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Mit den "SMMS"-Minispektrometern aus Dresden lassen sich Lebensmittel, Textilien und andere organisch basierte Dinge berührungslos analysieren. Foto: Fraunhofer-IPMS

Photoniker aus Dresden zeigen neue Generation von Mini-Spektrometern

Kleine Scanner aus dem Fraunhofer-Institut IPMS untersuchen berührungslos Lebensmittel, Textilien und Medizin Dresden, 6. April 2024. Wer im Supermarkt überprüfen will, ob ein Apfel innerlich so lecker ist wie er von draußen wirkt, könnte das in Zukunft vielleicht mit dem Handy binnen Sekunden durch bloßes „Draufhalten“ genau ausmessen. Ermöglichen sollen das winzige Spektrometer-Chips in den Smartphones, die dann ähnlich funktionieren wie die „Trikorder“ im TV-Raumschiff „Enterprise“. Noch sind diese Chips etwas zu groß und zu teuer – doch sie nähern sich immer mehr den Zielgrößen für den Masseneinsatz in Mobiltelefonen.

Ein Experiment zu passiven Gehirn-Computer-Schnittstellen/Passive BCIs. Auf der Kopfhaut aufliegende Elektroden zeichnen die Gehirnaktivität auf und übersetzen diese in Echtzeit in Veränderungen, die auf dem Computerbildschirm sichtbar sind. Foto: Gedachtegoed via Cyberagentur

30 Millionen Euro für gedankengesteuerte Maschinen

Cyberagentur schießt für Cottbuser Zander-Projekt rekordverdächtige 30 Millionen Euro zu Cottbus/Halle, 15. Dezember 2023. Die Bundes-Cyberagentur gibt „Zander Laboratories“ über 30 Millionen Euro, damit die Cottbuser Neurotech-Firma damit die hirngesteuerte Interaktion zwischen Mensch, Maschine und „Künstlicher Intelligenz“ (KI) revolutioniert. Das hat die „Agentur für Innovation in der Cybersicherheit“ aus Halle mitgeteilt. Es handele sich dabei um die bisher „größte Forschungsfinanzierung in Europa“, die die Agentur bisher bewilligt hat.

Der Demo-Aufbau im Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS Dresden zeigt, wie künftige Mikrospiegel-Spektroskope automatisch verschiedene Textilarten berührungslos erkennen. Foto: Heiko Weckbrodt

Waschmaschinen erkennen künftig selbst die Klamotten

Scanner-Chips von Fraunhofer Dresden sollen richtiges Waschprogramm für Cashmere, Seide und Feinripp selbstständig ermitteln Dresden, 26. Juni 2023. Mit Trikorder-Technologie aus Sachsen soll es künftig auch möglich sein, die textile Qualität von T-Shirts und Kleidern berührungslos aus der Distanz zu ermitteln, Waschmaschinen aufzuschlauen, aber auch von außen zu erkennen, wie reif ein Apfel oder eine Banane ist. „Unsere Mikrospektrometer können beispielsweise den Nylonstrumpf von Feinripp-Hemd von Bruce Willis klar unterscheiden“, erklärt Dr. Heinrich Grüger vom Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) Dresden. Interessant sei dies zum Beispiel für Waschmaschinen-Hersteller, die ihre Geräte dazu bringen wollen, anhand der eingeworfenen Kleider selbstständig das richtige Waschprogramm auszuwählen.

Hiperscan-Chef Alexander Wolter hält eine Probe an ein Apo-Ident-Gerät. Foto: Heiko Weckbrodt

