Alle Artikel mit dem Schlagwort: Elektronik

Prof. Jeronimo Castrillon. Foto: TUD

Erster Exzellenz-Professor im Dresdner TU-Elektronikzentrum

Kolumbianer entwickelt Übersetzer zwischen Mensch und Maschine Dresden, 23. Juli 2014: Das noch junge Dresdner Exzellenzzentrum für fortgeschrittene Elektronik hat jetzt seinen ersten eigenen Professor: Der kolumbianische Computerspezialist Jeronimo Dr. Castrillon wird künftig am „cfaed“ der Uni an parallelen Programmiertechniken für mehrere Rechnerarchitekturen forschen und seine Erkenntnisse an angehende Software-Experten weitergeben. Seine neuen Übersetzer (Compiler) zwischen Mensch und Maschine sollen helfen, elektronische Systeme schneller, produktiver und energie-effizienter zu machen. Der 33-Jährige will sich aber auch der Programmierung vollkommen neuartiger Computer widmen, die in Zukunft nicht mehr aus Silizium-Chips bestehen sollen.

Dresdner Forscher lernen von der Natur: DNA-Befehle dienen ihnen als Baupläne für selbstkonstruierende Elektronik. Visualisierung: cfaed/ TUD

Dresdner Elektronikzentrum cfaed erst 2015/16 voll arbeitsfähig

TU-Rektor zieht indes positive Zwischenbilanz für Exzellenzinitiative Dresden, 25. Juni 2014: Das Ende 2012 gegründete Dresdner Exzellenzzentrum für fortgeschrittene Elektronik („cfaed“) hat noch nicht seine volle Arbeitsfähigkeit erreicht. Die Wissenschaftler haben zwar erste Forschungsprojekte begonnen, weitere Projekte wie die Entwicklung des “taktilen Internet” können aber erst 2015 starten. Auch stehen noch eigene Gebäude aus und es ist erst ein Professor berufen. Das geht aus einer Zwischenbilanz der TU Dresden hervor, die indes bereits spürbare Fortschritte für ihre Exzellenzinitiative sieht.

So soll das neue Physik- und Elektronikinstitut aussehen. Visualisierung: Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner,

Bald Baustart für Physikinstitut in Dresden

Dresden, 14. Juni 2014: Der Freistaat Sachsen will die Forschungsbedingungen für die Photophysiker und Elektronik-Zukunftsforscher der TU Dresden verbessern und errichtet ihnen deshalb nun einen Neubau an der Nöthnitzer Straße. Der Komplex kostet voraussichtlich 29,5 Millionen Euro und soll Anfang 2016 bezugsbereit sein. Den Grundstein will der sächsische Finanzminister Georg Unland (parteilos) am Montag legen, wie aus einer Mitteilung seines Ministeriums hervorgeht.

Die Firmenchefs der mitteldeutschen Elektroindustrie schauen nach einem nageren Jahr 2013 nun wieder optimistischer in die Zukunft. Foto: ZVEI

Mitteldeutsche Elektroindustrie schrumpft

Umsatz sank 2013 um 3 % Dresden, 1. März 2014: Die Elektroindustrie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat im Jahr 2013 rund 11,6 Milliarden Euro umgesetzt und damit drei Prozent weniger als im Vorjahr. Das teilte der mitteldeutsche „Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie“ (ZVEI) unter Berufung auf die statistischen Landesämter in Dresden mit.

Die Deutschen horten immer mehr Altcomputer. Foto: Heiko Weckbrodt

Deutsche Computer-Müllberge wachsen

22 Millionen ungenutzte PCs und Laptops in den Haushalten Berlin/Dresden, 28. Februar 2014: Die Deutschen horten immer mehr alte PCs und Notebooks zu Hause auf: Mittlerweile stehen in bundesdeutschen Haushalten rund 22 Millionen Computer ungenutzt herum, zehn Prozent mehr als bei der letzten Umfrage vor eineinhalb Jahre, teilte der deutsche Hightech-Verband „Bitkom“ unter Berufung auf eine „Aris“-Umfrage unter 1006 Erwachsenen und Jugendlichen inder Bundesrepublik mit.

