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80 % vertrauen Wikipedia

Vier von fünf Wikipedia-Nutzern halten die Wiki-Einträge für (halbwegs) zuverlässig. Grafik: Bitkom

Vier von fünf Wikipedia-Nutzern halten die Wiki-Einträge für (halbwegs) zuverlässig. Grafik: Bitkom

Internetlexikon wird 15 Jahre alt

Berlin, 11. Januar 2016. Die allermeisten deutschen Internetnutzer (79 %) recherchieren mindestens gelegentlich in der Online-Enzyklopädie „Wikipedia“. Und von diesen Wiki-Nutzern halten wiederum 80 % halten die Einträge in der Wikipedia auch für meist zuverlässig. Das hat eine repräsentative Umfrage von „Bitkom Research“ und „Aris“ ergeben.

Das Internet-Lexikon, an dem jeder mitschreiben kann, feiert übrigens am Freitag 15. Geburtstag: Am 15. Januar 2001 schaltete Gründer Jimmy Wales die US-Version wikipedia.com frei. Seit 2003 betreibt die nichtkommerzielle Organisation „Wikimedia Foundation“ die Plattform, deren Internet inzwischen auf „.org“ endet.

Deutsche Wiki auf Platz 3 hinter USA und Schweden

„Heute gibt es im Web 291 Sprachversionen der virtuellen Enzyklopädie mit insgesamt 36,9 Millionen Artikeln“, berichtet der deutsche Digitalverband „Bitkom“ aus Berlin. „Die deutschsprachige Version der Web-Enzyklopädie beinhaltet alleine 1,9 Millionen Artikel. Damit belegt die deutschsprachige Wikipedia im weltweiten Vergleich der Sprachversionen mit den meisten Artikeln bereits den dritten Platz, hinter der englischsprachigen (5 Mio. Artikel) und der schwedischen (2,4 Mio. Artikel) Ausgabe.“

Ewiger Streitpunkt Qualitätssicherung

Die Diskussion um eine zuverlässige Qualitätssicherung begleitet die Wikipedia von Geburt an. Denn anders als klassische Lexika wird sie nicht von einer Redaktion aus Fachleuten geschrieben, sondern an ihr kann jeder mitschreiben, der Lust hat. Gründer Jimmy Wales setzt für die Qualitätssicherung vor allem auf zwei Faktoren: Einerseits gelte auch im Internet das evolutionäre Gesetz „Die beste Darstellung setzt sich letztlich durch“, anderseits kontrollieren inzwischen auch erfahrene Wikipedianer („Wikipedia-Adel“) die eingestellten Inhalte. Diese Methoden sind durchaus umstritten: Die „adligen“ Wikipedianer gelten manchem jüngeren Autor als Dauer-Verhinderer und Spielverderber. Das Evolution-Prinzip wiederum wirkt oft nur langfristig, was heißt: Neue Einträge mit Falschdarstellungen können sich durchaus manchmal einige Zeit in der Wikipedia halten, bis sie korrigiert werden.

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