Hiperscan Dresden plant Cannabis-Tricorder

Fraunhofer-Ausgründung hat bereits über 5000 Apotheken mit berührungslosen Analysegeräten ausgestattet Dresden, 11. Oktober 2022. Mit Fraunhofer-Mikrospiegeln feiert „Hiperscan“ deutschlandweit Erfolge in der Pharmazie: Seit der Ausgründung aus dem Photonikinstitut IPMS im Jahr 2006 hat das Dresdner Technologie-Unternehmen bereits über 5000 Apotheken mit speziellen Infrarot-Spektrometern versorgt, die ähnlich wie die Tricorder aus der Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“ berühungslos herausbekommen, was in einer Probe drinsteckt. Wichtig ist das für die Apotheker vor allem, um die Echtheit und richtige chemische Zusammensetzung von Ausgangsstoffen zu überprüfen, aus denen sie dann Hautsalben, individuelle Krebsmedikamente oder andere Arzneien mischen. Aber auch Nudelfabriken, Fleischverarbeiter und andere Lebensmittelbetriebe nutzen Hiperscan-Technik, um die Fette, Proteine, Feuchtigkeit und Ballaststoffen im zugelieferten Getreide oder Fleisch zu ermitteln. Vor allem die gerade mal schuhkarton-großen Analysegeräte für Apotheken kommen in der Branche so gut an, dass Hiperscan nun eine internationale Expansion nach Amerika vorbereitet.

Fagron kauft Dresdner Pharma-Scannerfirma Hiperscan

Fraunhofer-Ausgründung hatte sich zum Nischen-Marktführer bei deutschen Apotheken entwickelt Dresden/Nazareth, 27. April 2022. Das belgische Pharma-Unternehmen Fagron hat die Dresdner Fraunhofer-Ausgründung „Hiperscan“ gekauft. Das hat der „High-Tech Gründerfonds“ (HTGF) mitgeteilt, der bisher Anteilseigner des Unternehmens war. Als Teil von Fagron könne Hiperscan seine bahnbrechende Stoffanalyse-Technologie nun auch weltweit etablieren, hieß es in der Mitteilung.

Infrarot-Quellen. Foto: IST AG

Schweizer wollen Infrarot-Quellen aus Sachsen

IST AG kauft Dresdner TU-Ausgründung Infrasolid Dresden/Leipzig/Ebnat-Kappel, 27. Februar 2022. Ein Schweizer Sensorunternehmen sichert sich Infrarotquellen aus Sachsen: Die „Innovative Sensor Technology AG (IST) aus Ebnat-Kappel kauft die Dresdner Infrarottechnik-Firma „Infrasolid“. Das haben IST sowie der „Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) aus Leipzig mitgeteilt, der bisher Anteilseigner der TU-Ausgründung war. Über die Kaufsumme machten die Vertragspartner keine Angaben.

Eine Scheibe (Wafer) mit winzigen organischen Infrarot-Spektrometern. Foto:- Senorics Dresden

Acht Millionen Euro für Organikelektronik-Firma Senorics Dresden

TU-Ausgründung baut nun Pilotanlage für ihre organische Mini-Spektrometer Dresden, 19. Mai 2021. Waschmaschinen verhindert künftig selbstständig, dass die guten Kaschmir-Pullover versehentlich bei 60 Grad zu Tode gewaschen werden. Und Kühlschränke warnen wohl auch schon bald automatisch davor, wenn die Milch sauer zu werden droht. Und bis hin zu Smartphones, die im Supermarkt die frischen von den innerlich schon verfaulten Äpfeln durch bloßes „Anschauen“ erkennen, ist es auch kein weiter Weg mehr. Möglich machen sollen dies kleine organische Sensoren, die ein Team von Physikern und Ingenieuren um Dr. Ronny Timmreck an der TU Dresden entwickelt hat. Daraus ist inzwischen die Firma „Senorics“ entstanden, die im Sommer 2021 ihre erste Pilotproduktionslinie in Dresden starten will. Das Konzept dahinter hat Klaus Ragotzky vom „Fudura Fonds“, Gerrit Schulte von „Zeiss Ventures“ und andere Risikokapitalisten derart überzeugt, dass sie sich nun mit weiteren acht Millionen Euro an dem jungen Unternehmen beteiligen, damit „Senorics“ diese organische Sensoren weiterentwickeln und erste Serien produzieren kann.

Senorics-Chef Ronny Timmreck zeigt einen organischen Analysesensor. Foto: Ellen Türke Fotografie für Senorics

Sachsen bezuschusst Pilotlinie für Trikorder-Sensoren

Zwei Millionen Euro für neuartige organische Mini-Spektrometer Dresden, 4. Januar 2020. Damit Senorics Dresden eine Pilotlinie für neuartige organische Mini-Spektrometer bauen kann, hat der Freistaat Sachsen der Uni-Ausgründung nun zwei Millionen Euro Zuschuss zugesagt. Das hat der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) heute mitgeteilt.