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Humanoider Roboter rennt mit bei Lauf in Leipzig

Tobias Jagla, David Schulte, Johannes Walter und Max Polter (von links nach rechts) von der HTWK Leipzig bereiten "Booster" auf den Lauf vor. Foto: HTWK Robots
Tobias Jagla, David Schulte, Johannes Walter und Max Polter (von links nach rechts) von der HTWK Leipzig bereiten „Booster“ auf den Lauf vor. Foto: HTWK Robots

Hochschule hat KI des künstlichen Läufers trainiert

Leipzig, 24. Juni 2025. Werden Marathons künftig unter humanoiden Robotern ausgetragen. Zum Leipziger Firmenlauf am 25. Juni will die „Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig jedenfalls solch einen Roboter chinesischer Bauart starten lassen. Das hat das Robotik-Team der HTWK nun angekündigt.

Der „Booster“ ist 1,18 Meter hoch und 30 Kilogramm schwer. Er stammt von der chinesischen Roboterschmiede „Booster Robotics“. Seine Künstliche Intelligenz (KI) für den Einsatz in Sachsen wurde durch die Leipziger Hochschule trainiert – in hunderttausenden Stunden in virtuellen Welten. „Laufen ist kein starres Bewegungsmuster, sondern ein dynamisches Gleichgewicht und damit eine große Herausforderung – wie auch für Kleinkinder, die laufen lernen. Genau das haben wir Booster mit Hilfe massiver Simulationen beigebracht“, erklärt Doktorand Tobias Jagla vom HTWK-Robotikteam. „Es ist faszinierend zu sehen, wie präzise der Roboter auf jede Unebenheit reagiert.“ Zudem gebe es einen Sprintmodus, in dem ein besonderes künstliches neuronales Netz alles aus der Hardware herausholt.

Menschenähnliche Roboter nähern sich dem Praxiseinsatz

Mit ihrem rennenden „Booster“ wollen die Leipziger Ingenieure demonstrieren, dass humanoide Roboter inzwischen nahe an der Praxisreife sind: „Wir wollen zeigen, dass mobile humanoide Robotik bereit ist für reale Szenarien – ob auf dem Spielfeld, der Straße oder eben auf der Laufstrecke“, betont Jens Wagner, Professor für mobile Robotik an der HTWK Leipzig und Betreuer der „HTWK Robots“. „Mit dem Booster wird deutlich: KI-gesteuerte Bewegungsintelligenz ist längst im Alltag angekommen.“

Die Chemnitzer Forscher arbeiten an einem humanoiden Schreitroboter. Fotzo: Jacob Müller für die TU Chemnitz
Auch Chemnitzer Forscher arbeiten an einem humanoiden Schreitroboter. Foto: Jacob Müller für die TU Chemnitz

Chinesen holen auf

Hintergrund: Als Pioniere unter den menschenähnlichen Robotern, die auf zwei Beinen gehen und mit zwei Armen und Händen arbeiten können, beziehungsweise für tierähnliche Robots galten zunächst der „Asimo“ von Honda aus Japan, später dann Modelle von Boston Dynamics und der Tesla-Bot alias „Optimus“ von Elon Musk. Inzwischen haben aber auch chinesische Roboter-Hersteller deutlich aufgelegt. Zudem arbeiten auch viele europäische Institute und Firmen – unter anderem in Sachsen – an humanoiden Robotern und deren möglichen Arbeitseinsätzen.

Autor: Oiger

Quelle: HTWK, Oiger-Archiv, Wikipedia

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger