Immer mehr Deutsche nutzen augmentierte Realität

Bitkom-Umfrage: Quote steigt auf 28 % – vor allem Kamerafilter und Spiele beliebt
Berlin, 6. Januar 2024. Mit Datenbrillen, Smartphones und anderen mobilen Geräten mit Bildschirm und Kamera lässt sich unsere Realität mit allerlei computergenerierten Inhalten erweitern: Per „Augmented Realitäy“ (AR) sehen beispielsweise mit unseren eigenen Augen den Sternenhimmel und das Handy überlagert den Nachthimmel mit den Namen der Sterne und Sternbilder. Auch AR-Spiele wie „Pokemon Go“, in denen Zeichentrick-Figuren auf reale Stadtlandschaften projiziert, oder AR-gestützte Inneneinrichter, die den gewünschten Tisch schon mal virtuell in das heimische Wohnzimmer hineinstellen, sind beliebt. Mittlerweile nutzen bereits 28 Prozent der Deutschen mindestens gelegentlich AR-Apps, Tendenz: steigend. Zum Vergleich: Noch vor einem Jahr lag der Anteil der AR-Nutzer in Deutschland erst bei 19 Prozent. Das haben Umfragen des deutschen Digitalwirtschafts-Verbandes „Bitkom“ ergeben.
Beruflich sind augmentierte Lernhilfen längst keine Seltenheit mehr
„AR wird heute bereits regelmäßig in betrieblichen Kontexten wie Schulungen und der Fernwartung eingesetzt“, erklärt Bitkom-Experte Sebastian Klöß. Zudem spielen auch AR-Montagehelfer und ähnliche Assistenten im Arbeitsleben eine wachsende Rolle. „Mit der zunehmenden Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten und der Integration in bestehende Anwendungen gewinnt die Technologie auch im Privatgebrauch an Bedeutung – und entwickelt sich dabei weit über ihren anfänglichen Fokus auf Entertainment hinaus.“
Für Jüngere gehören AR-Apps zum Alltag
Besonders unter den Jüngeren sind laut Bitkom-Umfrage augmentierte Realitäten beliebt: Unter den 16- bis 29-Jährigen nutzen aktuell 43 Prozent AR, unter den 30- bis 49-Jährigen 41 Prozent. Praktische Beispiele: 15 Prozent der Deutschen nutzen Kamerafilter von Netzwerken wie Instagram, Snapchat, Tiktok und Co., mit denen sich zum Beispiel in Fotos oder Videos virtuelle Inhalte wie gar lustige Ohren oder Brillen einblenden lassen. 13 Prozent zocken mit AR solche Spiele wie Pokémon Go, Jurassic World Alive oder Ingress.

Eine wachsende Rolle spielt AR aber auch bei der Navigation: In Windschutzscheiben oder Motorrad-Helme einprojizierte Richtungsanzeigen und Routen-Infos sind keine Seltenheit mehr. Und in vielen Smartphone-Navi-Apps sind ebenfalls schon AR-Elemente integriert.
Bitkom-Experte sieht gute Chancen auf baldigen Durchbruch für AR-Brillen
Dreh- und Angelpunkt für die private AR-Nutzung bleibt aber vorerst die Hardware-Frage: „Anders als in Unternehmen wird AR im privaten Umfeld heute fast ausschließlich mit Smartphones und Tablets genutzt“,schätzt Klöß ein. „Spezielle AR-Brillen gibt es bisher eher als wissenschaftliche Prototypen – aber die Chancen stehen gut, dass wir in absehbarer Zukunft einen Durchbruch für alltagstaugliche Modelle erleben werden. Solche Brillen werden nicht nur für AR ein Game Changer sein, sondern generell unsere Interaktion mit technischen Devices und unserer Umwelt verändern.“
Quelle: Bitkom

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