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Baustart für Deutschlands größte schwimmende Solaranlage

"Cottbuser Ostsee" in einem ehemaligen Tagebau. Foto: Leag

„Cottbuser Ostsee“ in einem ehemaligen Tagebau. Foto: Leag

Gekoppelte Solarboote in Cottbuser Ostsee sollen 29 Gigawattstunden pro Jahr liefern

Cottbus, 30. Mai 2024. Die Montagearbeiten für Deutschlands größte schwimmende Solaranlage haben auf dem Cottbuser Ostsee begonnen. Das haben der Lausitzer Energieversorger „Leag“ und der Berliner Projektentwickler „EP New Energies“ (Epne) mitgeteilt.

Schwimmendes Kraftwerk könnte über 8000 Haushalte mit Strom versorgen

Das schwimmende Kraftwerk besteht aus gekoppelten Solarbooten mit insgesamt bis zu 29 Megawatt Leistung. Es soll im Winter 2024/2025 in Betrieb gehen und jährlich etwa 29.000 Megawattstunden (MWh) Strom erzeugen. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von rund 8250 Haushalten.

Leuchtturm-Projekt für die „Leag-Gigawattfactory“

„Die Floating-PV-Anlage auf dem Cottbuser Ostsee, eines unserer Leuchtturm-Projekte innerhalb der Leag-Gigawattfactory, nähert sich der Fertigstellung“, betonte Leag-Vorstand Thorsten Kramer. „Nach intensiver Planung und dem Einbau der Dalben im vergangenen Jahr erleben wir nun die Umsetzung dieses innovativen Projekts.“. Dieses Leuchtturm-Projekt werde die Region und das Unternehmen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Zukunft voranbringen. Energieversorgungssicherheit und Klimaschutz stünden dabei gleichermaßen im Fokus.

Animation der Leag zum Projekt:

Innovatives Projekt nimmt Fahrt auf

Ursprünglich wollten die Planer die Solarpaneele auf dem trockenem Seeboden installieren und dann mit dem Wasserpegel aufschwimmen lassen, berichtet Epne-Chef Dominique Guillou. Doch durch unerwartet starke Regenfälle Ende letzten Jahres habe er das Konzept umstellen müssen. Die aktuelle Wassertiefe betrage mittlerweile etwa 1,50 Meter. Daher habe er sich für eine Installation in schwimmender Bauweise entschieden.

1800 Solarboote schwimmen auf Ex-Tagebau

In den kommenden Monaten montieren Arbeiter über 51.000 Solarmodule auf rund 1800 Solarbooten und befestigen sie an 34 Pfählen (Dalben) am Grund des ehemaligen Kohle-Tagebaus. Die Vormontage der Solarmodule erfolgt direkt am Ufer, bevor die Solarboote mit Booten zu ihren vorgesehenen Positionen auf dem See transportiert werden. Die technische Ausstattung der Anlage umfasst 88 Wechselrichter, acht Trafostationen und zwei Mittelspannungssysteme. Die Einrichtung der Anlage übernimmt „Pfalzsolar“.

Leag: Belegen mit Solaranlage kaum 1 % der Seefläche

Die 16 Hektar große Anlagenfläche mache weniger als ein Prozent der gesamten Seefläche aus, betonten die Leag-Planer. Damit stehe sie „im Einklang mit den touristischen Nutzungszielen“ des Cottbuser Ostsees. Gemünzt ist dies auf die vielfältigen Hoffnung, die sich mit dem ehemaligen Tagebau verbinden: Als See soll er eine touristische Attraktion werden, geplant sind auch mehrere Badestrände. Zudem soll er als Wasserspeicher für Dürresommer dienen.

Autor: KI Oiger-News

Quellen:LEAG, EP New Energies, Wikipedia, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt