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„Das große PC-Lexikon“: Digitalwelt analog erklärt

Abb.: Data Becker

Abb.: Data Becker

Wozu braucht man im Zeitalter von Wikipedia und Google noch ein Nachschlagwerk aus Papier?, fragt sich berechtigterweise Autor Wolfram Gieseke. Diese Grübelei haben ihn un denVerlag „Data Becker“ aber nicht abgehalten, „Das Großes PC-Lexikon“ nun in der 16. Auflage zu veröffentlichen. Darin beantwortet er auch seine rhetorische Frage: Die meisten Informationen, die man hier findet, gibts natürlich auch im Internet – aber verstreut und oft nur schwer von halbgaren Blog-Einträgen zu sondern.

Auf 880 Seiten versucht Gieseke in seinem Buch, die breite Welt der Computertechnik verständlich zu erklären und zu illustrieren, wobei er in der neuen Auflage auch jüngere Entwicklungen wie Cloud-Computing, Android, Facebook berücksichtigt hat. Das gelingt ihm auch recht respektabel. Auch erklärt er die ausgewählten Stichworte wirklich allgemeinverständlich, woran man merkt, dass er sich mit der Materie wirklich auskennt – gerade daran kranken ja viele Nerd-Einträge in Internetforen. Selbst der fortgeschrittene Nutzer findet da Interessantes – wer kann schon aus dem Kopf die Versionsverzweigungen des noch jungen Handy- und Tablet-Betriebsystems Android referieren oder kennt schon die Punktzahlen, mit denen „Windows 7“ ausrechnet, ab wievielen PC-Umrüstungen es vom Nutzer eine Neuaktivierung verlangt (Um niemanden dumm sterben zu lassen: nach 26 Änderungspunkten, wobei ein Grafikkartenwechsel nur einen Punkt, ein Prozessoraustausch drei und eine neue Hauptplatine neun Punkte „verschlingt“).

Fazit: ein profundes und leicht verständliches Nachschlagewerk, das freilich trotz üppigen Buchumfangs nur einen Ausschnitt aus der digitalen Wissenswelt bieten kann. Heiko Weckbrodt

Wolfram Gieseke: „Das Große PC-Lexikon“, Data Becker, Düsseldorf 2011 (16. Auflage), 20 Euro, ISBN 978-3-8158-3083-3

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