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VW und Fraunhofer steuern Roboter mit Gesten

So sieht der Roboter einen Menschen: Ein Forscher des Fraunhofer IWU demonstriert die industrielle Gestensteuerung aus der Perspektive eines Roboters. Abb.: Fraunhofer IWU
So sieht der Roboter einen Menschen: Ein Forscher des Fraunhofer IWU demonstriert die industrielle Gestensteuerung aus der Perspektive eines Roboters. Abb.: Fraunhofer IWU

Fraunhofer Chemnitz hat die Technologie zur Praxisreife gebracht

Chemnitz/Zwickau, 14. Februar 2021. Bis jetzt kannte man das eher von Spielekonsolen wie der „Wii“ oder aus Science-Fiction-Serien wie „The Expanse“: Durch bloße Gesten, etwa durch Wischbewegungen der Hand, steuern Menschen das Spielgeschehen auf der großen Leinwand oder blättern sich durch virtuelle Bibliotheken. Jetzt ist diese Technologie auch dort angekommen, wo die Maschinen jede Geste wirklich sicher erkennen müssen, weil sonst Menschen verletzt und erhebliche Werte vernichtet werden könnten: in der Industrie. Fraunhofer und Volkswagen erproben in der Autofabrik Zwickau nun die Steuerung von Robotern und anderen Maschinen durch menschliche Gesten. Das hat das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) aus Chemnitz mitgeteilt.

Demovideo vom
Fraunhofer IWU:

Intuitivere Steuerung möglich

Die Technologie basiere „auf der intelligenten Kopplung optischer Sensoren, innovativer Bildverarbeitungsverfahren und berührungsloser Bedieninterfaces“, hieß es vom IWU. Die direkte Zusammenarbeit von Menschen und Robotern in der Produktion werde damit intuitiver, effizienter und ergonomischer.

Ein Mensch führt im VW-Automobilwerk in Zwickau die berührungslose Gestensteuerung von Schwerlastrobotern vor. Foto: Fraunhofer IWU
Ein Fraunhofer-Experte führt im VW-Automobilwerk in Zwickau die berührungslose Gestensteuerung von Schwerlastrobotern vor. Foto: Fraunhofer IWU

Arbeiter wird zum Dirigent für das Roboter-Orchester

„Uns hat das bei der Entwicklung immer ans Dirigieren eines Chors oder Orchesters erinnert“, erzählt IWU- Projektleiter Paul Eichler. „Konventionelle Bedienelemente wie Knöpfe und Schalter werden überflüssig. Die Beschäftigten können sich ganz natürlich bewegen, um mit den Robotern zu interagieren – als würden sie einem anderen Menschen in der Fabrik per Handzeichen ein ,Stopp’ oder eine Richtung anzeigen.“

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: Fraunhofer-IWU

Zum Weiterlesen:

VW lernt mit Technologie von Wandelbots Dresden seine Roboter an

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Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger