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EU-Präsident zu Besuch in Dresdner Chipfabrik

Wegen des hohen Automatisierungsgrades wirkt der Globalfoundries-Reinraum nicht so wuselig wie andere Chipfabriken. Hier ein Blick auf die Lithografie, in der die Chipstrukturen auf den Wafern belichtet werden. Foto: Karin Raths, Globalfoundries Dresden

Blick in die Lithografie von GlobalfoundriesDresden. Foto: Karin Raths, Globalfoundries Dresden

Sachsen-Tillich will Barrosos Hilfe für Halbleiter-Standort

Dresden, 11. Februar 2013: EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat am Rande des Semperopernballs am vergangenen Wochenende auch die Chipfabrik von Globalfoundries (GF) in Dresden besichtigt. Bei dem nichtöffentlichen Rundgang wurde er von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) begleitet, der Barrosos Interesse für die Bemühungen des Freistaats wecken wollte, den Mikroelektronik-Standort Dresden zu stärken.

Schlüsselrolle für „Wiederbelebung der europäischen Industrie“

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Foto: EU

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Foto: EU

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich. Abb.: J. Jeibmann/Staatskanzlei

Stanislaw Tillich. Abb.: J. Jeibmann/ Staatskanzlei

Der Präsident habe sich „Ort und aus eigener Anschauung von der Wettbewerbsfähigkeit des Standort Dresdens im Halbleitersegment überzeugen“ wollen, erklärte Barrosos Sprecher Jens Mester auf Oiger-Anfrage. Er verwies auf die besondere Bedeutung der Mikroelektronik als Schlüsseltechnologie für die gesamte Industrie in Europa. „Präsident Barroso war positiv beeindruckt von diesem größten Standort der Halbleiterproduktion in Europa“, betonte Mester. Mikroelektronik könne als „Key Enabling Technology“ (KET) eine „entscheidende Rolle bei der von der Europäischen Kommission angestrebten Wiederbelebung der europäischen Industrie und der Schaffung von Arbeitsplätzen und Wettbewerbsfähigkeit“ spielen.

Dresdner Mikroelektroniker hoffen auf EU-Milliarden

Die Globalfoundries- und die Infineon-Werke sind die modernsten und größten Chipunternehmen in Dresden. Beiden Unternehmen wird ein großes Interesse an dem neuen, milliardenschweren EU-Förderprogramm ECSEL nachgesagt. Der Freistaat hatte erst kürzlich zugesagt, einen dreistelligen Millionenbetrag betreitzustellen, damit sächsische Halbleiter-Firmen diesen EU-Topf anzapfen können. Autor: Heiko Weckbrodt

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