rechnet der Branchenverband „Silicon Saxony“ mit etwa 100.000 Jobs in den Chipfabriken, Softwareschmieden und nahe verwandten Branchenbetrieben im Freistaat.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: CDU-SPD-Koalitionsvertrag, Oiger-Archiv,Wikipedia

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger