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Dresdner Schüler veröffentlichen Videospiel „Stress Ops“

Tillmann aus dem Projektteam zeichnet ein elektronisches Storyboard. Abb.: PR

Tillmann aus dem Projektteam zeichnet ein elektronisches Storyboard. Abb.: PR

Dresden, 27.9.2011: Die Verluste im Rundkino waren an diesem Abend immens, die Wehklagen nicht minder: Jan Gütter, hoffnungsvoller Sprecher des Technologiekonzerns AMD, verlor im Stress den Durchblick und wurde von einem Frikadellenbrötchen erlegt. Der junge Richard – niedergestreckt von einem aggressiven Hamburger. Aber das kommt davon, wenn man sich an „Stress Ops“ wagt…

Das Besondere an diesem Jump’n’Run-Spiel sind seine Macher: 27 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aus Dresden und Umgebung haben reichlich vier Monate daran gearbeitet, um es heute im Dresdner Rundkino erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren. Schützenhilfe erhielten sie dabei von AMD und vom Medienkulturzentrum Dresden, das auch die professionellen Anleiter stellte.

STRESS OPs Teaser Trailer from Medienkulturzentrum Dresden on Vimeo.

Das Gros der Arbeit erledigten aber eben die Schüler, die in fünf Teams (Programmierung, Grafik, Ton, Produktion und Öffentlichkeitsarbeit) zunächst drei alternative Ideen entwickelten, diese in Storyboards zeichneten, um sich schließlich für ein Sujet zu entscheiden: In einem Traum müssen zwei Schüler durch Labyrinthe eilen, dabei wildgewordenen Kreaturen aus dem Bio-Unterricht ausweichen und allerlei Aufgaben lösen. Diesen Traum setzten die jungen Macher dann in Flash-Technik um, erstellten dazu Sounds und Animationen und was sonst noch so zu einer Computerspielproduktion gehört.

Technisch ist das 2D-Spiel zwar nicht mit teuren Vollpreis-Spielen zu vergleichen, auch sollten die Mädchen und Jungen noch etwas einer präziseren Spielfiguren-Steuerung feilen. Und doch kann sich „Stress Ops“ sehen lassen, wenn man die Kürze der verfügbaren Zeit (die Produktionen in professionellen Softwareschmieden werden in „Mannjahren“ gerechnet) und den Kaltstart für die jungen Macher von 0 auf 100 bedenkt. „Die Kids haben dabei unglaublich viel gelernt“, betonte Projektleiter Daniel Seitz vom Medienkulturzentrum zur Premierenfeier. Und die „Kids“ waren zwar etwas zu aufgeregt, um das rhetorisch geschliffen zu unterstreichen, doch der Spaß und ihr Enthusiasmus waren ihnen anzumerken.

Abb.: Medienkulturzentrum DD

Abb.: Medienkulturzentrum DD

Diese Videospiel-Genese war für auch AMD eine Premiere: Ähnliche Projekte unter dem Titel „AMD Changing the Game“ laufen zwar bereits in anderen Ländern, doch die Aktion in Dresden war die erste in Europa und soll nun ausgebaut werden. „Wie mir die amerikanischen Kollegen gesagt haben, ist das Dresdner Videospiel auch das bisher beste, das in dieser Projektreihe entstanden ist“, lobte AMD-Sprecher Jan Gütter. Das Unternehmen hatte sich in der sächsischen Landeshauptstadt engagiert, da es traditionell an seinen Firmenstandorten lokale Sozialprojekte fördert. „Wir wollen damit Jugendliche an moderne Technologien heranführen und letztlich auch künftige Mitarbeiter gewinnen“, so Gütter.

Wer das Spiel ausprobieren will, hat dazu ab morgen Gelegenheit: unter dn Internetadressen www.facebook.com/stressops und www.stressops.de.

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