Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fachkräfte

Wissenschaftsminister Gemkow und NarLabs-Chef Yu-Hsueh Hsu haben eine Kooperation zwischen Sachsen und Taiwan vereinbart. Foto: SMWK

Sachsens Chip-Studenten rüsten sich in Taiwan auf Karriere bei TSMC Dresden

Erste Gruppe gestartet, 100 pro Jahr folgen Dresden/Taipeh, 5. Februar 2024. Sachsen hat die ersten 30 Studenten auf den Weg nach Taiwan geschickt, damit sie sich dort auf eine Karriere in der geplanten TSMC-Chipfabrik in Dresden vorbereiten. „Sie sind die ersten, die diesen Weg gehen und damit allen anderen die ihnen künftig folgen werden“, gab der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) den Jung-Akademikern mit auf dem Weg nach Taipeh.

Die Europäer wollen mit einem digitalen, programmierbaren Euro auf Blockchain-Basis zum Beispiel dem Facebook-Geld Diem alias Libra, aber auch dem digitalen Yuan und Bitcoin Paroli bieten. Foto: Heiko Weckbrodt

Silicon Saxony: EU-Pläne für Chipindustrie sind „utopisch“

Brüssel will mit 43 Milliarden € Europas Mikroelektronik bis 2030 auf 20 % Marktanteil hieven – doch andere investieren weit mehr Dresden, 5. Februar 2024. Als „utopisch“ hat Geschäftsführer Frank Bösenberg vom sächsischen Mikroelektronik-Verband „Silicon Saxony“ die EU-Pläne bezeichnet, den Weltmarkt-Anteil der europäischen Halbleiter-Industrie bis 2030 auf rund 20 Prozent zu steigern.

Wolfgang Steiner ist Geschäftsführer von Air Liquide Electronics. Foto: ALE

Zulieferer spüren Aufschwung in Sachsens Mikroelektronik

Spezialgas-Spezialist „Air Liquide Electronics“ meldet größten Einzelauftrag der Firmengeschichte Ottendorf-Okrilla/Dresden, 25. Januar 2024. Der Aufschwung in der sächsischen Mikroelektronik beschert auch dem Industriegas-Anbieter „Air Liquide Electronics“ kräftige Impulse: Das in Ottendorf-Okrilla bei Dresden angesiedelte Unternehmen vermeldet rekordverdächtige Auftragsbestände und baut daher seine Kapazitäten sowie die Belegschaft aus.

Ein Integrationszentrum für internationale Fachkräfte soll das "Welcome Center" in Dresden ersetzen. Grafik: Heiko Weckbrodt

Dresden will neben Akademikern mehr Facharbeiter aus dem Ausland anlocken

Neues „Integrationszentrum für internationale Fachkräfte“ ersetzt „Welcome Center“ Dresden, 19. Januar 2023. Neben internationalen Akademikern sollen künftig auch Facharbeiter aus dem Ausland mehr Hilfe beim Umzug nach Dresden bekommen. Daher löst Jan Pratzka (CDU) das „Welcome Center“ an der Schweriner Straße auf und richtet statt dessen in der zweiten Jahreshälfte 2024 ein „Integrationszentrum für internationale Fachkräfte“ in der Ausländerbehörde an der Theaterstraße ein. Das hat der Dresdner Wirtschaftsbürgermeister auf Oiger-Anfrage mitgeteilt. „Wir möchten damit Fachkräfte aus dem Ausland unterstützen, aber auch Unternehmen, die solche Fachkräfte einstellen möchten“, sagte er.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (l.), IITM-Direktor Prof. V. Kamakoti und TUD-Rektorin Prof. Ursula Staudinger besprechen in Indien ihre Kooperationsvorhaben. Foto: SMWK

Sachsen und Inder kooperieren

Freistaat spinnt in Tamil Nadu sein Netz für Fachkräfte-Akquise und Forschung weiter Dresden/Tamil Nadu, 28. November 2023. Sachsen und der indische Bundesstaat Tamil Nadu wollen in der Forschung, akademischen Ausbildung und Fachkräfte-Vermittlung enger zusammenarbeiten. Das haben der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) und die Dresdner Uni-Rektorin Prof. Ursula Staudinger mit indischen Politikern und Akademikern in Tamil Nadu vereinbart, wie das Ministerium und die Uni heute mitgeteilt haben.

Das "Sächsisches Ausbildungszentrum Mikroelektronik" (SAM) soll Platz für bis zu 1000 Azubis bieten. Grafik: Dall-E / hw

Chip-Lehrlingsschmiede kostet mehrere Hundert Millionen Euro

Ausbildungszentren: 2027 werden mindestens 900 Lehrplätze für Sachsens Mikroelektronik benötigt Dresden, 20. September 2023. Um genug junge Menschen auf Jobs in der wachsenden Chipindustrie in Sachsen vorzubereiten, wird das neue „Sächsische Ausbildungszentrum für Mikroelektronik“ (Der Oiger berichtete exklusiv) für rund 1000 Lehrplätze ausgelegt und entweder in Dresden oder im unmittelbaren Umfeld eingerichtet. Das haben Dagmar Bartels von der „Dresden Chip Academy“ (DCA) und Sebastian Boden von der „MEA Metall und Elektroausbildung gGmbH“ aus Kesselsdorf während eines Treffens ehemaliger Dresdner Halbleiter-Experten (Mikroelektronik-Alumni) in den Technischen Sammlungen Dresden angekündigt. DCA und MEA wollen gemeinsam das „SAM“ betreiben.

Grafische Systeme sollen auch Fachleuten ohne Programmierkenntnisse die Digitalisierung ganzer Arbeitsabläufe im Low- oder No-Code-Verfahren ermöglichen. Foto: SQL Projekt AG

Dresdner setzen auf Programmieren ohne Programmierer

SQL Projekt schlägt angesichts von Fachkräfte-Engpässen „Low Code“-Digitalisierung vor Dresden, 23. August 2023. Weil immer mehr Unternehmen inmitten des digitalen Wandels Probleme nicht mehr genug erfahrene Programmierer finden, schlägt die Dresdner Software-Schmiede „SQL Projekt“ einen Weg ein, den man so ähnlich auch von der Legoroboter-Steuerung kennt: Mit speziellen bildhaften Systemen beziehungsweise Editoren können zunehmend auch Mitarbeiter ohne Informatik-Ausbildung ganze Arbeitsläufe in ihrem Betrieb automatisieren und digitalisieren.

Frank Bösenberg. Foto: Tommy Halfter für Silicon Saxony

Silsax-Chef: Brauchen „motivierte Zuwanderung“

Auch besonders lernwillige Einwanderer könnten helfen, Sachsens Fachkräftelücke zu mindern Dresden, 2. Juni 2023. Um die Fachkräfte-Lücke in Sachsen zu mindern, sollte die Wirtschaft womöglich nicht auf einer „qualifizierten Zuwanderung“ bestehen, also auf der Einwanderung von Akademikern und ausgebildeten Fachkräften. Womöglich würde dafür auch eine „motivierte Einwanderung“ reichen. Das hat Geschäftsführer Frank Bösenberg vom sächsischen Hochtechnologie-Branchenverband „Silicon Saxony“ in der MDR-Diskussionsrunde „Silicon Saxony im Chip-Fieber“ eingeschätzt. Gemeint ist: Es müssen nicht unbedingt nur Akademiker und ausgelernte Facharbeiter einwandern, auch besonders lern- und arbeitsmotivierte Zuwanderer könnten schon helfen.

Künstliche Intelligenz, wie sie die KI "Dall-E" visualisiert hat

Deutschland verliert 37 % der KI-Talente wieder ans Ausland

Studie: Bundesrepublik fungiert eher als Drehscheibe zwischen Ost und West Berlin, 8. Januar 2023. In der Schlüsseltechnologie „Künstliche Intelligenz“ (KI) gelingt es deutschen Universitäten und Forschungsinstituten zwar, KI-Nachwuchstalente aus Osteuropa und Asien anzuziehen und auszubilden. Einen gewichtigen Anteil dieser Talente verliert Deutschland dann aber an international führende KI-Standorte wie die USA. Das hat eine Studie der Denkfabrik „Stiftung Neue Verantwortung“ (SNV) aus Berlin ergeben.

Bilschirmfoto (hw) aus: Innovation made in Dresden, Quelle: Intap

Dresden will mehr internationale Talente angeln

Netzwerk „Intep“: Kampagne „Innovation Made in Dresden“ soll ausländischen Absolventen das „Hierbleiben“ schmackhaft machen Dresden, 8. Juni 2021. So erfreulich die jüngsten Hightech-Ansiedlungen und Ankündigungen von Bosch, Vodafone und Jenoptik für den Standort Dresden auch sind, so haben sie doch eine Kehrseite: Sie stoßen in einen lokalen Arbeitskräftemarkt, in dem das Gerangel um die besten Köpfe im Hochtechnologiesektor ohnehin bereits im vollem Gange ist. Um den Fachkräftemangel etwas zu mildern, will das regionale Netzwerk „Intap“ nun mit einer neuen Standort-Kampagne „Innovation Made in Dresden“ Tausende internationale Studenten und andere Talente dazu bewegen, dauerhaft im „Silicon Saxony“ zu bleiben, statt wieder in die Heimat zurückzukehren oder ihr Glück in der Ferne zu versuchen.

Prof. Dr. Uwe Aßmann, Dekan der Fakultät Informatik, Technische Universität Dresden in den Technischen Sammlungen Dresden, Sonderausstellung "Schöne neue Cyberwelt? Computerspiele und Gesellschaft" Foto: Heiko Weckbrodt

Sächsische Dekane fordern doppelt soviel Informatik-Ausbildung

Damit Software-Boom im Freistaat nicht abstirbt, soll sich Kapazität von 900 auf 2000 Absolventen pro Jahr erhöhen. Dresden, 16. September 2019. Damit das vielversprechende Wachstum der sächsischen Software-Industrie nicht durch zunehmende Fachkräfte-Engpässe abgewürgt wird, haben der Informatik-Professor Uwe Aßmann von der TU Dresden und weitere Dekane eine Ausbildungsoffensive vom Freistaat gefordert. In ihrem Strategiepapier „Nu.digital“ appellieren sie an die Bildungspolitiker, die akademischen Ausbildungskapazitäten für Informatiker in Sachsen zu verdoppeln und außerdem Roboterlabore für Schüler auf dem Lande einzurichten.

Highvolt-Monteur Andreas Nusch prüft die elektrischen Verbindungen an einer 550.000-Volt-Wechselspannungs-Prüfanlage, die für Toshiba bestimmt ist. Foto. Heiko Weckbrodt

Anmeldestart für Dresdner Industrienacht 2019

13 Betriebe öffnen ihre Werktore Dresden, 19. April 2019. Die nächste „Lange Nacht der Industrie“ steht in Dresden vor der Tür: Am 20. Juni 2019 werden 13 Industriebetriebe und industrienahe Dienstleister aus Dresden und dem Umland ihre Fabriktore für angemeldete Besucher öffnen. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden hin. Die Betriebe wollen über ihre Arbeit informieren und letztlich auch neue Fachkräfte gewinnen. Die beteiligten Unternehmen: Dazu gehören die Softwareschmiede Comarch, die Lackfabrik Novatic, die Essel-Tubenfabrik, die Prüfanlagen-Firma Highvolt, Solarwatt, die Elbeflugzeugwerke, das Verlagshaus DDV. Die f6-Zigarettenfabrik, Micro-Epsilon Optronic und der Chipkarten-Hersteller Plasticard-ZFT aus Dresden sowie Duravit Sanitärporzellan Meißen, FB-Aufzüge Arnsdorf und das Beschichtungsunternehmen Southwall in Großröhrsdorf. Wo anmelden? Wer sich erfolgreich registriert, kann an zwei jeweils anderthalbstündigen Unternehmensführungen gratis teilnehmen. Für Fragen über Karrierechancen werden Chefs, Meister und Azubis parat stehen. Wer Interesse hat, kann sich ab sofort um solch eine Tour bewerben. Die Platzzahl ist begrenzt. Die Anmeldung ist über langenachtderindustrie.de/regionen/dresden/ möglich. Autor: hw

Foto: eikira, pixabay.com. CC0-Lizenz, Montage: hw

Digitalwirtschaft begrüßt neues Einwanderungsgesetz

Verband „Bitkom“ hofft auf Linderung für Fachkräftemangel Berlin, 19. Dezember 2018. Das neue, liberalere Einwanderungsgesetz für Fachkräfte, auf den sich das Bundeskabinett im Grundsatz geeinigt hat, ist in der deutschen Digitalwirtschaft auf Zustimmung gestoßen: „Das Fachkräftezuwanderungsgesetz hat große Bedeutung bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels“, kommentierte Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder vom Digitalwirtschaftsverband „Bitkom“ in Berlin. „Der heute im Bundeskabinett verabschiedete Gesetzesentwurf hat das Potenzial, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken, indem er qualifizierte Einwanderung ermöglicht und den Fachkräftemangel lindert.“