Alle Artikel mit dem Schlagwort: Reaktor

Das Schaubild visualisiert, wie dSens-o-Spheres durch Bioreaktoren wandern. Rechts unten: Größenvergleich einer Sensorkugel mit einer Euro-Münze. Abb.: Tim Lauterbach, TUDDas Schaubild visualisiert, wie dSens-o-Spheres durch Bioreaktoren wandern. Rechts unten: Größenvergleich einer Sensorkugel mit einer Euro-Münze. Abb.: Tim Lauterbach, TUD

Sehende Erbsen machen Bioreaktoren durchsichtig

„Sens-o-Spheres“ der TU Dresden sollen für mehr Qualität und Ausbeute in Biotech-Fabriken sorgen Dresden, 26. Oktober 2017. Neuartige sehende Erbsen sollen künftig helfen, Medikamente und Schönheits-Cremes, aber auch Bier und andere Genussmittel noch qualitätvoller und in größeren Mengen herstellen. Entwickelt haben diese „Sens-o-Spheres“ Verfahrenstechniker der Technischen Universität Dresden (TUD) – und dies so rasch, dass sie inzwischen dafür prämiert worden sind: Von der Fachmesse „bionection“ in Jena konnten die Dresdner Ingenieure Dr. Felix Lenk und Tim Lauterbach die „Technology Transfer Trophy“ („T³“) nebst 1500 Euro Preisgeld und Beratungs-Gutscheinen mit nach Hause nehmen.

Die nachkolorierte Aufnahme zeigt das erste heiße Wasserstoff-Plasma in Wendelstein 7-X. Kamerafoto: IPP

Kanzlerin macht Fusionsplasma im Wendelstein 7X heiß

Fusionsgemisch kam auf 80 Millionen Grad für ¼ Sekunde Greifswald, 3. Februar 2016. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat heute in Greifswald das erste Wasserstoff-Plasma in der Fusionsanlage Wendelstein 7X heiß gemacht. Das Gemisch aus Wasserstoff-Atomrümpfen und Elektronen erreichte, angeregt durch eine Mikrowellen-Heizung, für eine Viertelsekunde rund 80 Millionen Grad Celsius, teilte das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) mit, das den Fusionsreaktor konstruiert hatte.

Sieht aus wie ein vollkommen verdrehter Schmalzkringel und wurde von einem Supercomputer als ideales Magnetfeld für eine Kernfusion errechnet: Die Feld-Brennkammer für den Wendelstein 7x. Abb.: IPP

Zahlen & Fakten zum Wendelstein 7x

Grundprinzip: Kernfusionsreaktor Standort: Greifswald Design: Stellarator (Plasma wird ausschließlich durch äußere Magnetfelder in der Schwebe gehalten, kein Stromfluss im Plasma) Magnetspulen: aus Supraleit-Spulen (tiefgekühlt auf ca 4 Kelvin = ca. – 269 Grad Celsius, bis zu 13.000 Ampere Stromstärke) Plasma-Volumen: ca. 30 Kubimeter Plasma-Temperatur: ca. 100 Millionen Grad Plasma-Druck: ca. 2 Bar (etwas weniger als der Druck in einem Autoreifen) Reaktor-Masse: ca. 750 Tonnen Reaktor-Durchmesser: 16 Meter Bau- und Anlagenkosten: ca. 520 Millionen Euro Betriebs- und Personalkosten für 20 Jahre: ca. 1/2 Mrd. € Gesamtkosten: ca. 1,06 Milliarden Euro Zum Weiterlesen: Die Sonne auf Erden in Greifswald

Die schwarze Soldatenfliege - ihre Larven putzen auch Biomül weg. Das machen sich sächsische Forscher für die Protein-Produktion zunutze. Foto: Muhammad Mahdi Karim, Wikipedia, GNU-Lizenz 1.2

Soldatenfliegen-Fabrik veredelt Biomüll zu Protein-Häppchen

TU Dresden entwickelt industriell-insektoide Abfallverwertung Dresden, 28. April 2015: Dresdner TU-Zoologen wollen Soldatenfliegen massenhaft zusammen mit Biomüll in Containerfabriken einsperren, damit die Insekten aus den Abfällen leckere Proteine für Ziervögel und Kosmetik-Firmen machen. In einer Pilotanlage Grimma haben die martialischen Fliegen inzwischen mit der Eiweiß-Produktion begonnen, wie die TU Dresden mitteilte.

Neuer Institutschef in Rossendorf will deutsches Zentrum für Reaktorabfall-Endlager schmieden

Dresden, 2. Dezember 2013: Für den Erhalt des Endlager-Know-Hows in Deutschland hat Professor Thorsten Stumpf plädiert, der neue Direktor des Institut für Ressourcenökologie am „Helmholz-Zentrum Dresden-Rossendorf” (HZDR). „Auch wenn Deutschland in Zukunft auf die Kernenergie verzichtet, müssen wir trotzdem die Kompetenz, die wir uns in diesem Bereich erarbeitet haben, erhalten“, betonte Stumpf.

Dresdner Organikreaktoren säubern Kartoffelwasser fürs Bauernfrühstück

DAS liefert Umwelttechnik an Fertigspeise-Firma Friweika Dresden/Weidensdorf, 8. April 2013: Weil die Fertig-Bratkartoffeln, Gratins und Bauernfrühstücke der sächsischen Firma „Friweika“ (Frische Weidensdorfer Kartoffelprodukte) so beliebt sind, hat das Unternehmen seine Kartoffelfabrik in Weidensdorf westlich von Chemnitz ständig erweitert – und wusste zuletzt nicht mehr wohin mit all dem Kartoffelabwasser. Statt neue Riesenklärbecken zu bauen, hat Friweika deshalb nun vier Hightech-Reaktoren von DAS Dresden gekauft: In denen reinigen Mikroorganismen die Kartoffelbrühe von Stärke, Schalen und Schadstoffen.