Cyberport-Hauptsitz im Dresdner Waltdschlösschen-Areal. Foto: Heiko Weckbrodt

Cyberport-Wachstum schwächt sich ab

Dresdner Elektronikhändler steigert Umsatz um 2 % auf 548 Millionen Euro Dresden, 26. Februar 2014: Der Dresdner Elektronikhändler hat mit Computer- und Haushaltstechnik 2013 rund 548 Millionen Euro umgesetzt, also zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hat sich das Wachstum des 1998 als kleiner Apple-Händler in Dresden gegründeten Unternehmens spürbar abgeschwächt: Bisher waren bei Cyberport Jahreszuwächse von über 20 Prozent üblich.

Neuer Dresdner TU-Elektronikkomplex schlägt Bogen vom Gestern zum Morgen

Sachsen hat 42 Millionen Euro in Hartmann-Technikum und Forschungstrakt investiert Dresden, 2. Dezember 2013: Damit die universitären Elektronikforscher nicht nur neidisch auf die exzellenten Anlagen und Instrumente ihrer Partner aus der Dresdner Chipindustrie schielen müssen, sondern auch selbst exzellent ausgerüstet tüfteln können, hat der Freistaat mit EU-Hilfe für insgesamt rund 42 Millionen Euro zwei neue Forschungsgebäude neben den Mierdel-Bau an der Nöthnitzer Straße gesetzt. Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) drückte heute die Schlüssel für die Neubauten den Wissenschaftlern der TU-Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik in die Hand. Und die tauften den größeren Komplex, das Reinraumlabor-Technikum, flugs nach dem Vater der ostdeutschen Mikroelektronik auf den Namen „Werner-Hartmann-Bau“.

iPhone kommandiert das Heim

„Dresden Elektronik“ arbeitet an vernetzten Wohnungen und ePapier-Haltestellen Dresden, 18. November 2013: Um sich unabhängiger von den Schwankungen der Elektronikbranche zu machen, baut der Reicker Auftragsfertiger „Dresden Elektronik“ sein Portefeuille eigener Produkte derzeit aus. Darunter sind einige echte Innovationen: Fahrplan-Aushänge aus elektronischem Papier zum Beispiel und Technologien für das per Computertelefon steuerbare vernetzte Heim von morgen. Perspektivisch sieht Geschäftsführer Lutz Pietschmann damit erhebliches Wachstumspotenzial für das Unternehmen – das sich im Gewerbegebiet Dresden-Reick bereits Flächen für einen Erweiterungsbau reserviert hat.

Scheichs werben Dresdner Organik-Papst Leo ab

Professor gilt als Vater der sächsischen Organikelektronik Dresden, 6. August 2013: Dresden droht eine Koryphäe zu verlieren: Der Photonik-Professor Karl Leo, der als Vater der Dresdner Organikelektronik-Industrie gilt, will nach Arabien gehen. Der Professor habe „ein attraktives Stellenangebot der King Abdullah University of Science and Technology in Saudi-Arabien erhalten“, bestätigte die Technische Universität Dresden auf Oiger-Anfrage. Hintergrund dürften jüngere Wirtschaftspolitik der Scheichs sein, die für die “Zeit nach dem Öl” jetzt den Grundstein für eigene Hightech-Industrien legen wollen – und dabei nicht mit Geld sparen.

135 Millionen Euro vom Bund für Dresdner Zukunftsprojekte

Halbe Milliarde aus „Zwanzig20“-Programm – die Hälfte geht an sächsische Vorhaben Dresden/Berlin, 18. Juli 2013. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat gestern in Berlin eine knappe halbe Milliarde Euro für industrienahe Spitzenforschungsprojekte in Ostdeutschland bewilligt. Die Hälfte der zehn Konsortien, die einen Zuschlag im Rahmen des Programms „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ bekamen, sind sächsische Vorhaben. Allein 135 Millionen Euro gehen an drei Dresdner Projekte. Lebensrettende Autoelektronik Das Konsortium „FAST“ (Fast Actuators Sensors and Transceivers“ = „echtzeitfähige vernetzte Sensor- und Aktorsysteme“) zum Beispiel hat das Ziel, elektronische Systeme deutlich reaktionsfreudiger zu machen und schneller zu vernetzen – und letztlich Menschenleben zu retten. Das Projekt ist mit insgesamt 75 Millionen Euro dotiert, davon kommen 45 Millionen vom Bund. Den Rest bringen die knapp 50 Projektpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft selbst auf.

Dresdner Chipforschung am Staats-Tropf

Institute Namlab und CNT haben sich nach Qimonda-Schock neu orientiert Dresden, 2.Juni 2013: Die Qimonda-Pleite vor vier Jahren hatte nicht nur Kunden und Zulieferer, sondern auch mit dem Namlab und dem CNT zwei hochmodern ausgestattete Dresdner Forschungsinstitute in eine existenzielle Krise gestürzt. Seitdem wurden sie auch mit millionenschweren Förderströmen von Staat am Leben erhalten – inzwischen haben sie sich neu ausgerichtet.

Sachsen steckt 144 Millionen Euro in Dresdner TU-Umbauten

Campus im Campus: Uni organisiert sich nach “School”-Prinzip neu Dresden, 21. Juni 2013: Im Dresdner Norden entwickelt sich die Nöthnitzer Straße immer mehr zu einer Technologie-Forschungsmeile: Dort bauen außeruniversitäre Einrichtungen wie die Physikinstitute der Max-Planck-Gesellschaft und das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) peu à peu ihre Präsenz aus und auch die Technische Universität (TU) konzentriert dort mehr und mehr modernste Elektronikforschung. Dies ist Teil einer TU-Exzellenzstrategie, ihre Institute nach angloamerikanischen Vorbild in „Schools“ zu organisieren und durch Neu- und Umbauten zu Campus im Campus zusammenzuziehen. 2013/14 bezuschusst der Freistaat Sachsen die Bauprojekte der TU mit 144 Millionen Euro.

Echtzeitblick auf Tanz der Atome: TU Dresden richtet Nanoanalytik-Zentrum ein

Dresden, 24. April 2013: Elektronik- und Materialforscher der Technischen Universität Dresden (TUD) eröffnen morgen ein „Dresden Center for Nanoanalysis“ (DCN), in dem sie unter anderem die Veränderungen einzelner Atome in der Zeit unter die Lupe nehmen wollen. Das Nanoanalyse-Zentrum ist ein Baustein im – derzeit mit 68 Millionen Euro dotierten – TUD-Exzellenzforschungsprogramms, das darauf zielt, innovative Nanoelektronik zu entwickeln. Zur Eröffnung hält der französische Physik-Nobelpreisträger des Jahres 2012, Serge Haroche, einen Vortrag über „Teilchenkontrolle in der Quantenwelt“.

1,1 Millionen Euro für Schallelektronik-Forschung in Dresden

Dresden, 21. April 2013: Dresdner Forscher und Wirtschaftsingenieure wollen Ultraschallwellen für die elektronische Informationsverarbeitung einsetzen. Dabei werden elektrische Signale in Schallwellen umgewandelt, die zum Beispiel über eine Siliziumscheibe (Wafer) gleiten und zum Beispiel als Sensoren oder für Signalverstärker im Mobilfunk eingesetzt werden können. Der Ansatz erscheint dem Bundesforschungsministerium so interessant, dass es nun 1,13 Millionen Euro für dieses Verbundprojekt des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) sowie der Firmen „SAW Components“ und „Creavag-Creative Vakuumbeschichtung“ bewilligt hat, wie der Dresdner Bundestagsabegordnete Jan Mücke (FDP) mitteilte.

Forschungsrat bewilligt 1,5 Millionen Euro für Dresdner Magnetelektronik-Projekt

Dresden, 21.6.2012: Der Europäische Forschungsrat hat einen mit 1,5 Millionen Euro dotierten “ERC-Grant” für ein Magnetelektronik-Projekt von Dr. Denys Makarov vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden bewilligt. Makarov hatte nachweisen können, dass der sogenannte “Riesige Magnetwiderstand“-Effekt (GMR), der bereits in Festplatten zu einer enormen Steigerung der Speicherdichte geführt hatte, durch Schichten von Nanopartikeln auch auf biegsame Elektronik angewandt werden kann. hw