Alle Artikel mit dem Schlagwort: Membran

"Menschen hören das, was sie zu hören erwarten", hat eine Studie der TU Dresden ergeben. Das fängt schon bei der Verbindung zwischen Ohr und Gehirn an. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Sachsen spinnen Ersatz-Trommelfelle

Uniklinik und Textilforscher aus Dresden entwickeln perfekte Implantate Dresden, 24. November 2021. Textilforscher und Mediziner der TU Dresden haben aus biologischen Materalien perfekte Ersatz-Trommelfelle gesponnen, die natürlichen Trommelfellen im Ohr in nichts nachstehen sollen. „Die neuartige Membran ermöglicht eine dauerhafte und komplette Wiederherstellung des Trommelfells“, ist die „Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen“ (AiF) aus Berlin überzeugt, die dieses Entwicklungsprojekt gefördert hat und nun für ihren diesjährigen „Otto von Guericke“-Preis nominiert hat.

Testanlage für die Rolle-zu-Rolle-Produktion von Polymer-Filtermembranen. Foto: Leibniz-IOM

QCoat aus Leipzig verspricht weniger Schmutz im Wasserfilter

Frisches Kapital für sächsische Leibniz-Ausgründung Leipzig, 3. Mai 2021. Die Leipziger Forscherin Dr. Agnes Schulze vom „Leibniz-Instituts für Oberflächenmodifizierung“ (IOM) hat einen schmutzabweisende Polymermembranen entwickelt, die schmutziges Wasser effizienter säubern sollen. Das Konzept hat auch zwei halbstaatliche Risikokapitalisten aus Sachsen überzeugt: Der „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS) und die „Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen“ (MBG) investieren gemeinsam in das junge Unternehmen „qCoat GmbH“. Mit dem Geld will die IOM-Ausgründung nun die Serienproduktion der neuen Polymermembranen ankurbeln. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des TGFS, der qCoat und des IOM hervor. Die Investitionssumme nannten die Partner allerdings nicht.

Die Visualisierung zeigt einen vergoldeten Membranfilter, der geladene Biomoleküle mittels digital steuerbarer elektrischer Felder trennt. Bildschirmfoto aus dem Video "Digital Membrane Chromatography" von i3 Membrane

Millionen-Kapitalspritze für Biomembran-Produktion in Radeberg

Millionen-Kapitalspritze für „i3 Membrane“ Radeberg/Bonn, 25. Januar 2021. „i3 Membran“ will in Radeberg eine Produktion für neuartige Membranen aufbauen, die Proteine, Antikörper und andere Biomoleküle durch elektrische Felder trennen. Dadurch arbeiten sie laut Firmenangaben zehnmal effektiver als herkömmliche Trennsysteme. Das hat der „High-Tech-Gründerfonds“ (HTGF) aus Bonn mitgeteilt, der dem jungen Biotech-Unternehmen nun gemeinsam mit drei Privatinvestoren dafür einen nicht näher bezifferten Millionenbetrag zur Verfügung stellt.

Prof. Dr. Thomas von Unwerth (r.) und Laborleiter Vladimir Buday inspizieren im Im Brennstoffzellenlabor an der TU Chemnitz eine additiv produzierte Membran. Foto: Ronald Bartel für die TUC

Chemnitzer erzeugen Brennstoffzellen-Membranen im 3D-Drucker

EU zeichnet TU mit Innovationspreis aus Chemnitz, 26. November 2020. Wenn Brennstoffzellen künftig eine größere Rolle als Fahrzeugantriebe spielen sollen, müssen sie billiger, flexibler und schneller produzierbar als bisher werden. Eine der Kernkomponenten in diesen Mini-Kraftwerken ist die „katalysatorbeschichtete Membran (CCM), die bisher recht aufwendig schichtweise montiert und laminiert werden musste. Forscher vom Lehrstuhl für Alternative Fahrzeugantriebe der TU Chemnitz haben inzwischen ein Verfahren entwickelt, um diese Membranen additiv, also mit einer Art Industrie-3D-Drucker herzustellen. Für diese Innovation hat das „Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking“ (FCH JU) der Europäischen Union den Chemnitzern nun den „Best Innovation 2020 Award“ verliehen. Das geht aus einer Mitteilung der Uni hervor.

Wie entstand das erste Leben? Können wir künstliches Leben erschaffen? Der US-amerikanische Forscher James Sáenz geht in Dresden diesen Fragen nach. Am B-Cube der TU Dresden hat er eine eigene Forschungsgruppe aufgebaut und ein spezielles Labor für die Lipid-Forschung installieren lassen. Foto: Heiko Weckbrodt

Leben aus dem Baukasten

Der US-Forscher Sáenz analysiert Fette im B-Cube Dresden, um uraltes Leben zu verstehen und neues zu erschaffen Dresden, 10. Januar 2018. Vor 17 Jahren schrieb sich ein junger Mann aus New York City an der Uni Boston bei den Geologen ein. Und seit James Sáenz in diesem Studium Milliarden Jahre altes Gestein mitsamt den Einlagerungen darin zu sehen bekam, haben ihn ein paar Fragen nicht mehr losgelassen. Fragen wie: Wie konnte vor Milliarden Jahren aus einer diffusen organischen Ursuppe das erste Leben entstehen? Wie formierte sich bei den ersten Einzellern und Bakterien die Barriere zwischen dem „Drinnen“ und dem „Draußen“, zwischen dem Ich und dem Rest der Welt? „Die fossilen Abdrücke von uraltem Leben in den Sedimenten haben mich sehr fasziniert“, erzählt er. „Und ich wollte wissen, wie komplex diese Lebensformen damals wirklich waren.“

Mit Edelgas durchlöcherte Edelstahlfolien in 10.000-facher Vergrößerung. Foto: HZDR

Neuartige Stahlfilter mit Rossendorfer Ionenkanonen entwickelt

Risikokapitalgeber steigen bei Ausgründung „i3“ ein Dresden-Rossendorf/Hamburg, 28. August 2014: Um kleinste Reststoffe in Proben noch besser heraussieben zu können, haben Dresdner Forscher neuartige Edelstahl-Filter entwickelt, die deutlich effektiver und umweltfreundlicher als herkömmliche Kunststoff-Membranen sein sollen. Hergestellt werden sie, indem Ionenkanonen feine Stahlplättchen mit Edelgas-Atomen beschießen und so Poren erzeugen.