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Google reitet mit dem Pony-Express

Im heutigen Google-Doodle kann der Nutzer in einem kleinen Videospiel im Browser Pony-Reiter spielen. Abb.: Google / BSF

Im heutigen Google-Doodle kann der Nutzer in einem kleinen Videospiel im Browser Pony-Reiter spielen. Abb.: Google / BSF

Reiterspiel zum 150. „Geburtstag“ der Postlinie heute als Google-Doodle

Internet, 14. Mai 2015: Dem 155. Geburtstag des Pony-Express’, der ab dem 3. April 1860 eine stabile Postverbindung quer durch die USA aufbaute, hat die Suchmaschine Google heute auf ihrer Startseite ein Google-Doodle gewidmet: Wer auf das Pony über der Suchmaske klickt, verwandelt sich in einen Postreiter und sammelt im Stile klassischer Arkade-Spiele im Wilden Westen Briefe auf und transportiert sie von West nach Ost.

Dabei muss der kleine Pony-Reiter allerlei Fallen ausweichen: lassoschwingenden Cowboys, Schwarzpulver-Fässern, Fässern und Schneelawinen zum Beispiel. Zwischendurch werden – wie beim echten Pony-Express – auch ab und zu die Hoppepferdchen gewechselt.

Der Pony-Express gehört bis heute quasi zu den konstituierenden Legenden der Vereinigten Staaten. Obwohl er rasch von transkontinentalen Telegrafenleitungen und Eisenbahnlinien überflüssig gemacht wurde, atmete sein Konzept in der zeitgenössischen Wahrnehmung Pioniergeist und Westernromantik aus. In gewisser Hinsicht hatten die berittenen Postboten auch ein bisschen mit dem heutigen Internet gemeinsam: Anders als die linear konzipierten Telegrafen- und Eisenbahnlinien transportierten die Reiter die Briefe von Station zu Station, wo sie ihre erschöpften Ponys wechselten. Dabei konnten sie bei Hindernissen auch alternative Routen wählen – ähnlich wie die paketorientierte Server-zu-Server-Verbindungen des Internets heute. In Filmen, Videospielen und Comics war der Pony-Express später immer wieder ein beliebte Motiv. hw