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Sachsen will seine Schulen internationaler machen

Kultusminister Clemens Conrad. Foto: Heiko Weckbrodt

Freistaat reagiert damit auch auf Chipboom und Uni-Exzellenz-Adelsschlag in Dresden

Dresden, 22. September 2025. „Wir verfolgen das klare Ziel, Sachsens Schulen internationaler zu machen.“ Das hat der sächsische Kultusminister Conrad Clemens (CDU) heute bei einem Besuch am Bertolt-Brecht-Gymnasium (BB) in Dresden angekündigt.

„Wer in Sachsen arbeitet, soll auch seine Kinder auf international hohem Niveau ausbilden lassen können – und das in einer öffentlichen Schule.“
Kultusminister Conrad Clemens

„Dafür braucht es auch mehr englischsprachigen Unterricht an öffentlichen Schulen“, schätzt Clemens ein. „Wer in Sachsen arbeitet, soll auch seine Kinder auf international hohem Niveau ausbilden lassen können – und das in einer öffentlichen Schule.“ Das sieht auch mit Dresdens Schulbürgermeister Jan Donhauser (CDU) ganz ähnlich: „Ein starkes internationales Schulangebot“ sei „ein wesentlicher Faktor, um Familien aus aller Welt hier willkommen zu heißen“. Das gehöre zu einem Mikroelektronik- und Forschungsstandort mit internationalem Anspruch, wie ihn Dresden und Sachsen erheben, einfach dazu.

Bertolt-Brecht-Gymnasium als Vorreiter im staatlichen Schulsektor

Um diese Internationalisierung voranzutreiben, vereinbarten Clemens und Donhauser, am BB-Gymnasium ab dem Schuljahr 2027/28 auch das internationale „Middle Years Programme“ (MYP) der „International Baccalaureate Organisation“ (IB) einzuführen. Bisher bietet das BB erst das „International Baccalaureate Diploma Programme“ für die höheren Klassenstufen an. Das Angebot richtet sich einerseits an Familien, die aus dem Ausland ins „Silicon Saxony“ kommen, um hier zu arbeiten, forschen und leben, andererseits an ambitionierte einheimische Familien, die ihren Kindern mit einem englischsprachigen Schulbesuch und -abschluss den Pfad zu einer Karriere im Ausland ebnen wollen.

Internationale Klasse mit Englisch als Verkehrssprache

„Die Einrichtung einer internationalen Klasse mit Englisch als Verkehrssprache wird eine große Herausforderung sein“, räumt BB-Schulleiter Marcello Meschke an. „Doch unsere internationale Schulgemeinschaft bietet dafür ein starkes Fundament.“

Private Internationale Schule unterrichtet bereits auf Englisch

Abgesehen vom staatlichen BB-Gymnasium gibt es in Dresden außerdem seit den 1990ern eine private „Internationale Schule“ mit internationalem Kindergarten. Auch planen Stadt und Land, im neuen Mikroelektronik-Berufsschulzentrum in Dresden-Prohlis erstmals auch Berufsausbildungen auf Englisch anzubieten.

Autor: hw

Quellen: LHD, SMK

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger