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Staffbase Chemnitz sieht sich als Einhorn

Die Staffbase-Gründer Frank Wolf (links), Martin Böhringer und Lutz Gerlach (rechts). Foto: Robert Gommlich für Staffbase
Die Staffbase-Gründer Frank Wolf (links), Martin Böhringer und Lutz Gerlach (rechts). Foto: Robert Gommlich für Staffbase

Sächsische Softwareschmiede hat bisher eine Milliarde Euro von Kapitalisten bekommen

Chemnitz, 15. März 2022. „Staffbase“ aus Chemnitz hat weitere 106 Millionen Euro von Kapitalgebern bekommen. Damit hat das auf Apps für die betriebliche Mitarbeiter-Kommunikation spezialisierte Software-Unternehmen laut eigenen Angaben bisher insgesamt über eine Milliarde Euro Kapitalzuschüsse bekommen – und sieht sich selbst deshalb als deutsches „Einhorn.“

Firmenzukäufe und internationale Expansion

An der jüngsten Finanzierungsrunden für die Sachsen haben sich unter anderem „General Atlantic“ und „Insight Partners“ beteiligt. Die vorherigen Kapitalspritzen hatte Staffbase unter anderem für seine internationale Expansion, App-Weiterentwicklungen und Firmen-Zukäufe genutzt.

„Einen Nerv der globalen Wirtschaft getroffen“

„Das außergewöhnliche Wachstum von Staffbase zeigt, dass das Unternehmen mit seiner Mission einen Nerv der globalen Wirtschaft getroffen hat“, meint „General Atlantic“-Partner Achim Berg: „Überall gibt es das starke Bedürfnis nach einer engeren Einbindung der Belegschaft in die Unternehmensziele. Eine neue Arbeitskultur entsteht; gleichzeitig werden die Belegschaften von Unternehmen immer internationaler – damit werden Kommunikation und Engagement wichtiger denn jemals zuvor.“

Über 400 Unternehmen setzen laut Staffbase-Angaben die Mitarbeiter-Apps der Sachsen ein, um mit ihren Mitarbeitern zu kommunizieren. Foto: Staffbase
Unternehmen weltweit setzen die Mitarbeiter-Apps der Sachsen ein, um mit ihren Mitarbeitern zu kommunizieren. Foto: Staffbase

Über 13 Millionen nutzen weltweit digitale Betriebszeitungen aus Chemnitz

Staffbase wurde 2014 in Chemnitz und Dresden gegründet und spezialisierte sich zunächst auf eine Art digitale Betriebszeitung. Daraus haben sich immer umfangreichere Computerprogramme für die betriebliche Mitarbeiter-Kommunikation entwickelt. Inzwischen ist die Belegschaft auf über 600 Beschäftigte an 14 Standorten weltweit gewachsen. Zu den Kunden gehören DHL, T-Systems MMS, Adidas, MAN und Audi. Insgesamt haben die Staffbase-Programme laut eigenen Angaben über 13 Millionen Endnutzer. Seit der Gründung ist Staffbase dank der üppigen Kapitalspritzen nicht zuletzt auch durch Firmenzukäufe gewachsen: Die Sachsen übernahmen unter anderem Teambay, Bananatag und Valo Solutions.

Autor: hw

Quellen: Staffbase, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger