Digitalisierung, News, zAufi

Regel-Datenbank soll Bauherren helfen

Binnen zwei Jahren hat sich Wohnungsbau in Sachsen um etwa ein Drittel verteuert. Foto: Heiko Weckbrodt

Foto: Heiko Weckbrodt

Architektensohn will System aufbauen, das Bauwilligen und Unternehmen durch den Verordnungs-Dschungel in Deutschland leitet

Dresden, 2. August 2023. Um Bauherren einen Weg durch den Gesetzes- und Verordnungs-Dschungel in Deutschland zu bahnen, will der 19-jährige Kolumbianer Samuel Restrepo eine Datenbank mit Baurichtlinien aufbauen. Das hat er bei einer Präsentation im Gründernetzwerk „Dresden exists“ angekündigt.

Staat soll für Kosten aufkommen

Die Datenbank soll öffentlich und kostenlos zugänglich sein, avisierte der Sohn einer Architektenfamilie. Die Bauherren beziehungsweise Unternehmen sollen dort ihre Baupläne und Architekturentwürfe hochladen und den Projekt-Ort auswählen. Dann bekommen sie automatische Auskünfte, ob sie alle Bauregeln der jeweiligen Gemeinde und des Bundeslandes eingehalten haben – oder was noch zu tun ist. Erlöse will er mit seiner noch zu gründenden Betreiberfirma durch staatliche Zuschüsse für sein Projekt erwirtschaften.

Deutsche Regelwut dürfte Herausforderung sein

Allerdings haben erfahrene Unternehmer den Gründer in spe auch darauf hingewiesen, dass sein Vorhaben aufwendig werden könne: Angesichts der Vielzahl zu beachtender Bau-Regeln, Gesetze, Verordnungen und Ausführungsbestimmungen in Deutschland, die sich zudem noch von Bundesland zu Bundesland unterscheiden, dürfte der Aufwand groß sein, all dies zuverlässig in eine Datenbank-Auskunft zu packen, so der Tenor.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: Präsentation bei Dresden Exits

Zum Weiterlesen:

Dresdner Akademiker spannen KI als Energieberaterin ein

Exoskelett für Spieler geplant

Simulator soll Energieverbrauch von Gebäuden drücken

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt