Digitalisierung, News, zAufi

Hacker-Hilfe gegen Hitze und Hochwasser gefragt

Eine Künstliche Intelligenz fahndet ab sofort mit 300 Sensoren nach urbanen Hitzeinseln in Dresden. Visualisierung: Dall-E,, bearbeitet (hw)

Als Antwort auf Wetterextreme setzt Dresden beispielsweise bereits ein Netz aus 300 Sensoren und Künstliche Intelligenz ein, um urbane Hitzeinseln zu entdecken. Visualisierung: Dall-E,, bearbeitet (hw)

Stadt und Staatskanzlei laden zum Hackathon „Cool down – Hack die Extreme“ nach Dresden

Dresden, 18. Mai 2024. Um mit extremer Hitze wie auch mit Fluten künftig besser klar zu kommen, bemühen sich die Stadt Dresden und die sächsische Staatskanzlei um Hacker-Hilfe: Sie richten vom 24. bis 26. Mai unter dem Motto unter dem Motto „Cool down – Hack die Extreme“ das „Open Data Camp 2024“ in der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden aus. Tüftler, Software-Ingenieure, Hacker, Studenten und andere Kreative sollen dort gemeinsam digitale Lösungen finden, mit denen sich Großstädte besser an den Klimawandel anpassen können.

Info- und Wegesysteme, aber auch Digitale Zwillinge auf der Agenda

„Im Fokus stehen Lösungen zur Bekämpfung von Hitze, um die Bevölkerung und Einrichtungen zu schützen sowie Informationssysteme und Wegeplanungen zur Vorsorge gegen Naturgefahren wie Hochwasser“, heißt es in einer gemeinsamem Ankündigung von Kommune und Staatskanzlei. „Des Weiteren wird nach innovativen Ansätzen für einen digitalen Energiezwilling für Dresden zur Wärmeplanung gesucht. Zusätzlich sind neue Ideen für das Monitoring und die Entwicklung von Anwendungen im Bereich Klima und Nachhaltigkeit von Interesse.“

3000 Euro Preisgelder locken

Dresden richtet bereits seit 2016 solche und ähnliche Hackathons aus. Den Anfang machte der „Open Data Crunch 2016“ vom Chaos Computer Club Dresden. Auch die Stadt Dresden, der Smart Systems Hub und andere Organisatoren lobten in der Folge mehr oder minder regelmäßig Hackathon-artige Veranstaltungen aus, die sich wirtschaftlichen, kommunalen oder regionalen Herausforderungen widmen. Dahinter steckt unter anderem die Idee, dass sich gerade in Dresden, wo eine starke Mikroelektronik und Softwareindustrie in einer Kommune gebündelt sind, besonders innovative Lösungen finden lassen.

Zum diesjährigen Hackathon stellen Stadt und Freistaat die Aufgaben, die Daten aus ihren „Open Data“-Portalen und letztlich auch Preise über insgesamt 3000 Euro zur Verfügung.

Autor: hw

Quellen: LHD, SSK, Oiger-Archiv, Wikipedia

Zum Weiterlesen: 

KI soll mit Sensornetz extreme Hitzeinseln in Dresden finden 

Open Data Camp: 39 Hacker, 13 Prototypen, 2 Tage 

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt