Chipboom in Dresden – Klipphausen vergrößert Gewerbegebiet
Sachsen schießt die Hälfte der Erschließungskosten zu
Klipphausen, 13. Dezember 2024. Auch mit Blick auf den Aufschwung der Halbleiter-Industrie im „Silicon Saxony“ vergrößert die Gemeinde Klipphausen westlich von Dresden ihr schon seit drei Jahren ausgelastetes Gewerbegebiet an der Autobahn A4. Dies soll Erweiterungsbauten und neue Ansiedlungen erleichtern. Das geht aus einer Mitteilung des sächsischen Wirtschaftsministeriums hervor.
Auch Halbleiter-Zulieferer brauchen Platz
„Für die Erweiterung besteht großer Bedarf“, ist der scheidende Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) überzeugt. „Mehrere ansässige Unternehmen haben die Absicht erklärt, ihre Betriebsstätten erweitern zu wollen – darunter Zulieferer der Halbleiterindustrie in Dresden.“
Die nunmehr fünfte Erweiterung des Gewerbegebiets wird voraussichtlich rund rund 25,3 Millionen kosten. Davon hat der Freistaat rund 14 Millionen Euro als Zuschuss aus dem je zur Hälfte von Bund und Ländern finanzierten Programm „GRW-Infra“ („Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“) zugesagt.
Areal wächst auf 140 Hektar
Mit dem Geld will Bürgermeister Mirko Knöfel (parteilos) das Gewerbegebiet um 53 Hektar auf dann rund 140 Hektar erweitern. Dabei sollen zwei neue Erschließungs-Straßen mit einer Gesamtlänge von 1,75 Kilometern entstehen, außerdem werden die Arbeiter zusätzliche Wasserleitungen verlegen.
Dresden und Umland paktieren
Hintergrund: Mit Blick auf den Bau der ersten europäischen Chipfabrik von TSMC in Europa und den jüngsten Fabrikausbau von Infineon hatten Dresden und die Umlandgemeinden – vermittelt durch den Freistaat – einen Pakt geschlossen, neue Gewerbegebiete, Wohnraum, Verkehrsverbindungen und andere Infrastrukturen koordiniert auszubauen. Das soll sicherstellen, dass das milliardenschwere Engagement des taiwanesischen Auftragsfertigers in Sachsen ein Erfolg wird, sich auch dessen Zulieferer hier ansiedeln können – und nicht nur Dresden, sondern auch das Umland davon profitiert. Inzwischen gibt es Überlegungen, diese gemeinsame Strukturplanung auch nach der TSMC-Ansiedlung fortzuführen, womöglich als „Metropolregion Dresden“.
Autor: hw
Quellen: SMWA, Oiger-Archiv

Ihre Unterstützung für Oiger.de!
Ohne hinreichende Finanzierung ist unabhängiger Journalismus nach professionellen Maßstäben nicht dauerhaft möglich. Bitte unterstützen Sie daher unsere Arbeit! Wenn Sie helfen wollen, Oiger.de aufrecht zu erhalten, senden Sie Ihren Beitrag mit dem Betreff „freiwilliges Honorar“ via Paypal an:
Vielen Dank!

