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China kämpft mit Stromausfällen

Die Flagge der VR China. Abb.: gemeinfrei, Wikimedia, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Flag_of_the_People%27s_Republic_of_China.svg

Die Flagge der VR China. Abb.: gemeinfrei, Wikimedia

Laut Medienberichten ist Spagat zwischen Wachstum und Energiewende mitschuld

Peking, 29. September 2021. Laut Berichten des „Wall Street Journal“ und von „Bloomberg“ sorgen die chinesischen Versuche für eine Energiewende sowie Kohleengpässe derzeit Stromausfälle im Reich der Mitte. Dies sorge in der chinesischen Mikroelektronik und anderen Industriezweigen für zusätzliche Lieferkettenprobleme.

Kommunisten wollen CO2-Ausstoß mindern

Chinas Energiewirtschaft ist stark von Kohle abhängig. Präsident Xi Jinping und die Regierung wollen diese Abhängigkeit sowie die Umweltverschmutzung durch Kohlekraftwerke zurückdrängen. Temporäre Förder- und Produktionsverbote sowie andere staatlichen Eingriffe sorgen aber laut den Berichten für Instabilitäten in der chinesischen Volkswirtschaft und die erwähnten Stromausfälle. Bloomberg zufolge kommen hier mehrere Faktoren zusammen: Erneuerbare Energiequelle wie Sonne und Wasserkraft spielen zwar auch in China eine wachsende Rolle, sind aber vom jährlich wechselnden Beginn und Ende der Regenzeit abhängig und liefern ähnlich unstet wie in Europa. Durch die staatlichem Interventionen gegen den Kohleabbau investieren auch weniger Kapitalgeber in diese Sparte – und Bergwerke lassen sich nicht schnell hoch- und wieder herunterfahren. Zudem sind die Importmöglichkeiten für China begrenzt: Auch andere Länder wollen ihre Volkswirtschaften nach dem Corona-Schock wieder hochfahren und haben daher ebenfalls steigenden Energiebedarf. Zudem schränken politische Konflikte zwischen China und Australien sowie die pandemie-bedingte Abriegelung der Außengrenzen die Importmöglichkeiten zusätzlich ein.

Anhaltende Störungen in den globalen Liefernetzen

Bereits seit Beginn der Corona-Pandemie pflanzen sich die Störungen in der chinesischen Industrie, die de facto längst als die „Fabrik der Welt“ fungiert, durch große Teile der Weltwirtschaft. Seit geraumer Zeit sorgen nun beispielsweise erneute Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung in wichtigen Umschlaghäfen für lange Staus von Container-Schiffen. Hinzu kommen andere Verknappungen, unter anderem der Chipmangel, die aber auch mit der Nachfrage anderer Länder zu tun haben. All dies bremst trotz vielerorts wohlgefüllter Auftragsbücher die Erholung der Weltwirtschaft vom Corona-Schock anhaltend aus.

Autor: hw

Quellen: WSJ, Bloomberg, Oiger-Archiv