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Regional-Luftfahrt in Norwegen ab 2040 nur noch elektrisch

So stellt sich das US-Unternehmen Zunum seine künftige Modellpalette elektrischer Flugzeuge vor. Vislualisierung: Zunum
So stellt sich das US-Unternehmen Zunum seine künftige Modellpalette elektrischer Flugzeuge vor. Vislualisierung: Zunum

Avinor: Alle Kurzstrecken bis 1,5 h sind bald elektrisch abfliegbar

Oslo, 5. Februar 2018. Beim elektromobilen Verkehr auf dem Boden ist Norwegen bereits europäischer Spitzenreiter: Nirgendwo sonst ist der Anteil elektrischer Autos so hoch wie im hohen Norden. Und dank seiner Wasserkraftwerke kann das Land 98 Prozent seines Energiebedarfs aus sogenannter „erneuerbaren“ Quellen decken. Und nun gehen die Norwegen mit diesem Konzept in die Luft: Ab 2040 sollen hier sämtliche Kurzstreckenflüge durch elektrische Flugzeuge abgewickelt werden. Das berichtet das britische Marktforschungs-Unternehmen „IDTechEx“ unter Berufung auf den norwegischen Flughafenbetreiber „Avinor“.

Erste E-Route wird 2025 ausgeschrieben

„Wir denken, dass alle Flüge bis zu 1,5 Stunden Dauer durch elektrische Flugzeuge geflogen werden können“, zitieren die Analytiker den Avinor-Chef Dag Falk-Petersen. Betreffen würde dies alle Inlandsflüge sowie Verbindungen in die anderen norwegischen Hauptstädte. Die erste elektrische Route will Avinor im Jahr 2025 ausschreiben.

So etwa soll das mit 14 Elektromotoren angetriebene E-Flugzeug der NASA aussehen. Visualisierung: NASA
So etwa soll das mit 14 Elektromotoren angetriebene E-Flugzeug der NASA aussehen. Visualisierung: NASA Langley/Advanced Concepts Lab, AMA, Inc

US-Firma Zunum will elektrischen Prototypen 2018 testfliegen lassen

Allzu viele serienreife elektrische Flugzeuge gibt es bisher allerdings nicht. Die NASA experimentiert bereits seit geraumer Zeit an Flugzeugen mit Elektromotor-Antrieb. Und das US-amerikanische Jungunternehmen „Zunum“ will in diesem Jahr seinen elektrischen Prototypen erstmals probefliegen lassen. Diese Maschinen sollen durch Batterien gespeist und mit einem Gasgenerator als Reichweiten-Erweiterer ausgerüstet werden. Sie sind laut Zunum Geschwindigkeiten etwa 550 Kilometer je Stunde schnell und können mit einer Ladung rund 1200 Kilometer weit fliegen. hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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