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Gefühlsausbrüche, 2D-Chemie und Carbon-Leichtbau: 45 Millionen Euro bewilligt

Elektronisch nutzbares Graphen als Dispersion. Sixonia Tech Dresden stellt dieses 2D-Material elektrochemisch her. Foto: Heiko Weckbrodt

Ein Beispiel für 2D-Moleküle ist Graphen. Hier im Archivfoto: elektronisch nutzbares Graphen  von einer Dresdner Uni-Ausgründung: Sixonia Tech stellt dieses 2D-Material elektrochemisch her. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen begrüßt Zuschläge für TU Dresden

Dresden, 1. Juni 2024. Krankhafte Gefühlsausbrüchen von Patienten, 2D-Chemie und Carbonbeton-Leichtbauten sind die Themen dreier „Sonderforschungsbereiche“, für die die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ rund 45 Millionen Euro versprochen hat. Die Untersuchungen sind teils an der Technischen Universität Dresden (TUD) angesiedelt, teils beteiligen sich die Dresdner an Forschungsverbünden. Das geht aus Mitteilungen der Uni und des sächsischen Wissenschaftsministeriums hervor.

Minister sieht darin „Beleg für die Forschungsstärke“ in Sachsen

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) wertet die Zuschläge als „Beleg für die Forschungsstärke und Exzellenz im Wissenschaftsland Sachsen. Mit Partnern im In- und Ausland arbeitet die sächsische Wissenschaft auf absolutem Spitzenniveau in ganz verschiedenen Bereichen. Von der internationalen Sichtbarkeit die mit diesen Projekten erreicht wird, profitiert der gesamte Freistaat“.

Im Einzelnen handelt es sich dabei um folgende Projekte:

Gefühlsausbrüche

Am neuen Sonderforschungsbereich: „Verlaufsformen affektiver Störungen: Kognitiv-emotionale Mechanismen der Symptomänderung“ der Philipps-Universität Marburg, an dem sich die TUD und die Uni Münster beteiligen, beschäftigen sich die Wissenschaftler mit krankhaften Gefühlsausbrüchen von Patientinnen und Patienten. Sie erheben dafür via Smartphone über einen längeren Zeitraum Daten. So sollen Symptomänderungen von bereits diagnostizierten psychischen Störungen, kognitiv-emotionale Zustände und Stressfaktoren im Alltag sofort erfasst werden. Auf diese Weise hoffen die Forscher, Krankheitsverläufe besser vorhersagen und anschließend passgenaue Therapien entwickeln zu können.

2D-Chemie

Anschlussgelder bekommt der bereits existierende Sonderforschungsbereich (SFB) „Chemie der synthetischen zweidimensionalen Materialien“ an der TU Dresden. Der ist den chemischen Eigenschaften von zweidimensionalen Materialien auf molekularer Ebene auf der Spur. 2D-Materialien sind extrem flache strukturiert und bestehen oft nur aus ein oder wenigen Atomlagen. Sie haben besondere Eigenschaften und könnten in Zukunft für Bereiche wie Halbleiter-Bauelemente, Bioengineering und medizinische Anwendungen oder als Energiespeicher große Bedeutung bekommen.

Carbonbeton-Konstruktionen

Ebenfalls eine Anschluss-Finanzierung bekommen die „Konstruktionsstrategien für material-minimierte Carbonbetonstrukturen – Grundlagen für eine neue Art zu bauen“ an der TU Dresden und der RWTH Aachen.. Hier geht es um grundlegende Fragen zu möglichen Baukonstruktionen, die gleichzeitig mit weniger Material auskommen und trotzdem extrem belastbar und standsicher sind.

Autor: Oiger

Quellen: TUD, SMWK, DFG

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt