Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ingenieur

Der neue Lehr- und Laborkomplex der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Foto: Till Schuster für die HTWDD

Neuer Laborkomplex für HTW Dresden

Neubau kostet 69 Millionen Euro – und wird nun noch fertig ausgestattet Dresden, 13. Mai 2024. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) bekommt für rund 69 Millionen Euro ein neues Lehr- und Laborgebäude – und das soll „Standards im nachhaltigen Bauen“ setzen. „Unser Ziel ist ein geringer ökologischer Fußabdruck“, betonte der sächsische Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) heute zur Einweihung. „Das Pilotprojekt hat wichtige Erkenntnisse gebracht, die in zukünftige Bauten des Freistaates einfließen.“

Hat viel von seiner Strahlkraft eingebüßt: Der Elektroingenieur. Die Nachwuchsprobleme in der Branche sind ein Thema des Mikrosystemtechnik-Kongresses in Dresden. Visualisierung: Dall-E

Mikrosystemtechnik-Kongress in Dresden: Der technologische Weg zur nachhaltigen Wirtschaft

500 Branchenvertreter diskutieren über Chancen, Innovationen – und Nachwuchsprobleme Dresden, 20. Oktober 2023. Seien es nun Präzisionslaser für Augen-Operationen, Laborchips, die binnen Sekunden verdächtige Krebszellen im Blut eines Patienten erkennen, winzige Luftqualitäts-Sensoren, Quanten-Technologien für planetare Erkundungen oder hoch automatische Gewächshäuser für eine ökologischere Essensversorgung in Großstädten: Die neuesten Fortschritte in Mikroelektronik und Mikrosystem-Technik sorgen derzeit für Innovationsschübe in Medizin, Verkehr, Industrie und urbaner Landwirtschaft – und ebnen den Weg hin zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig aber verliert das Ideal des schöpferischen Erfinders an Strahlkraft, wollen immer weniger junge Menschen beispielsweise Elektroingenieure werden. Wie dieser Spagat aus Chancen, Herausforderungen und Nachwuchsproblemen dennoch zu schaffen ist, darüber wollen rund 500 Elektroniker, Manager, Politiker und Forscher ab Montag beim „Mikrosystemtechnik-Kongress 2023“ in Dresden diskutieren. Die großen Querschnittthemen in diesem Jahr sind Nachhaltigkeit und Nachwuchs-Gewinnung.

Fritz Langs Sci-Fi-Klassiker "Metropolis" nimmt in der Dauerausstellung im Filmmuseum in Berkin besonders viel Raum ein. Repro: Heiko WeckbrodtFritz Langs Sci-Fi-Klassiker "Metropolis" nimmt in der Dauerausstellung im Filmmuseum in Berkin besonders viel Raum ein. Repro: Heiko Weckbrodt

Der Ingenieur heilt die zerrissene Gesellschaft

VDI zeichnet Dresdner Soziologin für Buch über deutsche Ingenieur-Filme der 1930er mit Matschoß-Preis aus Dresden/Düsseldorf, 19. Februar 2021. Ab den 1930er Jahren tauchten in deutschen Filmen, die bis dahin eher expressionistisch geprägt waren und Verbrecher, Künstler oder Polizisten als Protagonisten hatten, immer öfter männliche Ingenieure als Helden technischer Großprojekte auf: Sie verkörperten Fortschrittsoptimismus und den Glauben, dass durch Wissenschaft und Technik nahezu alles erreichbar sei – bis hin zur „Verbesserung“ des Menschen zur „Mensch-Maschine“. Wie es zu diesen „Ingenieurfilmen“ kam, welche Motive dabei dominierten und welche Ideologiemuster darin mitschwangen, das hat die Technikhistorikerin Dr. Anke Woschesch vom Deutschen Hygienemuseum in Dresden untersucht. Für ihr Buch „Ingenieure auf der Leinwand: Technische Visionen und Ordnungsvorstellungen im deutschen Zukunftsfilm der 1930er Jahre“ verlieh ihr nun der „Verein Deutscher Ingenieure“ aus Düsseldorf den Conrad-Matschoß-Preis 2021. Woschesch teilt sich den mit 4000 Euro dotierten Preis mit Dr. Daniela Mysliwietz-Fleiß von der Uni Siegen. Diese hatte über „Die Fabrik als touristische Attraktion“ dissertiert, wie aus einer VDI-Mitteilung hervorgeht.

Drei Ingenieure im Konstruktionsbüros des VEB Transformatoren- und Röntgenwerk an der Overbeckstraße in Dresden im Jahr 1963. Foto: Richard Peter junior, Slub, Fotothek für die Ausstellung "Dem Ingenieur ist nichts zu schwer", Repro: Christian Ruf

Dem Ingenieur ist nichts zu schwer

Das Buchmuseum der SLUB zeigt eine Ausstellung über Sachsens Hochschulen und ihre Bedeutung für die Industrialisierung des Landes Dresden, 3. August 2020. „Dem Ingenieur ist nichts zu schwör“ ist eine geflügelte Redensart und leicht ironischer Lobgesang auf deutschen Ingenieurgeist. Gerne wird der Spruch angeführt, um zu betonen: Mit der richtigen Technologie ist alles lösbar. Oder, in leichter Adaption von Obama, Merkel und Bob dem Baumeister: „Ja, wir schaffen das.“ Der heute so populäre, leicht spöttische Spruch geht übrigens auf das „Ingenieurlied“ von 1871 des dichtenden Maschinenbauers Heinrich Seidel zurück. Dort heißt es: „Dem Ingenieur ist nichts zu schwere / Er lacht und spricht: Wenn dieses nicht, so geht doch das!“ Die sächsische Landes- und Uni-Bibliothek (Slub) widmet nun dem Ingenieur, seiner Ausbildung und seiner Rolle im Aufstieg Sachsens zum Industrieland eine Sonderausstellung „Dem Ingenieur ist nichts zu schwer“.

Ingenieur Marcel Wollmann testet im Dresdner Unternehmen FAB-Bertelmann eine AR-Brille aus, die Maschinenkonstruktionen und andere Objekte dreidimensional in den Raum als "Erweiterte realität" 8Augmented reality = AR) einspiegelt. Foto: Heiko Weckbrodt

Ingenieur der Zukunft konstruiert in erweiterter Realität

FAB Bertelmann und TU Dresden entwickeln 3D-Projektionstechnologie für den Industrieeinsatz Dresden, 25. Juli 2017. Mitten im historischen Strehlener Dorfkern steht ein Neubau, eingerückt zwischen beschaulichen Altbauten. Eine Etage in diesem gelben Würfel steckt voller Ingenieure – und genau dort verschwimmen für den Besucher die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt: Ist das nun ein Hologramm oder tatsächlich der lustig fiepende Roboter „R2D2“ aus „Starwars“, der da neben dem Schreibtisch mitten im Raum steht, während von draußen die Julisonne durchs Fenster lugt? Der Gast geht um den kleinen Kerl herum, senkt den Kopf, will den tapferen kleinen Überbringer der Todesstern-Baupläne am liebsten tätscheln – so plastisch wirkt er vor dem staunenden Auge.

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Ingenieure gehören zu den Bestverdienern in Deutschland

Hamburg/Hannover, 25. April 2017. Ingenieure verdienen in Deutschland überdurchschnittlich hohe Gehälter. Das hat das Hamburger Vergleichsportal Gehalt.de aus Anlass der Hannovermesse ermittelt. Demnach kann ein Ingenieur hierzulande mit durchschnittlich 67.681 Euro pro Jahr rechnen – das sind rund 10.000 Euro mehr als vor zehn Jahren. „Die Gehälter für Ingenieure haben sich seit 2007 sehr positiv entwickelt. Der Markt boomt weiterhin und dies wird sich in den nächsten Jahren nicht ändern“, schätzte Gehalt.de-Chef Philip Bierbach ein.

