Intensiv-Chemo zur OP erhöht Chancen bei Speiseröhrenkrebs

Leipziger Onkologe: Heilungschancen steigen deutlich
Leipzig, 8. März 2025. Eine intensivierten Chemotherapie („FLOT“) vor und nach einer Krebs-Operation kann die Überlebenschancen bei Speiseröhrenkrebs verbessern – insbesondere im Vergleich zu eine klassischen Kombination aus OP, Chemo und Strahlentherapie. Das hat eine Studie der Unis Bielefeld und Leipzig sowie weiterer Partner ergeben.
„Die Heilungschancen steigen deutlich, wenn die Operation mit zusätzlichen Therapien kombiniert wird,“ betont der Leipziger Onkologe Prof. Florian Lordick. Die Flot-Variante habe sich dabei als besonders erfolgreich erwiesen.
Auslöser ist aufsteigende Magensäure
An der klinischen Studie, unter Leitung der Universität Bielefeld, waren 25 auf Krebs spezialisierte Einrichtungen in Deutschland beteiligt. Untersucht wurden 438 Patient:innen mit Adenokarzinom, der hierzulande häufigsten Form des Speiseröhrenkrebses. Diese Krebsart entsteht im unteren Teil der Speiseröhre am Übergang zum Magen und wird durch aufsteigende Magensäure verursacht. Diese reizt die Speiseröhre über Jahre und ruft schließlich bösartige Zellveränderungen hervor, die Grundlage für Krebswachstum in der Speisröhre. Übergewicht, Rauchen und Alkoholkonsum erhöhen das Risiko für Speiseröhrenkrebs.
Pro Jahr eine halbe Million neue Patienten weltweit
Die Häufigkeit der Erkrankung hat in den letzten Jahrzehnten in Deutschland dramatisch zugenommen, berichtet die Uni Leipzig. Weltweit erkranken jährlich eine halbe Million Menschen an Speiseröhrenkrebs. Heilbar ist die Erkrankung durch eine Operation, wenn der Krebs noch nicht gestreut hat.
Quelle: Uni Leipzig

Ihre Unterstützung für Oiger.de!
Ohne hinreichende Finanzierung ist unabhängiger Journalismus nach professionellen Maßstäben nicht dauerhaft möglich. Bitte unterstützen Sie daher unsere Arbeit! Wenn Sie helfen wollen, Oiger.de aufrecht zu erhalten, senden Sie Ihren Beitrag mit dem Betreff „freiwilliges Honorar“ via Paypal an:
Vielen Dank!

