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„Robocop“ vom Index gestrichen

Abb.: Fox

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Fox kündigt ungeschnittene Bluray für Ende Januar an

Frankfurt am Main, 10. Januar 2013: Die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ hat die ungeschnittene Version von Paul Verhoevens dystopischen Klassiker „Robocop“ 27 Jahre nach dessen Produktion vom Index gestrichen. Das teilte die deutsche Video-Niederlassung des Filmstudio „Twentieth Century Fox“, die diesen Schritt beantragt hatte, heute mit. Fox kündigte an, am 31. Januar einen „Directors Cut“ von Robocop auf einer Bluray mit FSK-18-Freigabe zu veröffentlichen. Die neue Ausgabe soll in 4k-Bildqualität und mit neuem Bonusmaterial erscheinen.

„Law & Order“-Cyborg räumt in Detroit aus

In „Robocop“ erzählte Paul Verhoeven vom Polizisten Murphy (Peter Weller, „Star Treck Into Darkness„), der im kriminalitätszerfressenen Detroit der Zukunft nach einer schweren Schussverletzung vom skrupellosen OCP-Technologiekonzern zu einem Cyborg-artigen Gesetzeshüter umgewandelt wird, der ziemlich rücksichtlos in der Stadt aufräumt. Wegen seiner Gewaltexzesse und der umstrittenen „Law & Order“-Mentalität konnte der Film in Deutschland bisher nur in einer stark geschnittenen Version gezeigt werden. Eine Neuverfilmung kommt demnächst in die Kinos.

Original-Trailer (Orion):

Verhoeven seit jeher für provokante Filme berüchtigt

Ähnlich wie bei anderen Verhoeven-Filmen wie etwa „Blut und Fleisch“ hat die Bundesprüfstelle inzwischen ihre früheren Verbote revidiert. Dies dürfte einerseits an veränderten Sehgewohnheiten heute liegen, andererseits rücken wohl im Rückblick die ganz eigenen Qualitäten der Verhoevenschen Handschrift in der Vordergrund. Wie man sich zudem beispielsweise in seinem ebenfalls – wegen möglicherweise faschistoider Tendenzen – umstrittenen „Starship Trooper“ durch den Vergleich mit der Romanvorlage Robert Robert Heinleins überzeugen kann, sind es eher die überspitzende Brechung und die brillante visuelle Brille, die für Verhoeven charakteristisch sind. Autor: Heiko Weckbrodt

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