Anders als vor 30 Jahren in der Originalversion sind die "Ghostbusters" im remake von 2016 durchweg weiblich: Von links nach rechts: Geisterjägerin Abby Yates (Melissa McCarthy), Ingenieurin Jillian Holtzmann (Kate McKinnon), Teilchenphysikerin Erin Gilbert (Kristen Wiig) und die U-Bahn-Angestellte Patty Tolan (Leslie Jones). Abb.: Columbia Pict/ Sony Pictures

Hohe Ingenieurquote im ostdeutschen Maschinenbau

VDMA Ost: Auch Frauenanteil im Osten doppelt so hoch wie deutschlandweit – aber Quote sinkt Leipzig, 21. Februar 2017. Ingenieure und insbesondere auch weibliche Ingenieure dominieren im ostdeutschen Maschinenbau immer noch weit stärker als im restlichen Deutschland. Da geht aus einer Analyse des „Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Ost“ (VDMA Ost) in Leipzig hervor. Demnach liegt die Ingenieurquote in ostdeutschen Maschinenbau-Unternehmen bei 27,8 Prozent. In der gesamten Branche beträgt sie nur 16,7 Prozent.

Deutsche und US-Studenten experimentierten gemeinsam an der TU Dresden. Foto: Bitzer

Der Ingenieur 2.0 konstruiert vernetzt

TU Dresden initiiert kooperative Sommerschule für junge Kältetechniker aus Sachsen und Indiana Dresden, 5. Juni 2016. Anspruchsvolle Maschinentechnik wird heute nicht mehr vom einsamen Genie konstruiert, sondern oft von großen Entwicklungsteams, die über den ganzen Erdball hinweg per Internet kooperieren. Angehende Kältetechnik-Ingenieure aus Sachsen und den USA sollen daher schon im Studium internationale Kontakte knüpfen und sich an globale Projektarbeit gewöhnen. Um dies zu üben, haben die Technische Universität Dresden (TUD) und die Purdue University aus West Lafayette im US-Bundesstaat Indiana nun eine gemeinsame „Summer School“ (Sommerschule) eingerichtet. „Die Studenten waren hellauf begeistert“, berichtet Organisatorin Dr. Christiane Thomas von der Bitzer-Professur für Kälte-, Kryo- und Kompressorentechnik der TUD über die Premiere im Mai.

Scheint zu schweben: die Fuß- und Radwegbrücke über die Donau bei Deggendorf vom Architektenbüro Raumzeit. Foto: Deutscher Brückenbaupreis

Ikonen der deutschen Ingenieurbaukunst

Dresdner Brückenbausymposium startet mit Auszeichnung für Kochertalbrücke und Deggendorf-Brücke Dresden, 14. März 2016. Die Kochertalbrücke in Baden-Württemberg ist die am kreativsten sanierte Straßenbrücke in Deutschland, die Deggendorfer Fußgängerquerung über die Donau die elegante Fußgängerbrücke des Jahres. Die Entwerfer und Ingenieurteams beider Bauwerke erhalten dafür den „Deutschen Brückenbaupreis 2016“. Dies hat eine Fach-Jury unter Vorsitz des Dresdner Professors Manfred Curbach entschieden und heute zum Auftakt des „Dresdner Brückenbausymposiums“ (14. und 15. März 2016) an der Technischen Universität Dresden (TUD) bekannt gegeben.

Studenten im Hörsaalzentrum der TU Dresden. Foto: TUD

Rekordresonanz für Ingenieur-Studium in Sachsen

Jeder Vierte schreibt sich als Ingenieurstudent ein Dresden, 13. April 2015: Ingenieurwissenschaften sind das beliebteste Studienfach in Sachsen: Insgesamt 32.247 junge Männer und Frauen waren im Jahr 2014 an sächsischen Hochschulen für solche Fächer eingeschrieben und damit 28,6 Prozent aller Studenten – ein neuer Rekord, wie das Wissenschaftsministerium mitteilte.