Medizin & BiotechNewszAufi

Intensiv-Chemo zur OP erhöht Chancen bei Speiseröhrenkrebs

Prof. Dr. Florian Lordick. Foto: Stefan Straube für das UKL
Prof. Dr. Florian Lordick. Foto: Stefan Straube für das UKL

Leipziger Onkologe: Heilungschancen steigen deutlich

Leipzig, 8. März 2025. Eine intensivierten Chemotherapie („FLOT“) vor und nach einer Krebs-Operation kann die Überlebenschancen bei Speiseröhrenkrebs verbessern – insbesondere im Vergleich zu eine klassischen Kombination aus OP, Chemo und Strahlentherapie. Das hat eine Studie der Unis Bielefeld und Leipzig sowie weiterer Partner ergeben.

„Die Heilungschancen steigen deutlich, wenn die Operation mit zusätzlichen Therapien kombiniert wird,“ betont der Leipziger Onkologe Prof. Florian Lordick. Die Flot-Variante habe sich dabei als besonders erfolgreich erwiesen.

Auslöser ist aufsteigende Magensäure

An der klinischen Studie, unter Leitung der Universität Bielefeld, waren 25 auf Krebs spezialisierte Einrichtungen in Deutschland beteiligt. Untersucht wurden 438 Patient:innen mit Adenokarzinom, der hierzulande häufigsten Form des Speiseröhrenkrebses. Diese Krebsart entsteht im unteren Teil der Speiseröhre am Übergang zum Magen und wird durch aufsteigende Magensäure verursacht. Diese reizt die Speiseröhre über Jahre und ruft schließlich bösartige Zellveränderungen hervor, die Grundlage für Krebswachstum in der Speisröhre. Übergewicht, Rauchen und Alkoholkonsum erhöhen das Risiko für Speiseröhrenkrebs.

Pro Jahr eine halbe Million neue Patienten weltweit

Die Häufigkeit der Erkrankung hat in den letzten Jahrzehnten in Deutschland dramatisch zugenommen, berichtet die Uni Leipzig. Weltweit erkranken jährlich eine halbe Million Menschen an Speiseröhrenkrebs. Heilbar ist die Erkrankung durch eine Operation, wenn der Krebs noch nicht gestreut hat.

Quelle: Uni Leipzig

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger